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Beschreibung
Über die Wechselwirkung von medizinischen Aufzeichnungsverfahren und literarischen Formen.Ärzte verbringen ihre Tage oft schreibend: Sie protokollieren, notieren und tragen in Formulare ein, was in Akten verfügbar sein soll. Krankheit ist so wesentlich im Raum der Schrift situiert. Von dieser Beobachtung ausgehend, fragen die Autorinnen und Autoren danach, inwiefern verschiedene Schreibverfahren das Aufgezeichnete [...] Verfahren setzen sich aus Regeln, Apparaturen und Praktiken zusammen, die einerseits in der Klinik des 19. Jahrhunderts aufkommen und dort in Zusammenhang mit administrativen Anforderungen und mechanischen Aufzeichnungsformen stehen; andererseits sind damit gattungsgeleitete Schreibanweisungen gemeint, die innerhalb medizinisch-epistemischer Genres nicht nur in der Klinik eine weitreichende Tradition [...] stellt sich der Zusammenhang zwischen diesen Schreibverfahren und der Konjunktur bestimmter Pathologien dar? In welchem Verhältnis stehen Literatur und Medizin dabei? Gibt es eine nachhaltige Präsenz von literarischen Formen in der Medizin bis in die Moderne? Wie nimmt die Literatur Elemente medizinischer und wissenschaftlicher Genres auf und wie transformiert sie sie zu eigenen Schreibweisen?
Über die Wechselwirkung von medizinischen Aufzeichnungsverfahren und literarischen Formen.Ärzte verbringen ihre Tage oft schreibend: Sie protokollieren, notieren und tragen in Formulare ein, was in Akten verfügbar sein soll. Krankheit ist so wesentlich im Raum der Schrift situiert. Von dieser Beobachtung ausgehend, fragen die Autorinnen und Autoren danach, inwiefern verschiedene Schreibverfahren das Aufgezeichnete [...] Verfahren setzen sich aus Regeln, Apparaturen und Praktiken zusammen, die einerseits in der Klinik des 19. Jahrhunderts aufkommen und dort in Zusammenhang mit administrativen Anforderungen und mechanischen Aufzeichnungsformen stehen; andererseits sind damit gattungsgeleitete Schreibanweisungen gemeint, die innerhalb medizinisch-epistemischer Genres nicht nur in der Klinik eine weitreichende Tradition [...] stellt sich der Zusammenhang zwischen diesen Schreibverfahren und der Konjunktur bestimmter Pathologien dar? In welchem Verhältnis stehen Literatur und Medizin dabei? Gibt es eine nachhaltige Präsenz von literarischen Formen in der Medizin bis in die Moderne? Wie nimmt die Literatur Elemente medizinischer und wissenschaftlicher Genres auf und wie transformiert sie sie zu eigenen Schreibweisen?
Zusammenfassung
Yvonne Wübben, geb. 1969,ist Ärztin und Literaturwissenschaftlerin. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Medizin in Freiburg, Berlin und Austin (Texas). Seit 2010 ist sie Juniorprofessorin für Literatur und anthropologisches Wissen an der Ruhr-Universität Bochum und wurde 2011 an der FU Berlin habilitiert.Veröffentlichungen u. a.:Verrückte Sprache. Psychiater und Dichter in der Anstalt des 19. Jahrhunderts (2012)
Carsten Zelle ist Professor für Neugermanistik an der Ruhr-Universität Bochum. Er ist Herausgeber der im Wallstein Verlag erscheinenden Zeitschrift »Das Achtzehnte Jahrhundert«. Weitere Veröffentlichungen: »'Angenehmes Grauen'. Literaturhistorische Beiträge zur Ästhetik des Schrecklichen des achtzehnten Jahrhundert« (1987); »Die doppelte Ästhetik der Moderne: Revision des Schönen von Boileau bis Nietzsche« (1995)
Details
Erscheinungsjahr: 2013
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Rubrik: Sprachwissenschaft
Medium: Buch
Inhalt: 487 S.
ISBN-13: 9783835312890
ISBN-10: 3835312898
Sprache: Deutsch
Einband: Gebunden
Autor: Wübben, Yvonne
Zelle, Carsten
Redaktion: Wübben, Yvonne
Zelle, Carsten
Herausgeber: Yvonne Wübben/Carsten Zelle
Hersteller: Wallstein
Verantwortliche Person für die EU: Wallstein Verlag GmbH, Geiststr. 11, D-37073 Göttingen, info@wallstein-verlag.de
Abbildungen: 17 Abb.
Maße: 222 x 140 x 38 mm
Von/Mit: Yvonne Wübben (u. a.)
Erscheinungsdatum: 10.10.2013
Gewicht: 0,796 kg
Artikel-ID: 105937513