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Beschreibung
»[Die Dichtung] steht [...] auf jener ursprünglichen Seite, wo das Kind, das Tier, der Wilde und der Seher hingehören« - Johan Huizinga »In diesen seimigen Tiefen hausten Wesen, denen ich einmal ein lieber Kollege gewesen war« - Robert Müller Die Studie rekonstruiert den humanwissenschaftlichen Diskurs über das »primitive Denken« sowie dessen Bedeutung für Kunst- und Metaphertheorien um 1900 und untersucht, wie Texte von Robert Müller, Robert Musil, Gottfried Benn und Walter Benjamin diese Denkfiguren des Primitiven ausge-stalten und hinterfragen. Im Mittelpunkt stehen drei Figuren der Alterität, die von Ethnologie, Entwicklungspsychologie und Psychopathologie als zeitgenössische Verkörperungen des Primitiven konzipiert werden: Wilde, Kinder und Wahnsinnige. Kunstwissenschaften und Literatur greifen im Versuch der Selbstverständigung über ihre Rolle in der modernen Gesellschaft diese Figuren auf, um unter Rekurs auf die humanwissenschaftlichen Texte auf die alte Frage nach dem Wesen und Zweck von Kunst neue Antworten zu geben. Das literarische Schaffen, so propagieren die Texte, sei mit dem Denken indigener Völker, des Kindes oder des Geisteskranken verwandt und ermögliche daher dessen Wiederbelebung, produktive Weiterentwicklung oder kritische Reflexion. Die Untersuchung des Diskurses über das primitive Denken, seiner Adaption in den Kunsttheorien der Zeit und der in diesem Kontext entstandenen und sich in ihrem Verhältnis zum Primitiven selbst reflektierenden Literatur ermöglicht neue Einsichten in das Selbstverständnis der literarischen Moderne.
»[Die Dichtung] steht [...] auf jener ursprünglichen Seite, wo das Kind, das Tier, der Wilde und der Seher hingehören« - Johan Huizinga »In diesen seimigen Tiefen hausten Wesen, denen ich einmal ein lieber Kollege gewesen war« - Robert Müller Die Studie rekonstruiert den humanwissenschaftlichen Diskurs über das »primitive Denken« sowie dessen Bedeutung für Kunst- und Metaphertheorien um 1900 und untersucht, wie Texte von Robert Müller, Robert Musil, Gottfried Benn und Walter Benjamin diese Denkfiguren des Primitiven ausge-stalten und hinterfragen. Im Mittelpunkt stehen drei Figuren der Alterität, die von Ethnologie, Entwicklungspsychologie und Psychopathologie als zeitgenössische Verkörperungen des Primitiven konzipiert werden: Wilde, Kinder und Wahnsinnige. Kunstwissenschaften und Literatur greifen im Versuch der Selbstverständigung über ihre Rolle in der modernen Gesellschaft diese Figuren auf, um unter Rekurs auf die humanwissenschaftlichen Texte auf die alte Frage nach dem Wesen und Zweck von Kunst neue Antworten zu geben. Das literarische Schaffen, so propagieren die Texte, sei mit dem Denken indigener Völker, des Kindes oder des Geisteskranken verwandt und ermögliche daher dessen Wiederbelebung, produktive Weiterentwicklung oder kritische Reflexion. Die Untersuchung des Diskurses über das primitive Denken, seiner Adaption in den Kunsttheorien der Zeit und der in diesem Kontext entstandenen und sich in ihrem Verhältnis zum Primitiven selbst reflektierenden Literatur ermöglicht neue Einsichten in das Selbstverständnis der literarischen Moderne.
Details
Erscheinungsjahr: 2013
Genre: Allg. & vergl. Sprachwissenschaft, Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Rubrik: Sprachwissenschaft
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 456 S.
ISBN-13: 9783770554690
ISBN-10: 3770554698
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Gess, Nicola
Auflage: 1/2013
Hersteller: Brill Fink, Wilhelm
GmbH & Co. Verlags-KG
Verantwortliche Person für die EU: Brill Deutschland GmbH, Wollmarktstr. 115, D-33098 Paderborn, productsafety@degruyterbrill.com
Maße: 235 x 160 x 30 mm
Von/Mit: Nicola Gess
Erscheinungsdatum: 14.08.2013
Gewicht: 0,772 kg
Artikel-ID: 106125454

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