Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Beschreibung
Auch in strukturaler Perspektive darf man die Poetik und Ästhetik nicht auf bloße Deskription des formalen Textaufbaus oder der formalen Regeln des Codes reduzieren und der Suggestivkraft von deren relativer Autarkie und Dauerhaftigkeit erliegen. Ein solcher Ansatz verlöre aus dem Auge, daß das Kunstwerk ein Werk des Menschen ist, ein Produkt seiner schöpferischen Tätigkeit, ein Träger seiner Mitteilung, und daß diese Mitteilung von jemandem empfangen, verstanden und interpretiert werden muß.

Für die Kunst ist vom Standpunkt der Semiotik aus charakteristisch, daß eine Spannung besteht zwischen der Bedeutung, die sich als spezifisch künstlerische erst im Ganzen der Struktur des Werkes konstruiert, und dem System ästhetischer Bedeutungsnormen, die im Bewußtsein der das Werk rezipierenden gesellschaftlichen Gruppe existieren. Der Text des Werkes, seine lautliche und graphische Schicht, ist die Voraussetzung für die Konkretisierung des Werkes auf dem Hintergrund eines bestimmten Systems von ästhetischen Normen und kulturellen Werten. Erst in diesem Prozeß der Konfrontation mit den bisherigen Erfahrungen einer Gesellschaft und eines Individuums entsteht das eigentliche ästhetische Objekt.
Auch in strukturaler Perspektive darf man die Poetik und Ästhetik nicht auf bloße Deskription des formalen Textaufbaus oder der formalen Regeln des Codes reduzieren und der Suggestivkraft von deren relativer Autarkie und Dauerhaftigkeit erliegen. Ein solcher Ansatz verlöre aus dem Auge, daß das Kunstwerk ein Werk des Menschen ist, ein Produkt seiner schöpferischen Tätigkeit, ein Träger seiner Mitteilung, und daß diese Mitteilung von jemandem empfangen, verstanden und interpretiert werden muß.

Für die Kunst ist vom Standpunkt der Semiotik aus charakteristisch, daß eine Spannung besteht zwischen der Bedeutung, die sich als spezifisch künstlerische erst im Ganzen der Struktur des Werkes konstruiert, und dem System ästhetischer Bedeutungsnormen, die im Bewußtsein der das Werk rezipierenden gesellschaftlichen Gruppe existieren. Der Text des Werkes, seine lautliche und graphische Schicht, ist die Voraussetzung für die Konkretisierung des Werkes auf dem Hintergrund eines bestimmten Systems von ästhetischen Normen und kulturellen Werten. Erst in diesem Prozeß der Konfrontation mit den bisherigen Erfahrungen einer Gesellschaft und eines Individuums entsteht das eigentliche ästhetische Objekt.
Inhaltsverzeichnis
Struktur als Prozeß - Anstelle eines Vorwortes
Die ästhetische Einstellung
Die Semiotik des literarischen Kunstwerkes
Artefakt und ästhetisches Objekt
Das Stilproblem unter dem Aspekt einer semiotischen Kunsttheorie
Literatur und Kunst als historischer Prozeß
Jan Mukai'ovsky, Roman Jakobson und der Prager linguistische Kreis
Jan Mukai'ovsky, Husserl und Carnap
Bachtins Ästhetik des Wortes und seine Dostoevskij Interpretation
Zur Kritik der Heideggerschen Kunstphilosophie
Nachweise
Details
Erscheinungsjahr: 1987
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik, Philosophie
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Reihe: suhrkamp taschenbuch wissenschaft
Inhalt: 254 S.
ISBN-13: 9783518282816
ISBN-10: 3518282816
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Chvatík, Kv¿toslav
Übersetzung: Annuß, Walter
Auflage: 2. Auflage
Hersteller: Suhrkamp
suhrkamp taschenbuch wissenschaft
Verantwortliche Person für die EU: Suhrkamp Verlag GmbH, Torstr. 44, D-10119 Berlin, info@suhrkamp.de
Maße: 177 x 108 x 18 mm
Von/Mit: Kv¿toslav Chvatík
Erscheinungsdatum: 31.07.1987
Gewicht: 0,23 kg
Artikel-ID: 105109385