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Beschreibung
Die Gestaltung polyzentrischer Welten und die Parallelführung mehrerer Handlungsstränge war zu allen Zeiten eine besondere Herausforderung narrativer Weltkonstruktion. In den großen Rittererzählungen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit wurde hierfür eine charakteristische Form gefunden, die von der neueren Forschung mit der textilen Metapher des 'entrelacement' belegt wurde. Erzählen im Modus des entrelacement zeichnet sich nicht zuletzt durch prägnante Autoreflexivität aus, die in ihren elaborierteren und oft metaleptischen Formen durchaus modern anmuten kann. Dieser Band gibt in seiner Einleitung zunächst einen Überblick über die Geschichte dieser Erzählweise, geht anschließend der Frage nach ihrer möglichen Vorgeschichte in der antiken Literatur nach und wirft dann Streiflichter auf die Verwendung des entrelacement in der mittelhochdeutschen, der altnordischen und der italienischen Ritterepik. Der abschließende Beitrag fragt nach epistemologischen Konnotationen der digressiven Erzählweise und erkennt in ihr eine spezifische Weise narrativer Kontingenz- oder Pluralitätsbewältigung.
Die Gestaltung polyzentrischer Welten und die Parallelführung mehrerer Handlungsstränge war zu allen Zeiten eine besondere Herausforderung narrativer Weltkonstruktion. In den großen Rittererzählungen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit wurde hierfür eine charakteristische Form gefunden, die von der neueren Forschung mit der textilen Metapher des 'entrelacement' belegt wurde. Erzählen im Modus des entrelacement zeichnet sich nicht zuletzt durch prägnante Autoreflexivität aus, die in ihren elaborierteren und oft metaleptischen Formen durchaus modern anmuten kann. Dieser Band gibt in seiner Einleitung zunächst einen Überblick über die Geschichte dieser Erzählweise, geht anschließend der Frage nach ihrer möglichen Vorgeschichte in der antiken Literatur nach und wirft dann Streiflichter auf die Verwendung des entrelacement in der mittelhochdeutschen, der altnordischen und der italienischen Ritterepik. Der abschließende Beitrag fragt nach epistemologischen Konnotationen der digressiven Erzählweise und erkennt in ihr eine spezifische Weise narrativer Kontingenz- oder Pluralitätsbewältigung.
Zusammenfassung
Bernd Häsner arbeitet in einem Forschungsprojekt zur italienischen Renaissanceepik an der Freien Universität Berlin. Publiziert hat er zu Fragen der Literaturtheorie sowie zur Literatur der Frühen Neuzeit, insbesondere zum Dialog der Epoche und zu anderen Genera des gelehrten Diskurses.
Details
Erscheinungsjahr: 2025
Genre: Allgemeine Lexika, Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Rubrik: Literaturwissenschaft
Medium: Taschenbuch
Reihe: Text und Kontext
Inhalt: 188 S.
ISBN-13: 9783515137850
ISBN-10: 3515137858
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: 400013785
Einband: Kartoniert / Broschiert
Redaktion: Häsner, Bernd
Zimmermann, Daniel
Herausgeber: Bernd Häsner/Daniel Zimmermann
Hersteller: Steiner Franz Verlag
Steiner, Franz, Verlag GmbH
Verantwortliche Person für die EU: Franz Steiner Verlag GmbH, Maybachstr. 8, D-70469 Stuttgart, service@steiner-verlag.de
Maße: 239 x 172 x 12 mm
Von/Mit: Bernd Häsner (u. a.)
Erscheinungsdatum: 04.06.2025
Gewicht: 0,336 kg
Artikel-ID: 132622451