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Beschreibung
Phalaris herrschte im 6. Jahrhundert v. Chr. über Akragas (Agrigent) auf Sizilien. Er galt als besonders grausamer Tyrann, der seine Gegner in die Bronzeplastik eines Stiers einschloss und über Feuer zu Tode röstete. Unter seinem Namen überliefert sind aus der Antike fast 150 griechische Briefe, die ein ganz anderes Bild präsentieren: Sie richten sich an die Familie und an Freunde, an Philosophen und Gelehrte wie auch an Dichter und Künstler und zeigen Phalaris als freundlichen, gebildeten und kultivierten Menschen. Andere Schreiben an politische Gemeinschaften und Städte, aber auch an Feinde, Gegner und Verräter zeugen von der praktischen Politik des Phalaris. Ärzte und Heilkunst sind dann ebenso Gegenstand wie die Theorie von Politik und Herrschaft, freilich auch - doch eben nicht allein - Krieg, Gewalt und Strafe. Besonders eindrücklich sind vielmehr die moralphilosophischen Reflexionen, und einen Lesegenuss bieten satirische, spöttische oder polemische Briefe.

Dass die Briefe nicht vom Tyrannen selbst stammen, sondern ihm später zugeschrieben wurden, ist zwar seit Langem erwiesen. In ihrer Inszenierung des Charakters einer sonst fast immer kritisch beurteilten Person zeugen sie aber vom kreativen Umgang mit dieser Tradition schon in der Antike. Sie werden nun erstmals zweisprachig präsentiert.
Phalaris herrschte im 6. Jahrhundert v. Chr. über Akragas (Agrigent) auf Sizilien. Er galt als besonders grausamer Tyrann, der seine Gegner in die Bronzeplastik eines Stiers einschloss und über Feuer zu Tode röstete. Unter seinem Namen überliefert sind aus der Antike fast 150 griechische Briefe, die ein ganz anderes Bild präsentieren: Sie richten sich an die Familie und an Freunde, an Philosophen und Gelehrte wie auch an Dichter und Künstler und zeigen Phalaris als freundlichen, gebildeten und kultivierten Menschen. Andere Schreiben an politische Gemeinschaften und Städte, aber auch an Feinde, Gegner und Verräter zeugen von der praktischen Politik des Phalaris. Ärzte und Heilkunst sind dann ebenso Gegenstand wie die Theorie von Politik und Herrschaft, freilich auch - doch eben nicht allein - Krieg, Gewalt und Strafe. Besonders eindrücklich sind vielmehr die moralphilosophischen Reflexionen, und einen Lesegenuss bieten satirische, spöttische oder polemische Briefe.

Dass die Briefe nicht vom Tyrannen selbst stammen, sondern ihm später zugeschrieben wurden, ist zwar seit Langem erwiesen. In ihrer Inszenierung des Charakters einer sonst fast immer kritisch beurteilten Person zeugen sie aber vom kreativen Umgang mit dieser Tradition schon in der Antike. Sie werden nun erstmals zweisprachig präsentiert.
Über den Autor
Kai Brodersen (*1958) ist Professor a. D. für Antike Kultur an der Universität Erfurt.
Details
Erscheinungsjahr: 2025
Fachbereich: Allgemeines
Genre: Geisteswissenschaften, Geschichte, Kunst, Musik
Rubrik: Geisteswissenschaften
Thema: Lexika
Medium: Taschenbuch
Reihe: Opuscula
Inhalt: 210 S.
ISBN-13: 9783911973069
ISBN-10: 3911973063
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Brodersen, Kai
Hersteller: Kartoffeldruck-Verlag
Opuscula
Verantwortliche Person für die EU: BoD - Books on Demand, In de Tarpen 42, D-22848 Norderstedt, info@bod.de
Maße: 190 x 120 x 15 mm
Von/Mit: Kai Brodersen
Erscheinungsdatum: 04.11.2025
Gewicht: 0,229 kg
Artikel-ID: 134204872

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