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Beschreibung
Dieses Buch rekonstruiert das Leben und den Tod Mata Haris nicht als bloße Kriminalakte, sondern als literarisch verdichtetes Problem der Moderne: die Verwandlung einer Tänzerin, Kurtisane und Projektionsfigur in eine angebliche Spionin. Gómez Carrillo verbindet biographische Erzählung, feuilletonistische Eleganz und psychologische Deutung mit dem historischen Hintergrund des Ersten Weltkriegs. Sein Stil steht im Kontext des hispanoamerikanischen Modernismo: sinnlich, kosmopolitisch, zugleich aufmerksam für die Mechanismen von Presse, Gerücht und Justiz. Enrique Gómez Carrillo, 1873 in Guatemala geboren und 1927 in Paris gestorben, war Journalist, Diplomat, Reiseschriftsteller und einer der großen Chronisten der europäischen Jahrhundertwende. Seine Nähe zu den Salons, Theatern und politischen Spannungsfeldern von Paris prägte seinen Blick auf Mata Hari. Als Beobachter einer Welt zwischen Dekadenz, Krieg und medialer Sensation interessierten ihn weniger eindeutige Urteile als die Frage, wie eine Frau zur Chiffre kollektiver Ängste werden konnte. Empfohlen sei dieses Werk Lesern, die historische Biographie, literarische Reportage und Kulturgeschichte miteinander verbunden sehen möchten. Es bietet keine nüchterne Gerichtsrekonstruktion allein, sondern eine vielschichtige Annäherung an Mythos, Schuld und Inszenierung. Gerade darin liegt sein bleibender Wert: Mata Hari erscheint als Figur, an der sich Epoche, Begehren und politische Paranoia spiegeln.
Dieses Buch rekonstruiert das Leben und den Tod Mata Haris nicht als bloße Kriminalakte, sondern als literarisch verdichtetes Problem der Moderne: die Verwandlung einer Tänzerin, Kurtisane und Projektionsfigur in eine angebliche Spionin. Gómez Carrillo verbindet biographische Erzählung, feuilletonistische Eleganz und psychologische Deutung mit dem historischen Hintergrund des Ersten Weltkriegs. Sein Stil steht im Kontext des hispanoamerikanischen Modernismo: sinnlich, kosmopolitisch, zugleich aufmerksam für die Mechanismen von Presse, Gerücht und Justiz. Enrique Gómez Carrillo, 1873 in Guatemala geboren und 1927 in Paris gestorben, war Journalist, Diplomat, Reiseschriftsteller und einer der großen Chronisten der europäischen Jahrhundertwende. Seine Nähe zu den Salons, Theatern und politischen Spannungsfeldern von Paris prägte seinen Blick auf Mata Hari. Als Beobachter einer Welt zwischen Dekadenz, Krieg und medialer Sensation interessierten ihn weniger eindeutige Urteile als die Frage, wie eine Frau zur Chiffre kollektiver Ängste werden konnte. Empfohlen sei dieses Werk Lesern, die historische Biographie, literarische Reportage und Kulturgeschichte miteinander verbunden sehen möchten. Es bietet keine nüchterne Gerichtsrekonstruktion allein, sondern eine vielschichtige Annäherung an Mythos, Schuld und Inszenierung. Gerade darin liegt sein bleibender Wert: Mata Hari erscheint als Figur, an der sich Epoche, Begehren und politische Paranoia spiegeln.
Details
| Erscheinungsjahr: | 2019 |
|---|---|
| Genre: | Biographien |
| Rubrik: | Belletristik |
| Medium: | Taschenbuch |
| Inhalt: | 60 S. |
| ISBN-13: | 9788027251803 |
| ISBN-10: | 802725180X |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Kartoniert / Broschiert |
| Autor: | Carrillo, Enrique Gómez |
| Hersteller: | Musaicum Books |
| Verantwortliche Person für die EU: | OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com |
| Maße: | 220 x 160 x 3 mm |
| Von/Mit: | Enrique Gómez Carrillo |
| Erscheinungsdatum: | 07.05.2019 |
| Gewicht: | 0,104 kg |