Dekorationsartikel gehören nicht zum Leistungsumfang.
Sprache:
Deutsch
52,00 €
Versandkostenfrei per Post / DHL
Lieferzeit 1-2 Wochen
Kategorien:
Beschreibung
Serienmörder faszinieren. In Film, Fernsehen und Kriminalliteratur morden sie fast täglich, aber kriminalstatistisch sind sie nahezu bedeutungslos. Kerstin Brückweh untersucht vier Fälle von Serienmorden (Haarmann, Seefeld, Hagedorn, Bartsch) aus der Weimarer Republik, dem Nationalsozialismus, der DDR und der Bundesrepublik. Sie zeigt, wie Nachbarn und Kollegen, Polizisten, Gutachter und Richter, Journalisten und Zeitungsleser die Täter wahrnahmen und beurteilten. Besonders auf sexuell motivierte Kindermörder entluden sich Abscheu und Hass, während zugleich in den Medien Voyeurismus und Gewaltfantasien aktiviert wurden.
Ausgezeichnet von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen mit dem Akademiepreis für Geisteswissenschaften 2009.
Ausgezeichnet von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen mit dem Akademiepreis für Geisteswissenschaften 2009.
Serienmörder faszinieren. In Film, Fernsehen und Kriminalliteratur morden sie fast täglich, aber kriminalstatistisch sind sie nahezu bedeutungslos. Kerstin Brückweh untersucht vier Fälle von Serienmorden (Haarmann, Seefeld, Hagedorn, Bartsch) aus der Weimarer Republik, dem Nationalsozialismus, der DDR und der Bundesrepublik. Sie zeigt, wie Nachbarn und Kollegen, Polizisten, Gutachter und Richter, Journalisten und Zeitungsleser die Täter wahrnahmen und beurteilten. Besonders auf sexuell motivierte Kindermörder entluden sich Abscheu und Hass, während zugleich in den Medien Voyeurismus und Gewaltfantasien aktiviert wurden.
Ausgezeichnet von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen mit dem Akademiepreis für Geisteswissenschaften 2009.
Ausgezeichnet von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen mit dem Akademiepreis für Geisteswissenschaften 2009.
Zusammenfassung
Kerstin Brückweh, Dr. phil., promovierte an der Fakultät für Geschichte der Universität Bielefeld, war Redakteurin in einem Münchener Verlag und ist jetzt als Research Fellow am Deutschen Historischen Institut in London tätig.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt
Vorwort ...................................................................... 9
Einleitung ...................................................................... 11
Erster Teil:
Physische Gewalt - konkrete Opfererfahrungen und imaginierte Täterbilder ................................................. 33
1. Normalisierung: Der bekannte Täter ........................................ 35
1.1 Der Alltag mit Hagedorn, Bartsch, Seefeld und Haarmann ........ 36
1.1.1 Alltägliche Gewalt ............................................... 37
1.1.2 Der auffällige Täter ............................................. 59
1.1.3 Auf der Suche nach Vertrauten: Komplizen und Mitwisser ...................................... 62
1.2 Als außeralltäglich deklarierte Situationen ............................ 67
1.2.1 Bei der Polizei angezeigte Fälle ................................ 68
1.2.2 Informelle Strategien: Thematisierung unter den Eltern ... 80
1.3 Reaktionen von Nachbarn und Kollegen nach der Festnahme .... 85
Zusammenfassung und Ausblick ............................................. 88
2. Dämonisierung: Der fremde Täter ........................................... 91
2.1 Verdächtigungen ......................................................... 92
2.1.1 Verdächtigte Personen aus dem sozialen Nahraum ......... 93
2.1.2 Vermisstenanzeigen und allgemeine Hinweise aus der Bevölkerung ............................................ 96
2.1.3 Homosexuelle als Verdächtigte ................................ 103
2.1.4 Verdächtigte Fremde ............................................ 110
2.2 Folgen der Verdächtigungen ............................................ 115
Zusammenfassung ............................................................. 118
Erster Teil: Physische Gewalt - Zusammenfassung ........................... 120
Zweiter Teil:
Rechtsprechende Gewalt - Wiederherstellung der Ordnung durch Justiz und Experten .................................................. 123
3. Expertise und Kompetenz: Die Auswahl der Sachverständigen ........ 127
3.1 Machtkämpfe: Die Auswahl von Sachverständigen in Demokratien ........................................................... 128
3.1.1 Der abgewehrte psychologische Blick - 1924 ............... 129
3.1.2 Der zugelassene psychologische Blick - 1971 ............... 147
3.1.3 Steigendes Vertrauen in die Psychoanalyse - 1971 ......... 152
3.1.4 Der sexualwissenschaftliche Blick: Zwischen Abwehr und Diktat ........................................................ 164
3.2 Staatsmacht: Auswahl von Sachverständigen in Diktaturen ........ 179
Zusammenfassung ............................................................. 184
4. Expertise und Deutungshoheit: Die Gutachten ............................ 188
4.1 Friedrich Haarmann: "Pathologisch" und "zurechnungsfähig" ..... 190
4.2 Adolf Seefeld: "Moralisch minderwertiger, gefühlskalter, asozialer Psychopath" .................................................... 194
4.3 Erwin Hagedorn: "Willensschwacher Sadist", geprägt durch "Fehlerziehung" der Eltern ................................................ 199
4.4 Jürgen Bartsch: Krank durch frühkindliche Störungen und gesellschaftliche Strukturen ............................................. 207
Zusammenfassung und Kontextualisierung ................................ 221
5. Das Urteil: Die Konstruktion der überzeugendsten Geschichte ......... 226
5.1 Erwin Hagedorn: Erwachsen und schuldfähig ....................... 226
5.2 Jürgen Bartsch: Jugendlich und zurechnungsfähig ................... 235
5.3 Friedrich Haarmann: Pathologisch, aber doch schuldfähig ......... 252
5.4 Adolf Seefeld: "Gefährlicher Gewohnheitsverbrecher" ............. 262
Zusammenfassung und Ausblick .............................
