Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Beschreibung
Wie kein anderer Dichter sprach Goethe sein ganzes Leben lang auf immer neue und immer ursprüngliche Weise von der Liebe. Seine Liebesgedichte sind unvergleichlich.

Willkommen und Abschied
Mir schlug das Herz; geschwind zu Pferde,
Und fort, wild, wie ein Held zur Schlacht!
Der Abend wiegte schon die Erde,
Und an den Bergen hing die Nacht;
Schon stund im Nebelkleid die Eiche,
Ein aufgetürmte Riese, da,
Wo Finsternis aus dem Gesträuche
Mit hundert schwarzen Augen sah.
Der Mond von seinem Wolkenhügel,
Schien kläglich aus dem Duft hervor;
Die Winde schwangen leise Flügel,
Umsausten schauerlich mein Ohr;
Die Nacht schuf tausend Ungeheuer-
Doch tausendfacher war mein Mut;
Mein Geist war ein verzehrend Feuer,
Mein ganzes Herz zerfloß in Glut.
Ich sah dich, und die milde Freude
Floß aus dem süßen Blick auf mich.
Ganz war mein Herz an deiner Seite,
Und jeder Atemzug für dich.
Ein rosenfarbes Frühlings Wetter
Lag auf dem lieblichen Gesicht,
Und Zärtlichkeit für mich, ihr Götter!
Und hofft' es, ich verdient' es nicht.
Der Abschied, wie bedrängt, wie trübe!
Aus deinen Blicken sprach dein Herz.
In deinen Küssen, welche Liebe,
O welche Wonne, welcher Schmerz!
Du gingst, ich stund, und sah zur Erden,
Und sah dir nach mit nassem Blick;
Und doch, welch Glück! geliebt zu werden,
Und lieben, Götter, welch ein Glück.

Zu weiteren Gedichten in diesem Band »

Dieses Buch ist Teil der Reihe Die schönsten Liebesgedichte im insel taschenbuch.
Ohne Liebe geht es nicht. Nicht im Leben und nicht in der Literatur.

Wie kein anderer Dichter sprach Goethe sein ganzes Leben lang auf immer neue und immer ursprüngliche Weise von der Liebe. Seine Liebesgedichte sind unvergleichlich.

Willkommen und Abschied
Mir schlug das Herz; geschwind zu Pferde,
Und fort, wild, wie ein Held zur Schlacht!
Der Abend wiegte schon die Erde,
Und an den Bergen hing die Nacht;
Schon stund im Nebelkleid die Eiche,
Ein aufgetürmte Riese, da,
Wo Finsternis aus dem Gesträuche
Mit hundert schwarzen Augen sah.
Der Mond von seinem Wolkenhügel,
Schien kläglich aus dem Duft hervor;
Die Winde schwangen leise Flügel,
Umsausten schauerlich mein Ohr;
Die Nacht schuf tausend Ungeheuer-
Doch tausendfacher war mein Mut;
Mein Geist war ein verzehrend Feuer,
Mein ganzes Herz zerfloß in Glut.
Ich sah dich, und die milde Freude
Floß aus dem süßen Blick auf mich.
Ganz war mein Herz an deiner Seite,
Und jeder Atemzug für dich.
Ein rosenfarbes Frühlings Wetter
Lag auf dem lieblichen Gesicht,
Und Zärtlichkeit für mich, ihr Götter!
Und hofft' es, ich verdient' es nicht.
Der Abschied, wie bedrängt, wie trübe!
Aus deinen Blicken sprach dein Herz.
In deinen Küssen, welche Liebe,
O welche Wonne, welcher Schmerz!
Du gingst, ich stund, und sah zur Erden,
Und sah dir nach mit nassem Blick;
Und doch, welch Glück! geliebt zu werden,
Und lieben, Götter, welch ein Glück.

Zu weiteren Gedichten in diesem Band »

Dieses Buch ist Teil der Reihe Die schönsten Liebesgedichte im insel taschenbuch.
Ohne Liebe geht es nicht. Nicht im Leben und nicht in der Literatur.

