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Beschreibung
Das vorliegende Buch untersucht die psychische Situation von OrganspenderInnen und -empfängerInnen vor einer Lebendnierentransplantation. Ausgangspunkt für diese empirische Studie war der in den vergangenen Jahren häufig diskutierte Geschlechterunterschied in der Lebendorganspende, wonach Frauen häufiger zum Spenden bereit sind als Männer. Daher wurden Spendemotivationen und Entscheidungsprozesse im Hinblick auf eine Geschlechtsspezifik in den Blick genommen. Zentrales Ergebnis ist die Existenz eines so genannten «Imperativs zur Spende», der zwar für alle Angehörigen gilt, der aber in einer geschlechtsspezifischen Weise wirksam wird. Frauen vernehmen die «Anrufungen zur Spende» in anderer Weise als Männer und kommen diesen Anrufungen an sie häufig zuvor, während Männer vermehrt dann zu spenden scheinen, wenn außer ihnen niemand anderes in Frage kommt. Welche Herausforderung, Zumutung, aber auch Chance diese spezielle Situation im Vorfeld einer Lebendorganspende darstellt und wie sie psychisch verarbeitet wird, davon handelt dieses Buch.
Das vorliegende Buch untersucht die psychische Situation von OrganspenderInnen und -empfängerInnen vor einer Lebendnierentransplantation. Ausgangspunkt für diese empirische Studie war der in den vergangenen Jahren häufig diskutierte Geschlechterunterschied in der Lebendorganspende, wonach Frauen häufiger zum Spenden bereit sind als Männer. Daher wurden Spendemotivationen und Entscheidungsprozesse im Hinblick auf eine Geschlechtsspezifik in den Blick genommen. Zentrales Ergebnis ist die Existenz eines so genannten «Imperativs zur Spende», der zwar für alle Angehörigen gilt, der aber in einer geschlechtsspezifischen Weise wirksam wird. Frauen vernehmen die «Anrufungen zur Spende» in anderer Weise als Männer und kommen diesen Anrufungen an sie häufig zuvor, während Männer vermehrt dann zu spenden scheinen, wenn außer ihnen niemand anderes in Frage kommt. Welche Herausforderung, Zumutung, aber auch Chance diese spezielle Situation im Vorfeld einer Lebendorganspende darstellt und wie sie psychisch verarbeitet wird, davon handelt dieses Buch.
Über den Autor
Nach ihrem Psychologiestudium an der FU Berlin war Merve Winter von 2006 bis 2009 Kollegiatin im Basler Graduiertenkolleg «Gender in Motion». Ihr Dissertationsprojekt, dessen gekürzte Fassung hier vorliegt, wurde in dieser Zeit vom Schweizerischen Nationalfond gefördert. Für das Universitätsklinikum Leipzig ist Merve Winter seit 2005 als psychologische Gutachterin bei Lebendorganspenden tätig, außerdem arbeitet sie als Lehrbeauftragte und befindet sich seit 2013 in psychoanalytischer Weiterbildung am IfP in Berlin.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt: Theorieteil:
Gender Imbalance
, Entscheidungsprozesse, Spendemotivationen in der Organspende - Methodologie - Empirischer Teil I: Fallvignetten Interviews und Falldarstellungen - Empirischer Teil II: Typenbildung - Wunsch- und Angstthemen im Rahmen der Spende und des Empfangs.
Details
Erscheinungsjahr: 2015
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik, Psychologie
Produktart: Ratgeber
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Titelzusatz: Eine qualitative Studie zu Spendemotivationen, Spendeimperativ und der Relevanz von Geschlecht im Vorfeld einer Lebendorganspende
Reihe: Psychoanalyse im Dialog
Inhalt: 428 S.
ISBN-13: 9783034315128
ISBN-10: 3034315120
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: 431512
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Winter, Merve
Auflage: 1. Auflage
Hersteller: Peter Lang
Peter Lang Group AG, International Academic Publishers
Psychoanalyse im Dialog
Verantwortliche Person für die EU: Lang, Peter GmbH, Gontardstr. 11, D-10178 Berlin, r.boehm-korff@peterlang.com
Maße: 225 x 155 x 24 mm
Von/Mit: Merve Winter
Erscheinungsdatum: 23.01.2015
Gewicht: 0,618 kg
Artikel-ID: 104030943