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Beschreibung
"Lélia", 1833 erschienen und später überarbeitet, ist weniger ein konventioneller Liebesroman als ein philosophisch-romantisches Bekenntnisdrama. Im Zentrum steht die rätselhafte Lélia, deren geistige Überlegenheit und erotische Enttäuschung den jungen Dichter Sténio, den geläuterten Trenmor und die sinnliche Pulchérie in ein Netz aus Begehren, Skepsis und religiöser Sehnsucht ziehen. Sands pathetischer, bildreicher Stil verbindet lyrische Monologe, metaphysische Debatte und gesellschaftskritische Beobachtung; im Kontext der französischen Romantik erscheint das Werk als radikale Untersuchung weiblicher Subjektivität nach Byron, Chateaubriand und de Staël. George Sand, geboren Amantine Aurore Dupin, schrieb aus einer biographischen Erfahrung von Ehekonflikt, Trennung, Pariser Selbstbehauptung und intellektueller Grenzüberschreitung. Ihr männliches Pseudonym, ihre Kritik an bürgerlicher Moral und ihre Auseinandersetzung mit Glauben, Leidenschaft und künstlerischer Berufung prägen "Lélia" unverkennbar. Der Roman verwandelt persönliche Desillusionierung in eine umfassende Diagnose der modernen Seele. Zu empfehlen ist "Lélia" allen Leserinnen und Lesern, die Literatur als Denkraum verstehen. Wer psychologische Intensität, feministische Frühgeschichte und romantische Sprachmacht schätzt, findet hier ein unbequemes, glänzendes Schlüsselwerk.
"Lélia", 1833 erschienen und später überarbeitet, ist weniger ein konventioneller Liebesroman als ein philosophisch-romantisches Bekenntnisdrama. Im Zentrum steht die rätselhafte Lélia, deren geistige Überlegenheit und erotische Enttäuschung den jungen Dichter Sténio, den geläuterten Trenmor und die sinnliche Pulchérie in ein Netz aus Begehren, Skepsis und religiöser Sehnsucht ziehen. Sands pathetischer, bildreicher Stil verbindet lyrische Monologe, metaphysische Debatte und gesellschaftskritische Beobachtung; im Kontext der französischen Romantik erscheint das Werk als radikale Untersuchung weiblicher Subjektivität nach Byron, Chateaubriand und de Staël. George Sand, geboren Amantine Aurore Dupin, schrieb aus einer biographischen Erfahrung von Ehekonflikt, Trennung, Pariser Selbstbehauptung und intellektueller Grenzüberschreitung. Ihr männliches Pseudonym, ihre Kritik an bürgerlicher Moral und ihre Auseinandersetzung mit Glauben, Leidenschaft und künstlerischer Berufung prägen "Lélia" unverkennbar. Der Roman verwandelt persönliche Desillusionierung in eine umfassende Diagnose der modernen Seele. Zu empfehlen ist "Lélia" allen Leserinnen und Lesern, die Literatur als Denkraum verstehen. Wer psychologische Intensität, feministische Frühgeschichte und romantische Sprachmacht schätzt, findet hier ein unbequemes, glänzendes Schlüsselwerk.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Biographien
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 120 S.
ISBN-13: 9788027352975
ISBN-10: 8027352975
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Sand, George
Übersetzung: Braun, Adolph
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 7 x 152 x 229 mm
Von/Mit: George Sand
Erscheinungsdatum: 16.12.2022
Gewicht: 0,187 kg
Artikel-ID: 126417061