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Beschreibung
Stefan Zweigs Marie Antoinette. Bildnis eines mittleren Charakters ist keine heroische Herrscherbiographie, sondern eine psychologisch geschärfte Studie über ein Leben, das erst durch die Katastrophe historische Größe gewinnt. Mit erzählerischer Eleganz, archivalischer Genauigkeit und dramatischer Komposition zeichnet Zweig den Weg der österreichischen Erzherzogin von der leichtsinnigen Dauphine zur tragischen Königin der Revolution. Im literarischen Kontext der modernen Biographik verbindet das Buch Geschichtsschreibung, Charakteranalyse und moralische Reflexion. Zweig, 1881 in Wien geboren, war geprägt von der habsburgischen Welt, ihrer Kultur des Zeremoniells und ihrem Untergang. Als kosmopolitischer Humanist und meisterhafter Porträtist interessierten ihn weniger politische Systeme als die seelischen Kräfte einzelner Menschen unter historischem Druck. Seine Nähe zur Psychoanalyse, seine Skepsis gegenüber Macht und Masse sowie das Krisenbewusstsein der Zwischenkriegszeit mögen ihn zu dieser Deutung einer Frau geführt haben, die von Rolle, Hof und Revolution überfordert wurde. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Geschichte nicht als Abfolge von Daten, sondern als Drama menschlicher Entscheidungen verstehen wollen. Zweigs Darstellung ist kenntnisreich, zugänglich und zugleich kritisch; sie macht Marie Antoinette weder zur Märtyrerin noch zur Schuldigen, sondern zu einer widersprüchlichen, eindrucksvoll erkennbaren Gestalt.
Stefan Zweigs Marie Antoinette. Bildnis eines mittleren Charakters ist keine heroische Herrscherbiographie, sondern eine psychologisch geschärfte Studie über ein Leben, das erst durch die Katastrophe historische Größe gewinnt. Mit erzählerischer Eleganz, archivalischer Genauigkeit und dramatischer Komposition zeichnet Zweig den Weg der österreichischen Erzherzogin von der leichtsinnigen Dauphine zur tragischen Königin der Revolution. Im literarischen Kontext der modernen Biographik verbindet das Buch Geschichtsschreibung, Charakteranalyse und moralische Reflexion. Zweig, 1881 in Wien geboren, war geprägt von der habsburgischen Welt, ihrer Kultur des Zeremoniells und ihrem Untergang. Als kosmopolitischer Humanist und meisterhafter Porträtist interessierten ihn weniger politische Systeme als die seelischen Kräfte einzelner Menschen unter historischem Druck. Seine Nähe zur Psychoanalyse, seine Skepsis gegenüber Macht und Masse sowie das Krisenbewusstsein der Zwischenkriegszeit mögen ihn zu dieser Deutung einer Frau geführt haben, die von Rolle, Hof und Revolution überfordert wurde. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Geschichte nicht als Abfolge von Daten, sondern als Drama menschlicher Entscheidungen verstehen wollen. Zweigs Darstellung ist kenntnisreich, zugänglich und zugleich kritisch; sie macht Marie Antoinette weder zur Märtyrerin noch zur Schuldigen, sondern zu einer widersprüchlichen, eindrucksvoll erkennbaren Gestalt.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Biographien
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 268 S.
ISBN-13: 9788027362684
ISBN-10: 8027362687
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Zweig, Stefan
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 14 mm
Von/Mit: Stefan Zweig
Erscheinungsdatum: 17.12.2022
Gewicht: 0,373 kg
Artikel-ID: 126416122