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Beschreibung
Naturphilosophie und Metaphysik scheinen zwei unterschiedliche, ja, sich ausschließende philosophische Ansätze zu sein. Bestimmt man aber Naturphilosophie als Metaphysik der Natur im Sinne des Projekts, im Ausgang von den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zu einer kohärenten und vollständigen Sicht der Welt zu gelangen, ergibt sich eine neue und überraschende Konstellation. Die Bezugnahme auf die Naturwissenschaften verleiht der Metaphysik einerseits die Berechtigung dazu, revisionär zu sein, das heißt, Erkenntnisansprüche, die aus dem alltäglichen Weltverständnis stammen, zu revidieren. Andererseits ist eine solche Metaphysik ebenso hypothetisch wie die Wissenschaften selbst. Michael Esfeld zeigt zunächst, wie man in diesem Rahmen einen wissenschaftlichen Realismus vertreten kann, und begründet dann so umstrittene Thesen wie die eines vierdimensionalen Blockuniversums mit Ereignissen und Prozessen statt Substanzen oder die eines naturphilosophischen Holismus und Strukturenrealismus statt eines Atomismus und rehabilitiert die Idee notwendiger Verbindungen in der Natur.
Naturphilosophie und Metaphysik scheinen zwei unterschiedliche, ja, sich ausschließende philosophische Ansätze zu sein. Bestimmt man aber Naturphilosophie als Metaphysik der Natur im Sinne des Projekts, im Ausgang von den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zu einer kohärenten und vollständigen Sicht der Welt zu gelangen, ergibt sich eine neue und überraschende Konstellation. Die Bezugnahme auf die Naturwissenschaften verleiht der Metaphysik einerseits die Berechtigung dazu, revisionär zu sein, das heißt, Erkenntnisansprüche, die aus dem alltäglichen Weltverständnis stammen, zu revidieren. Andererseits ist eine solche Metaphysik ebenso hypothetisch wie die Wissenschaften selbst. Michael Esfeld zeigt zunächst, wie man in diesem Rahmen einen wissenschaftlichen Realismus vertreten kann, und begründet dann so umstrittene Thesen wie die eines vierdimensionalen Blockuniversums mit Ereignissen und Prozessen statt Substanzen oder die eines naturphilosophischen Holismus und Strukturenrealismus statt eines Atomismus und rehabilitiert die Idee notwendiger Verbindungen in der Natur.
Zusammenfassung
Esfeld, MichaelMichael Esfeld ist Professor für Philosophie an der Universität Lausanne.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Wissenschaftlicher Realismus
1.1 Was ist der wissenschaftliche Realismus?
1.2 Der Bestätigungs-Holismus und die These der Unterbestimmtheit
1.3 Der semantische Holismus und die These der Inkommensurabilität
1.4 Rationale Rekonstruktion
Raumzeit und Materie
2.1 Das Blockuniversum
2.2 Der Dualismus von Raumzeit und Materie
2.3 Raumzeit und Materie: Die Idee der Identität
Die Quantentheorie und der Zusammenhang von mikro- und makrophysikalischer Welt
3.1 Superpositionen und Verschränkungen: Das Fehlen von Lokalität und Individualität
3.2 Das Messproblem
3.3 Drei Interpretationswege und das Kohärenzargument
Naturphilosophischer Holismus und Strukturenrealismus
4.1 Der Strukturenrealismus als naturphilosophische Position
4.2 Der naturphilosophische Holismus und seine Grenzen
4.3 Die Kohärenz von Metaphysik und Erkenntnistheorie
Naturgesetze, Kausalität und Dispositionen: Kontingenz oder notwendige Verbindungen?
5.1 Die Humesche Metaphysik
5.2 Strukturenrealismus und Humesche Metaphysik
5.3 Die Metaphysik der Kräfte
5.4 Strukturen, Kräfte und funktionale Eigenschaften
Schluss
Details
Erscheinungsjahr: 2007
Genre: Philosophie
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 218 S.
ISBN-13: 9783518294635
ISBN-10: 3518294636
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: STW 1863
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Esfeld, Michael
Auflage: Originalausgabe
Hersteller: Suhrkamp
Verantwortliche Person für die EU: Suhrkamp Verlag GmbH, Torstr. 44, D-10119 Berlin, info@suhrkamp.de
Maße: 13 x 108 x 176 mm
Von/Mit: Michael Esfeld
Erscheinungsdatum: 19.12.2007
Gewicht: 0,136 kg
Artikel-ID: 102042136

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