Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Beschreibung

Während des Ersten Weltkriegs verhängte das Deutsche Reich in seinen besetzten Gebieten im Osten und im Westen den Passzwang und betrieb damit eine historisch neuartige Form der Fotopolitik. Während im Reich selbst ein Ausweisdokument nur zur Ausreise benötigt wurde, mussten alle Menschen in den Besatzungsregionen - in Nordfrankreich, Belgien, Polen und dem sogenannten OberOst - einen deutschen Pass mit Lichtbild anfertigen lassen. Das Buch handelt von diesem vergangenen Kapitel in der Geschichte der deutschen Pässe und der Passfotografie. Unter Zwang entstanden ab 1915 Millionen von Porträtfotografien in einem speziellen Verfahren: Um Material, Aufwand und Kosten zu sparen, fotografierten deutsche "Passkommandos" die Menschen in Gruppen von fünf bis zehn Personen auf einem Bild, das anschließend in Einzelfotos auseinandergeschnitten wurde. Durch die Fotokamera sah der deutsche Staat jedem und jeder ins Gesicht und demonstrierte mit den Passfotos, deren Bildformat erst erfunden werden musste, seine Kontrollmacht.

Ausgehend von zwei widerständigen künstlerischen Positionen - Bilder von Józef Rapacki und Juozas ilietis - zeichnet Britta Lange in ihrem Buch eine heute vergessene Geschichte der Passfotografie unter Zwang nach.

Siehe auch: [...]

Während des Ersten Weltkriegs verhängte das Deutsche Reich in seinen besetzten Gebieten im Osten und im Westen den Passzwang und betrieb damit eine historisch neuartige Form der Fotopolitik. Während im Reich selbst ein Ausweisdokument nur zur Ausreise benötigt wurde, mussten alle Menschen in den Besatzungsregionen - in Nordfrankreich, Belgien, Polen und dem sogenannten OberOst - einen deutschen Pass mit Lichtbild anfertigen lassen. Das Buch handelt von diesem vergangenen Kapitel in der Geschichte der deutschen Pässe und der Passfotografie. Unter Zwang entstanden ab 1915 Millionen von Porträtfotografien in einem speziellen Verfahren: Um Material, Aufwand und Kosten zu sparen, fotografierten deutsche "Passkommandos" die Menschen in Gruppen von fünf bis zehn Personen auf einem Bild, das anschließend in Einzelfotos auseinandergeschnitten wurde. Durch die Fotokamera sah der deutsche Staat jedem und jeder ins Gesicht und demonstrierte mit den Passfotos, deren Bildformat erst erfunden werden musste, seine Kontrollmacht.

Ausgehend von zwei widerständigen künstlerischen Positionen - Bilder von Józef Rapacki und Juozas ilietis - zeichnet Britta Lange in ihrem Buch eine heute vergessene Geschichte der Passfotografie unter Zwang nach.

Siehe auch: [...]

Über den Autor

Britta Lange, Humboldt-Universität zu Berlin.

Details
Erscheinungsjahr: 2025
Genre: Geisteswissenschaften, Geschichte, Kunst, Musik
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Buch
Reihe: Undisziplinierte Bücher
Inhalt: VI
166 S.
59 Illustr.
ISBN-13: 9783111072005
ISBN-10: 3111072002
Sprache: Deutsch
Einband: Gebunden
Autor: Lange, Britta
Hersteller: Walter de Gruyter
de Gruyter, Walter, GmbH
Verantwortliche Person für die EU: Walter de Gruyter GmbH, De Gruyter GmbH, Genthiner Str. 13, D-10785 Berlin, productsafety@degruyterbrill.com
Abbildungen: 59 illustrations
Maße: 229 x 157 x 15 mm
Von/Mit: Britta Lange
Erscheinungsdatum: 19.05.2025
Gewicht: 0,372 kg
Artikel-ID: 132632440

Ähnliche Produkte