Zusammenfassung
Goethe, Johann WolfgangJohann Wolfgang Goethe, am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren, absolvierte ein Jurastudium und trat dann in den Regierungsdienst am Hof von Weimar ein. 1773 veröffentlichte er Götz von Berlichingen (anonym) und 1774 Die Leiden des jungen Werthers. Es folgte eine Vielzahl weiterer Veröffentlichungen, zu den berühmtesten zählen Italienische Reise (1816/1817), Wilhelm Meisters Lehrjahre (1798) und Faust (1808). Johann Wolfgang Goethe starb am 22. März 1832 in Weimar.
Eibl, KarlKarl Eibl, geboren 1940, war Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Im Insel Verlag erschien die monographische Studie Die Entstehung der Poesie ([...] verstarb am 18.2.2014.
Eibl, KarlKarl Eibl, geboren 1940, war Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Im Insel Verlag erschien die monographische Studie Die Entstehung der Poesie ([...] verstarb am 18.2.2014.
Inhaltsverzeichnis
Mit einem gemalten Band
Willkommen und Abschied
Maifest
Neue Liebe neues Leben
Im Herbst 1775
Jägers Abendlied
Rastlose Liebe
Warum gabst du uns die tiefen Blicke
Liebebedürfnis
Der Fischer
Nachtgedanken
Aus: Claudine von Villa Bella:
    • Cupido, loser eigensinniger Knabe!

    Aus: Erotica Romana. Römische Elegien:

      • I. Saget, Steine mir an
      • II. Mehr als ich ahndete schön
      • III. Gräme Geliebte dich nicht
      • IV. Fraget nun wen ihr auch wollt
      • V. Fromm sind wir Liebende
      • VI. Froh empfind' ich mich nun

      Der Besuch
      Morgenklagen
      Nähe des Geliebten
      Der Gott und die Bajadere. Indische Legende
      Amyntas. Elegie
      Schäfers Klagelied
      Trost in Tränen
      Mächtiges Überraschen
      Freundliches Begegnen
      Die Liebende schreibt
      Die Liebende abermals
      Sie kann nicht enden
      Mädchen
      Das Tagebuch
      Gegenwart
      Aus: West-östlicher Divan, Buch Suleika:

        • Daß Suleika von Jussuf entzückt war
        • Da du nun Suleika heißest
        • Hatem: Nicht Gelegenheit macht Diebe
        • Suleika: Hochbeglückt in deiner Liebe
        • Suleika: Als ich auf dem Euphrat schiffte
        • Hatem: Dies zu deuten bin erbötig!
        • Kenne wohl der Männer Blicke
        • Gingo Biloba
        • Suleika: Sag du hast wohl viel gedichtet
        • Suleika: Die Sonne kommt
        • Suleika: Volk und Knecht und Überwinder
        • Hatem: Locken! haltet mich gefangen
        • Wenn ich dein gedenke
        • Suleika: Was bedeutet die Bewegung?
        • Hochbild
        • Suleika: Ach! um deine feuchten Schwingen
        • Wiederfinden
        • Vollmondnacht
        • In tausend Formen magst du dich verstecken

        An Werther
        Elegie
        Aussöhnung
        Um Mitternacht
        Der Bräutigam
        Nachwort
        Verzeichnis der Gedichtüberschriften und -anfange

Details
Erscheinungsjahr: 2002
Genre: Lyrik & Dramatik
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 108 S.
ISBN-13: 9783458345251
ISBN-10: 3458345256
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: IT 2825
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Goethe, Johann Wolfgang von
Redaktion: Eibl, Karl
Herausgeber: Karl Eibl
Auflage: 8. Aufl.
Hersteller: Insel Verlag
Verantwortliche Person für die EU: Insel Verlag Anton Kippenberg GmbH & Co. KG, Torstr. 44, D-10119 Berlin, info@insel-verlag.de
Maße: 177 x 108 x 8 mm
Von/Mit: Johann Wolfgang von Goethe
Erscheinungsdatum: 23.01.2002
Gewicht: 0,086 kg
Artikel-ID: 104790422