Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Beschreibung
Edvard (Eduard) Moritz wurde am 23. Juni 1891 in Hamburg geboren. Ab 1909 studierte er in Paris Violine und Klavier. Später erhielt er in Berlin Unterricht bei Carl Flesch (Violine), Ferruccio Busoni (Klavier) und Paul Juon (Komposition). Bei Arthur Nikisch in Leipzig nahm er zusätzlich Dirigierunterricht. Edvard Moritz wählte Berlin als seinen Hauptwohnsitz. Von hier aus unternahm er als Geiger und später vor allem als Gastdirigent zahlreiche Konzertreisen in verschiedene deutsche Städte sowie ins europäische Ausland. Die Zusammenarbeit mit dem Musikverlag Zimmermann begann 1928 mit der Veröffentlichung des Quintetts op. 41. Nach dem Machtantritt der Nazis 1933 wurde Moritz zunächst als "nichtarisches" Mitglied in die Reichsmusikkammer aufgenommen. Ab 1935 galt er als sogenannter "Volljude". Er wurde aus der Berufsorganisation wieder ausgeschlossen und war gezwungen, seine künstlerischen Tätigkeiten nunmehr auf Veranstaltungen des Jüdischen Kulturbundes zu beschränken. Gleichzeitig wurde sein Name auf der "Goebbels-Liste" verzeichnet, wodurch Moritz Kompositionen aus den Konzertsälen verschwanden, und er erhielt Unterrichtsverbot. Moritz leitete ab dem Zeitpunkt in Hamburg das neu gegründete Jüdische Kammerorchester, das sich aus bekannten Berufsmusikern jüdischer Herkunft zusammensetzte, ab 1936 ein neu gegründetes Streichorchester. Auch als Dirigent des Berliner Jüdischen Kammerorchesters wirkte Edvard Moritz. 1937 gelang es Moritz über Verwandte ein in Göteborg ausgestelltes Visum zu erhalten, das ihm die Ausreise nach New York ermöglichte. Dort debütierte er 1938 mit dem Edvard Moritz Chamber Orchestra in der New Yorker Town Hall. In den 1940er Jahren unterrichtete er an der La Follette School of Music in New York. In den 1950er Jahren nahmen Komponist und Verlag wieder Kontakt miteinander auf und weitere Bläserwerke von Edvard Moritz erschienen im Musikverlag Zimmermann. In den 1960er Jahren konzertierte er auch wieder in Europa. In Berlin stellte er einen Antrag auf Entschädigung für die NS-Zeit. Edvard Moritz starb am 30. Sept. 1974 im Alter von 83 Jahren in New York.
Edvard (Eduard) Moritz wurde am 23. Juni 1891 in Hamburg geboren. Ab 1909 studierte er in Paris Violine und Klavier. Später erhielt er in Berlin Unterricht bei Carl Flesch (Violine), Ferruccio Busoni (Klavier) und Paul Juon (Komposition). Bei Arthur Nikisch in Leipzig nahm er zusätzlich Dirigierunterricht. Edvard Moritz wählte Berlin als seinen Hauptwohnsitz. Von hier aus unternahm er als Geiger und später vor allem als Gastdirigent zahlreiche Konzertreisen in verschiedene deutsche Städte sowie ins europäische Ausland. Die Zusammenarbeit mit dem Musikverlag Zimmermann begann 1928 mit der Veröffentlichung des Quintetts op. 41. Nach dem Machtantritt der Nazis 1933 wurde Moritz zunächst als "nichtarisches" Mitglied in die Reichsmusikkammer aufgenommen. Ab 1935 galt er als sogenannter "Volljude". Er wurde aus der Berufsorganisation wieder ausgeschlossen und war gezwungen, seine künstlerischen Tätigkeiten nunmehr auf Veranstaltungen des Jüdischen Kulturbundes zu beschränken. Gleichzeitig wurde sein Name auf der "Goebbels-Liste" verzeichnet, wodurch Moritz Kompositionen aus den Konzertsälen verschwanden, und er erhielt Unterrichtsverbot. Moritz leitete ab dem Zeitpunkt in Hamburg das neu gegründete Jüdische Kammerorchester, das sich aus bekannten Berufsmusikern jüdischer Herkunft zusammensetzte, ab 1936 ein neu gegründetes Streichorchester. Auch als Dirigent des Berliner Jüdischen Kammerorchesters wirkte Edvard Moritz. 1937 gelang es Moritz über Verwandte ein in Göteborg ausgestelltes Visum zu erhalten, das ihm die Ausreise nach New York ermöglichte. Dort debütierte er 1938 mit dem Edvard Moritz Chamber Orchestra in der New Yorker Town Hall. In den 1940er Jahren unterrichtete er an der La Follette School of Music in New York. In den 1950er Jahren nahmen Komponist und Verlag wieder Kontakt miteinander auf und weitere Bläserwerke von Edvard Moritz erschienen im Musikverlag Zimmermann. In den 1960er Jahren konzertierte er auch wieder in Europa. In Berlin stellte er einen Antrag auf Entschädigung für die NS-Zeit. Edvard Moritz starb am 30. Sept. 1974 im Alter von 83 Jahren in New York.
Details
Erscheinungsjahr: 2012
Inhalt: Partitur + Stimmen
ISBN-13: 9790010178301
Herstellernummer: ZZM 17830
Autor: Moritz, Edvard
Komponist: Edvard Moritz
Hersteller: Musikverlag Zimmermann
Verantwortliche Person für die EU: Musikverlag Zimmermann, Postfach:94 01 83, D-55116 Mainz, info@musikverlag-zimmermann.de
Abbildungen: Noten
Von/Mit: Edvard Moritz
Erscheinungsdatum: 24.01.2012
Gewicht: 0,252 kg
Artikel-ID: 135683231