Vorwort ...................................................................... 9
Einleitung ...................................................................... 11
Erster Teil:
Physische Gewalt - konkrete Opfererfahrungen und imaginierte Täterbilder ................................................. 33
1. Normalisierung: Der bekannte Täter ........................................ 35
1.1 Der Alltag mit Hagedorn, Bartsch, Seefeld und Haarmann ........ 36
1.1.1 Alltägliche Gewalt ............................................... 37
1.1.2 Der auffällige Täter ............................................. 59
1.1.3 Auf der Suche nach Vertrauten: Komplizen und Mitwisser ...................................... 62
1.2 Als außeralltäglich deklarierte Situationen ............................ 67
1.2.1 Bei der Polizei angezeigte Fälle ................................ 68
1.2.2 Informelle Strategien: Thematisierung unter den Eltern ... 80
1.3 Reaktionen von Nachbarn und Kollegen nach der Festnahme .... 85
Zusammenfassung und Ausblick ............................................. 88
2. Dämonisierung: Der fremde Täter ........................................... 91
2.1 Verdächtigungen ......................................................... 92
2.1.1 Verdächtigte Personen aus dem sozialen Nahraum ......... 93
2.1.2 Vermisstenanzeigen und allgemeine Hinweise aus der Bevölkerung ............................................ 96
2.1.3 Homosexuelle als Verdächtigte ................................ 103
2.1.4 Verdächtigte Fremde ............................................ 110
2.2 Folgen der Verdächtigungen ............................................ 115
Zusammenfassung ............................................................. 118
Erster Teil: Physische Gewalt - Zusammenfassung ........................... 120
Zweiter Teil:
Rechtsprechende Gewalt - Wiederherstellung der Ordnung durch Justiz und Experten .................................................. 123
3. Expertise und Kompetenz: Die Auswahl der Sachverständigen ........ 127
3.1 Machtkämpfe: Die Auswahl von Sachverständigen in Demokratien ........................................................... 128
3.1.1 Der abgewehrte psychologische Blick - 1924 ............... 129
3.1.2 Der zugelassene psychologische Blick - 1971 ............... 147
3.1.3 Steigendes Vertrauen in die Psychoanalyse - 1971 ......... 152
3.1.4 Der sexualwissenschaftliche Blick: Zwischen Abwehr und Diktat ........................................................ 164
3.2 Staatsmacht: Auswahl von Sachverständigen in Diktaturen ........ 179
Zusammenfassung ............................................................. 184
4. Expertise und Deutungshoheit: Die Gutachten ............................ 188
4.1 Friedrich Haarmann: "Pathologisch" und "zurechnungsfähig" ..... 190
4.2 Adolf Seefeld: "Moralisch minderwertiger, gefühlskalter, asozialer Psychopath" .................................................... 194
4.3 Erwin Hagedorn: "Willensschwacher Sadist", geprägt durch "Fehlerziehung" der Eltern ................................................ 199
4.4 Jürgen Bartsch: Krank durch frühkindliche Störungen und gesellschaftliche Strukturen ............................................. 207
Zusammenfassung und Kontextualisierung ................................ 221
5. Das Urteil: Die Konstruktion der überzeugendsten Geschichte ......... 226
5.1 Erwin Hagedorn: Erwachsen und schuldfähig ....................... 226
5.2 Jürgen Bartsch: Jugendlich und zurechnungsfähig ................... 235
5.3 Friedrich Haarmann: Pathologisch, aber doch schuldfähig ......... 252
5.4 Adolf Seefeld: "Gefährlicher Gewohnheitsverbrecher" ............. 262
Zusammenfassung und Ausblick .............................
Details
| Erscheinungsjahr: | 2006 |
|---|---|
| Fachbereich: | Allgemeines |
| Genre: | Geisteswissenschaften, Geschichte, Kunst, Musik |
| Rubrik: | Geisteswissenschaften |
| Thema: | Lexika |
| Medium: | Taschenbuch |
| Inhalt: | 512 S. |
| ISBN-13: | 9783593382029 |
| ISBN-10: | 3593382024 |
| Sprache: | Deutsch |
| Herstellernummer: | 38202 |
| Ausstattung / Beilage: | Großformatiges Paperback. Klappenbroschur |
| Einband: | Paperback |
| Autor: | Brückweh, Kerstin |
| Hersteller: | Campus Verlag |
| Verantwortliche Person für die EU: | Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG, Werderstr. 10, D-69469 Weinheim, info@campus.de |
| Abbildungen: | 13 sw Abb. |
| Maße: | 214 x 140 x 32 mm |
| Von/Mit: | Kerstin Brückweh |
| Erscheinungsdatum: | 06.11.2006 |
| Gewicht: | 0,647 kg |