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Beschreibung
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Note: 2,0, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Kulturwissenschaften, Institut für Germanistik), Veranstaltung: Weimarer Republik, Sprache: Deutsch, Abstract: Seine Bewunderer sprachen von Adaption und Bearbeitung, seine Gegner nannten diese Methode Plagiat, Piraterie, schamlosen Diebstahl. Er holte sich seine Vorlagen, wo er sie fand. Es kam ihm nicht darauf an, ob es sich um Größen der Vergangenheit oder um Zeitgenossen handelte, um Villon, Marlowe und Shakespeare - oder um Kipling, Gorki und Klabund. Zeit seines Lebens wehte um Brechts kurz geschorenen Kopf ein scharfer kritischer Wind. Kein Wunder, sagten die einen: Einem so einzigartigen Talent flicken kleinere Geister immer gern am Zeuge. Kein Wunder, sagten die andern, mit einem so gefährlichen Scharlatan muss man kurzen Prozess machen. Ein Freund aus alten Berliner Tagen hat mir kürzlich einmal gesagt: >>Dass Brecht es nicht so genau nimmt mit dem geistigen Eigentum, das weiß doch jedes Kind. Natürlich klaut er aber er klaut mit Genie, und darauf kommt es an.<<

Lotte Lenya, die Ehefrau von Kurt Weill, Komponist der Dreigroschenoper, formuliert hier treffend, was die Rezeptionsgeschichte der Dreigroschenoper grundlegend mitbestimmte: Die Frage nach den Urheberrechten.
Seit Alfred Kerr Bertolt Brecht am 03.05.1929 im Berliner Tageblatt vorwarf, er habe widerrechtlich Villon-Balladen in der Übersetzung Karl Klammers plagiiert, riss die Frage nach Brechts geistigem Eigentum an der Dreigroschenoper nicht ab.
Mit der vorliegenden Hausarbeit soll nun der Frage nachgegangen werden, ob Kerrs Vorwurf gerechtfertig war und Brecht schamlos von anderen abschrieb, oder aber ob Brecht seine Vorlagen so gravierend umgestaltete, dass ihm Originalität bescheinigt werden kann.
Der Schwerpunkt soll dabei auf dem Vergleich der Brechtschen Dreigroschenoper mit der englischen Vorlage The Beggars Operä von John Gay liegen. Welche Rolle spielte dieses Werk für Brecht? War es wirklich Vorlage oder vielmehr nur Anregung für ein neues Stück?
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Note: 2,0, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Kulturwissenschaften, Institut für Germanistik), Veranstaltung: Weimarer Republik, Sprache: Deutsch, Abstract: Seine Bewunderer sprachen von Adaption und Bearbeitung, seine Gegner nannten diese Methode Plagiat, Piraterie, schamlosen Diebstahl. Er holte sich seine Vorlagen, wo er sie fand. Es kam ihm nicht darauf an, ob es sich um Größen der Vergangenheit oder um Zeitgenossen handelte, um Villon, Marlowe und Shakespeare - oder um Kipling, Gorki und Klabund. Zeit seines Lebens wehte um Brechts kurz geschorenen Kopf ein scharfer kritischer Wind. Kein Wunder, sagten die einen: Einem so einzigartigen Talent flicken kleinere Geister immer gern am Zeuge. Kein Wunder, sagten die andern, mit einem so gefährlichen Scharlatan muss man kurzen Prozess machen. Ein Freund aus alten Berliner Tagen hat mir kürzlich einmal gesagt: >>Dass Brecht es nicht so genau nimmt mit dem geistigen Eigentum, das weiß doch jedes Kind. Natürlich klaut er aber er klaut mit Genie, und darauf kommt es an.<<

Lotte Lenya, die Ehefrau von Kurt Weill, Komponist der Dreigroschenoper, formuliert hier treffend, was die Rezeptionsgeschichte der Dreigroschenoper grundlegend mitbestimmte: Die Frage nach den Urheberrechten.
Seit Alfred Kerr Bertolt Brecht am 03.05.1929 im Berliner Tageblatt vorwarf, er habe widerrechtlich Villon-Balladen in der Übersetzung Karl Klammers plagiiert, riss die Frage nach Brechts geistigem Eigentum an der Dreigroschenoper nicht ab.
Mit der vorliegenden Hausarbeit soll nun der Frage nachgegangen werden, ob Kerrs Vorwurf gerechtfertig war und Brecht schamlos von anderen abschrieb, oder aber ob Brecht seine Vorlagen so gravierend umgestaltete, dass ihm Originalität bescheinigt werden kann.
Der Schwerpunkt soll dabei auf dem Vergleich der Brechtschen Dreigroschenoper mit der englischen Vorlage The Beggars Operä von John Gay liegen. Welche Rolle spielte dieses Werk für Brecht? War es wirklich Vorlage oder vielmehr nur Anregung für ein neues Stück?
Details
Erscheinungsjahr: 2009
Genre: Allg. & vergl. Sprachwissenschaft, Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Rubrik: Sprachwissenschaft
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 16 S.
ISBN-13: 9783640360772
ISBN-10: 364036077X
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Wehen, Britta
Auflage: 2. Auflage
Hersteller: GRIN Verlag
Verantwortliche Person für die EU: GRIN Publishing GmbH, Waltherstr. 23, D-80337 München, info@grin.com
Maße: 210 x 148 x 2 mm
Von/Mit: Britta Wehen
Erscheinungsdatum: 29.06.2009
Gewicht: 0,04 kg
Artikel-ID: 101541845

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