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Beschreibung
Räucherkerzen gehören zu den Dingen, die keiner Erklärung bedürfen. Sie werden angezündet, Jahr für Jahr. Man wundert sich höchstens darüber, wie wenig es braucht, um eine ganze Jahreszeit herzustellen. Ein einziges Räucherkerzchen genügt, um die Wohnung in Advent zu verwandeln oder zumindest den Anfang davon anzudeuten. Dass dieser Duft mehr ist als bloße Begleiterscheinung, zeigt sich erst beim genaueren Hinsehen - oder besser: beim genaueren Riechen. Ein Bild sieht man, ein Klang ist hörbar. Geruch jedoch wirkt direkter. Er verbindet sich mit dem, was einmal war, und ruft dies auf geradlinigem Weg zurück. Deshalb scheint er älter als die Erinnerung selbst. Er ist eigentümlich ungenau und doch treffsicher. Er entzieht sich der Beschreibung und wird dennoch erkannt.
Dieses Büchlein geht solchen Momenten nach. Es erzählt von der kleinen Räucherkerze und ihrer großen Wirkung. Von ihrer Geschichte, die weit vor dem Wohnzimmer beginnt, und von ihrer Gegenwart, die oft kaum auffällt. Es fragt danach, warum solche unscheinbaren Dinge Erwartungen wecken, Räume verändern und Erinnerungen wachrufen können. Dabei wird es nicht nur um das gehen, was zu sehen ist. Figuren, Formen, Handwerk: all das gehört dazu. Aber vielleicht noch mehr um das, was sich nicht fixieren lässt: Gerüche, Stimmungen, Übergänge.
Dass die Räucherkerze, wie wir sie heute kennen, erst im 18. Jahrhundert im Erzgebirge ihre Form gefunden hat, ist nur ein Teil der Geschichte. Der andere liegt in einer viel älteren Praxis des Räucherns, in religiösen, medizinischen und häuslichen Zusammenhängen. All das steckt, gewissermaßen konzentriert, in diesem kleinen Kegel, der auf einem Teller, in einer Figur oder in einem kleinen Ofen vor sich hin glimmt.
Räucherkerzen gehören zu den Dingen, die keiner Erklärung bedürfen. Sie werden angezündet, Jahr für Jahr. Man wundert sich höchstens darüber, wie wenig es braucht, um eine ganze Jahreszeit herzustellen. Ein einziges Räucherkerzchen genügt, um die Wohnung in Advent zu verwandeln oder zumindest den Anfang davon anzudeuten. Dass dieser Duft mehr ist als bloße Begleiterscheinung, zeigt sich erst beim genaueren Hinsehen - oder besser: beim genaueren Riechen. Ein Bild sieht man, ein Klang ist hörbar. Geruch jedoch wirkt direkter. Er verbindet sich mit dem, was einmal war, und ruft dies auf geradlinigem Weg zurück. Deshalb scheint er älter als die Erinnerung selbst. Er ist eigentümlich ungenau und doch treffsicher. Er entzieht sich der Beschreibung und wird dennoch erkannt.
Dieses Büchlein geht solchen Momenten nach. Es erzählt von der kleinen Räucherkerze und ihrer großen Wirkung. Von ihrer Geschichte, die weit vor dem Wohnzimmer beginnt, und von ihrer Gegenwart, die oft kaum auffällt. Es fragt danach, warum solche unscheinbaren Dinge Erwartungen wecken, Räume verändern und Erinnerungen wachrufen können. Dabei wird es nicht nur um das gehen, was zu sehen ist. Figuren, Formen, Handwerk: all das gehört dazu. Aber vielleicht noch mehr um das, was sich nicht fixieren lässt: Gerüche, Stimmungen, Übergänge.
Dass die Räucherkerze, wie wir sie heute kennen, erst im 18. Jahrhundert im Erzgebirge ihre Form gefunden hat, ist nur ein Teil der Geschichte. Der andere liegt in einer viel älteren Praxis des Räucherns, in religiösen, medizinischen und häuslichen Zusammenhängen. All das steckt, gewissermaßen konzentriert, in diesem kleinen Kegel, der auf einem Teller, in einer Figur oder in einem kleinen Ofen vor sich hin glimmt.
Über den Autor
Hagen Kunze (Jahrgang 1973) studierte Musikwissenschaften, Journalis-tik und Philosophie in Leipzig, Graz und Halle. Er unterrichtet Musik, Ge-schichte und Darstellendes Spiel, arbeitet als Publizist und Musikkritiker. Hagen Kunze ist auch als Kirchenmusiker aktiv, er war Redaktionsleiter der "Döbelner Allgemeinen Zeitung" und Chefdramaturg des Mittelsächsi-schen Theaters Freiberg/ Döbeln. Er hat bereits mehrere Bücher zu musikalischen Themen veröffentlicht. In der Minibibliothek des BuchVerlags Leipzig sind sehr erfolgreiche Bücher von ihm erschienen, z. B. Georg Friedrich Händel, Beethoven und die Liebe, das kleine Bach-Büchlein und Gin.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt:

Räuchern in Religion, Medizin und Alltag

Über Duft, Erinnerungen und die Kunst des kleinen Rauchs

Duft-Erlebnisse

Emotionen und Wahrnehmung

Erzgebirgische Volkskunst zwischen Tradition und Gegenwart

Räucherkerzen von HUSS, KNOX und aus Crottendorf

Räucherkerzen im Advent und im modernen Alltag

Erzgebirgs-, Weihnachts- und Brauchtumsgeschichte
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Fachbereich: Volkskunde
Genre: Recht, Sozialwissenschaften, Wirtschaft
Produktart: Nachschlagewerke
Rubrik: Völkerkunde
Medium: Buch
Reihe: Minibibliothek
Inhalt: 128 S.
35 Farbfotos
ISBN-13: 9783897987173
ISBN-10: 3897987171
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: BV-MINI-27
Einband: Gebunden
Autor: Kunze, Hagen
Hersteller: Buchverlag für die Frau
Verantwortliche Person für die EU: BuchVerlag Leipzig GmbH, Christoph Hoffmann, Gerichtsweg 28, D-04103 Leipzig, buchverlag-leipzig@vggh.de
Abbildungen: 35 farbige Fotos
Maße: 96 x 60 x 12 mm
Von/Mit: Hagen Kunze
Erscheinungsdatum: 01.10.2026
Gewicht: 0,066 kg
Artikel-ID: 138060308

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