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Beschreibung
Das Fürstentum Liechtenstein in den Fünfzigerjahren: die Mentalität bäuerlich, die Verhältnisse bescheiden, die Weltsicht katholisch. Und doch zieht ein Duft durch die Dörfer, ein Duft von Welt und fremdem Geld, und die eine und der andere stürzen sich kopfüber in das Abenteuer, ohne Vorbereitung und über Nacht reich zu werden, sehr reich.
Das Lesestück «Krötenarie», 2015 uraufgeführt, erzählt in szenischer Form die Adoleszenz des Finanzplatzes Liechtenstein, das Vierteljahrhundert zwischen 1950 und 1975, in dem das Geldwesen sich im Fahrwasser des europäischen Nachkriegsbooms zur Wirkmacht im Kleinststaat entwickelt und einen Entwicklungsschub auslöst, der mehr als ein halbes Jahrhundert anhalten und Liechtenstein von Grund auf verändern wird.
Die Eckdaten sind mit Bedacht gewählt: 1950 ist der Staat Liechtenstein nicht mehr den Verwerfungen des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs zugekehrt, sondern sucht im Rahmen einer zweiten Industrialisierung den Strukturwandel von der Agrargesellschaft zum Werkplatz - ohne zu ahnen, dass ungeplant und parallel dazu ein finanzieller Dienstleistungssektor beinahe aus dem Nichts ins Kraut schiessen wird.
Die «Unschuld» dieser Anfänge wiederum ist spätestens 1975 zu Ende: Die Gewieften haben inzwischen begriffen, was im radikal-liberalen Rahmen des Personen- und Gesellschaftsrechts in Liechtenstein alles legal gedreht werden kann, und praktizieren das mit Hingabe, bis dem Fürstentum 1977 mit dem Chiasso-Skandal das wohlfeile Laissez-faire um die Ohren fliegt und mit den danach erzwungenen Reformen die wilde Pionierphase des Liechtensteiner Finanzplatzes beendet ist.
Das Fürstentum Liechtenstein in den Fünfzigerjahren: die Mentalität bäuerlich, die Verhältnisse bescheiden, die Weltsicht katholisch. Und doch zieht ein Duft durch die Dörfer, ein Duft von Welt und fremdem Geld, und die eine und der andere stürzen sich kopfüber in das Abenteuer, ohne Vorbereitung und über Nacht reich zu werden, sehr reich.
Das Lesestück «Krötenarie», 2015 uraufgeführt, erzählt in szenischer Form die Adoleszenz des Finanzplatzes Liechtenstein, das Vierteljahrhundert zwischen 1950 und 1975, in dem das Geldwesen sich im Fahrwasser des europäischen Nachkriegsbooms zur Wirkmacht im Kleinststaat entwickelt und einen Entwicklungsschub auslöst, der mehr als ein halbes Jahrhundert anhalten und Liechtenstein von Grund auf verändern wird.
Die Eckdaten sind mit Bedacht gewählt: 1950 ist der Staat Liechtenstein nicht mehr den Verwerfungen des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs zugekehrt, sondern sucht im Rahmen einer zweiten Industrialisierung den Strukturwandel von der Agrargesellschaft zum Werkplatz - ohne zu ahnen, dass ungeplant und parallel dazu ein finanzieller Dienstleistungssektor beinahe aus dem Nichts ins Kraut schiessen wird.
Die «Unschuld» dieser Anfänge wiederum ist spätestens 1975 zu Ende: Die Gewieften haben inzwischen begriffen, was im radikal-liberalen Rahmen des Personen- und Gesellschaftsrechts in Liechtenstein alles legal gedreht werden kann, und praktizieren das mit Hingabe, bis dem Fürstentum 1977 mit dem Chiasso-Skandal das wohlfeile Laissez-faire um die Ohren fliegt und mit den danach erzwungenen Reformen die wilde Pionierphase des Liechtensteiner Finanzplatzes beendet ist.
Details
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Belletristik, Lyrik & Dramatik
Rubrik: Belletristik
Medium: Buch
Inhalt: 505 S.
ISBN-13: 9783034014779
ISBN-10: 3034014775
Sprache: Deutsch
Einband: Leinen
Autor: Sprenger, Stefan
Auflage: 1/2018
Hersteller: Chronos Verlag
Verantwortliche Person für die EU: preigu GmbH & Co. KG, Lengericher Landstr. 19, D-49078 Osnabrück, mail@preigu.de
Maße: 178 x 126 x 34 mm
Von/Mit: Stefan Sprenger
Erscheinungsdatum: 31.10.2018
Gewicht: 0,535 kg
Artikel-ID: 113700221