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Beschreibung
Fragen des Kulturtransfers und insbesondere des ideologischen Einflusses auf Übersetzungen bilden das Untersuchungsfeld des vorliegenden Buches. Es widmet sich der Rezeption afrikanischer Literaturen während und in der Folge des Kalten Krieges in Deutschland. Ausgehend von literatursoziologischen und postkolonialen Übersetzungstheorien und damit verbundenen analytischen Ansätzen geht der Autor anhand von Rezeptionsprozessen und Übersetzungen den konkreten Strategien der Rekontextualisierung von postkolonialen afrikanischen Literaturen nach. Dabei werden auch die unterschiedlichen sozialhistorischen und -politischen Faktoren in der BRD und DDR sowie nach der Wiedervereinigung betrachtet. Diese kontextualisierte Untersuchung der Literaturrezeption erfolgt anhand der Werke vieler afrikanischer Autoren, insbesondere des Kameruners Ferdinand Oyono, des Kenianers Ng¿g¿ Wa Thiong'o, des Nigerianers Chinua Achebe und des Ivorers Ahmadou Kourouma.

Die Analyse zeigt, dass das Idealbild vom ideologiefreien Kulturtransfer der Realität nicht standhält, da die Übersetzung, sei es bei der Auswahl der zu übersetzenden Texte oder auch bei den Übersetzungsstrategien der ausnahmslos europäischen Übersetzer, sich als ein gesellschaftsbezogenes und ideologisch geprägtes Konstrukt herausstellt. Die für das Übersetzen oft postulierte interkulturelle Kommunikation und internationale Partnerschaft weist demnach ein bedeutendes asymmetrisches Machtverhältnis zwischen Zivilisationen auf, dessen Ursache nicht sprachlicher, literarischer oder künstlerischer, sondern eher geopolitischer Natur ist.
Fragen des Kulturtransfers und insbesondere des ideologischen Einflusses auf Übersetzungen bilden das Untersuchungsfeld des vorliegenden Buches. Es widmet sich der Rezeption afrikanischer Literaturen während und in der Folge des Kalten Krieges in Deutschland. Ausgehend von literatursoziologischen und postkolonialen Übersetzungstheorien und damit verbundenen analytischen Ansätzen geht der Autor anhand von Rezeptionsprozessen und Übersetzungen den konkreten Strategien der Rekontextualisierung von postkolonialen afrikanischen Literaturen nach. Dabei werden auch die unterschiedlichen sozialhistorischen und -politischen Faktoren in der BRD und DDR sowie nach der Wiedervereinigung betrachtet. Diese kontextualisierte Untersuchung der Literaturrezeption erfolgt anhand der Werke vieler afrikanischer Autoren, insbesondere des Kameruners Ferdinand Oyono, des Kenianers Ng¿g¿ Wa Thiong'o, des Nigerianers Chinua Achebe und des Ivorers Ahmadou Kourouma.

Die Analyse zeigt, dass das Idealbild vom ideologiefreien Kulturtransfer der Realität nicht standhält, da die Übersetzung, sei es bei der Auswahl der zu übersetzenden Texte oder auch bei den Übersetzungsstrategien der ausnahmslos europäischen Übersetzer, sich als ein gesellschaftsbezogenes und ideologisch geprägtes Konstrukt herausstellt. Die für das Übersetzen oft postulierte interkulturelle Kommunikation und internationale Partnerschaft weist demnach ein bedeutendes asymmetrisches Machtverhältnis zwischen Zivilisationen auf, dessen Ursache nicht sprachlicher, literarischer oder künstlerischer, sondern eher geopolitischer Natur ist.
Über den Autor
Nach dem Abschluss seiner Masterarbeit mit dem Schwerpunkt Literaturübersetzung sowie seiner Staatsprüfung für das Lehramt an der Universität Jaunde I hat Hypolite Kembeu mehrere Jahre an verschiedenen Gymnasien in Kamerun als Lehrer für Französisch und Deutsch als Fremdsprache gearbeitet. Von 2019 bis 2023 hat er als Forschungsstipendiat des DAAD an seiner Dissertation im Fachgebiet der literarischen Übersetzung am Institut für Romanistik der Heinrich-¿Heine-Universität Düsseldorf gearbeitet. Seit Mai 2022 lebt er in Alberta, Kanada, und ist Lehrer und selbstständiger Übersetzer.
Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung.- 2.Methodologische Vorgehensweise und theoretische Grundlagen.- 3.Forschungsstand: Afrikanische Literatur(en) in Deutschland.- 4.Rezeptionsbedingungen afrikanischer Literaturen in der DDR und BRD.- 5.Übersetzung als Ausdruck gesellschaftlicher Diskurse und Strategien der Aneignung von afrikanischen Texten.- 6.Schlussbetrachtungen.

Details
Erscheinungsjahr: 2025
Genre: Allg. & vergl. Sprachwissenschaft, Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Rubrik: Sprachwissenschaft
Medium: Taschenbuch
Reihe: Globalisierte Literaturen. Theorie und Geschichte transnationaler Buchkultur / Globalized Literatures. Theory and History of Transnational Book Culture
Inhalt: ix
274 S.
2 s/w Illustr.
274 S. 2 Abb.
ISBN-13: 9783662700983
ISBN-10: 3662700980
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: 89515671
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Kembeu, Hypolite
Hersteller: Springer
J.B. Metzler
Springer-Verlag GmbH
Globalisierte Literaturen. Theorie und Geschichte transnationaler Buchkultur / Globalized Literatures. Theory and History of Transnational Book Culture
Verantwortliche Person für die EU: Springer Verlag GmbH, Tiergartenstr. 17, D-69121 Heidelberg, juergen.hartmann@springer.com
Maße: 235 x 155 x 16 mm
Von/Mit: Hypolite Kembeu
Erscheinungsdatum: 26.03.2025
Gewicht: 0,435 kg
Artikel-ID: 129937865