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Beschreibung
Die Memoiren Jérôme Bonapartes erschließen die napoleonische Epoche aus der Perspektive eines zugleich privilegierten und gefährdeten Akteurs. Im Zentrum stehen Hof, Krieg und Verwaltung des Königreichs Westphalen, die familiäre Politik Napoleons sowie der Zerfall imperialer Gewissheiten nach 1812. Der Stil verbindet apologetische Selbstdeutung mit anekdotischer Anschaulichkeit und staatsmännischem Bericht; literarisch stehen die Erinnerungen zwischen höfischer Memoirentradition, politischer Rechtfertigungsschrift und frühmodern gefärbter Autobiographie. Jérôme Bonaparte, 1784 geboren und jüngster Bruder Napoleons, wurde vom Kaiser in dynastische Aufgaben gedrängt: seine amerikanische Ehe mit Elizabeth Patterson wurde politisch annulliert, seine Verbindung mit Katharina von Württemberg festigte die Rheinbundordnung. Als König von Westphalen erlebte er Verfassungsreformen, Finanznot, französische Bevormundung und militärische Überforderung. Gerade diese Mischung aus familiärer Nähe zum Machtzentrum und persönlicher Abhängigkeit erklärt den Rechtfertigungsimpuls seiner Erinnerungen. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die die napoleonische Welt nicht nur aus Paris oder vom Schlachtfeld, sondern aus ihrem dynastischen Maschinenraum verstehen möchten. Historiker, Literaturwissenschaftler und interessierte Laien finden darin ein aufschlussreiches Zeugnis über Herrschaft als Inszenierung, Modernisierung als Zwang und Erinnerung als Verteidigung. Wer kritisch liest, gewinnt mehr als biographische Details: einen Schlüssel zum politischen Selbstverständnis des Bonapartismus.
Die Memoiren Jérôme Bonapartes erschließen die napoleonische Epoche aus der Perspektive eines zugleich privilegierten und gefährdeten Akteurs. Im Zentrum stehen Hof, Krieg und Verwaltung des Königreichs Westphalen, die familiäre Politik Napoleons sowie der Zerfall imperialer Gewissheiten nach 1812. Der Stil verbindet apologetische Selbstdeutung mit anekdotischer Anschaulichkeit und staatsmännischem Bericht; literarisch stehen die Erinnerungen zwischen höfischer Memoirentradition, politischer Rechtfertigungsschrift und frühmodern gefärbter Autobiographie. Jérôme Bonaparte, 1784 geboren und jüngster Bruder Napoleons, wurde vom Kaiser in dynastische Aufgaben gedrängt: seine amerikanische Ehe mit Elizabeth Patterson wurde politisch annulliert, seine Verbindung mit Katharina von Württemberg festigte die Rheinbundordnung. Als König von Westphalen erlebte er Verfassungsreformen, Finanznot, französische Bevormundung und militärische Überforderung. Gerade diese Mischung aus familiärer Nähe zum Machtzentrum und persönlicher Abhängigkeit erklärt den Rechtfertigungsimpuls seiner Erinnerungen. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die die napoleonische Welt nicht nur aus Paris oder vom Schlachtfeld, sondern aus ihrem dynastischen Maschinenraum verstehen möchten. Historiker, Literaturwissenschaftler und interessierte Laien finden darin ein aufschlussreiches Zeugnis über Herrschaft als Inszenierung, Modernisierung als Zwang und Erinnerung als Verteidigung. Wer kritisch liest, gewinnt mehr als biographische Details: einen Schlüssel zum politischen Selbstverständnis des Bonapartismus.
Details
Erscheinungsjahr: 2024
Fachbereich: Populäre Darstellungen
Genre: Politikwissenschaft & Soziologie
Rubrik: Wissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 80 S.
ISBN-13: 9788028374457
ISBN-10: 802837445X
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Bonaparte, Jerome
Hersteller: Sharp Ink
Verantwortliche Person für die EU: Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 4 mm
Von/Mit: Jerome Bonaparte
Erscheinungsdatum: 15.05.2024
Gewicht: 0,131 kg
Artikel-ID: 129277544