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Beschreibung
Das Thema der kollektiven Autor:innenschaft, bereits in den 1990er Jahren mit Blick auf die damals neuen technologischen Möglichkeiten breiter diskutiert, scheint aktuell erneut auf ein wachsendes Interesse zu stoßen, etwa unter dem Stichwort der ¿Kollaboration¿. Der vorliegende Band fragt nach der Schwellenfunktion der digitalen Wende, die sich in eine Folge von weiteren medialen, epistemischen, ästhetischen und sozialen Schwellen und historisierbaren Konstellationen einreiht, die Konzepte von kollektiver Autorschaft/Autor:innenschaft hervorgebracht und grundsätzlich verändert haben. Die partizipatorische Kultur sowie Verfahren der 'produsage', die sich in den medialen Konvergenzbewegungen der jüngeren Vergangenheit feststellen lassen, haben Zurechnungsstrategien von Autorschaft, an denen lange festgehalten wurde, außer Kurs gebracht. Dazu sind auch die in der Tradition der Avantgarden stehenden Projekte der generativen Codeliteratur zu zählen, die sich von den auf und mittels Plattformen produzierten und distribuierten Texten durch das vorausgesetzte Code-Wissen und den gezielten Gebrauch digitaler Technik unterscheiden lassen. Wurde die automatische Generierung von Text in der Vergangenheit oft als Auslagerung von Autor:innenschaft auf die Maschine konzipiert, rückt hier die Frage nach der 'Arbeitsteilung zwischen Mensch und Maschine' in den Vordergrund.
Das Thema der kollektiven Autor:innenschaft, bereits in den 1990er Jahren mit Blick auf die damals neuen technologischen Möglichkeiten breiter diskutiert, scheint aktuell erneut auf ein wachsendes Interesse zu stoßen, etwa unter dem Stichwort der ¿Kollaboration¿. Der vorliegende Band fragt nach der Schwellenfunktion der digitalen Wende, die sich in eine Folge von weiteren medialen, epistemischen, ästhetischen und sozialen Schwellen und historisierbaren Konstellationen einreiht, die Konzepte von kollektiver Autorschaft/Autor:innenschaft hervorgebracht und grundsätzlich verändert haben. Die partizipatorische Kultur sowie Verfahren der 'produsage', die sich in den medialen Konvergenzbewegungen der jüngeren Vergangenheit feststellen lassen, haben Zurechnungsstrategien von Autorschaft, an denen lange festgehalten wurde, außer Kurs gebracht. Dazu sind auch die in der Tradition der Avantgarden stehenden Projekte der generativen Codeliteratur zu zählen, die sich von den auf und mittels Plattformen produzierten und distribuierten Texten durch das vorausgesetzte Code-Wissen und den gezielten Gebrauch digitaler Technik unterscheiden lassen. Wurde die automatische Generierung von Text in der Vergangenheit oft als Auslagerung von Autor:innenschaft auf die Maschine konzipiert, rückt hier die Frage nach der 'Arbeitsteilung zwischen Mensch und Maschine' in den Vordergrund.
Über den Autor

Michael Gamper ist Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft am Peter-Szondi-Institut der FU Berlin.

Anna Luhn ist Researcher am Exzellenzcluster Temporal Communities der FU Berlin.

Nina Tolksdorf ist Associated Researcher am Exzellenzcluster Temporal Communities der FU Berlin.

Paul Wolff ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Exzellenzcluster Temporal Communities und Doktorand der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien der FU Berlin.

Zusammenfassung

Beiträge an der Grenze von Literaturwissenschaft und Textkunst

Kollektive Autor:innenschaft in Vergangenheit und Gegenwart

Mit Beiträgen zum Thema Autorschaft von Maschinen

Inhaltsverzeichnis

Michael Gamper, Anna Luhn, Nina Tolksdorf, Paul Wolff: Kollektive Autor:innenschaft. Digital/analog - Einleitung.- Paul Wolff: Alone Together? Social-Media-Autor:innenschaft zwischen Einsamkeit und Gemeinschaft.- Andreas Bülhoff: A Language of the Envelope. Autor:innenschaft als User:innenschaft.- Cornelia Ortlieb: Gemeinschaftliches Liebesschreiben. Der Roman als soziales Medium in der Literatur der Gegenwart.- Susanne Strätling: Der graphische Pakt. Autorschaftskonflikte in Schreibgemeinschaften.- Berit Glanz: Pop Kollektiv. GPT-POP.- Nora Zapf: Serverkörper.- Jasmin Pfeiffer: Kreativität im Koop-Modus. Kollektive Autorschaft im Videospiel.- Eckard Schumacher: Re-mix / Re-tweet. Lesen und Schreiben nach der Digitalisierung.- Julia Nantke: Konfigurationen gemeinsamer Autor:innenschaft zwischen Konzept und Realisierung.- Tr4ducc1ón 3xp4nd1d4: Katherine Mansfield's Memethic & Sensitive Translation.- Agent:innen und Akteur:innen digitaler Ko-Autor:innenschaft.- Julia Nakotte: I Am an Assistant ?/!.- Claas Morgenroth / Tobias Lachmann: Wer schreibt, wer denkt? Schreibmodelle analog/digital.- Christiane Heibach: Der Flirt mit der eigenen Abschaffung. Die (Wieder)Geburt des Autors aus dem Geiste der Algorithmen.- Roberto Simanowski: Texte aus dem Computer. Überlegungen zur Autorlosigkeit der Zukunft.- Nina Tolksdorf: Cyborgs schreiben. Zu einer Poetologie menschlicher und nicht-menschlicher Kollektive.

Details
Erscheinungsjahr: 2024
Genre: Allgemeine Lexika, Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Rubrik: Literaturwissenschaft
Medium: Taschenbuch
Reihe: Kontemporär. Schriften zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur
Inhalt: vi
267 S.
19 s/w Illustr.
22 farbige Illustr.
267 S. 41 Abb.
22 Abb. in Farbe.
ISBN-13: 9783662677032
ISBN-10: 3662677032
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: 89255607
Einband: Kartoniert / Broschiert
Redaktion: Gamper, Michael
Luhn, Anna
Tolksdorf, Nina
Wolff, Paul
Herausgeber: Michael Gamper/Anna Luhn/Nina Tolksdorf u a
Auflage: 1. Auflage 2023
Hersteller: Springer
J.B. Metzler
Springer-Verlag GmbH
Kontemporär. Schriften zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur
Verantwortliche Person für die EU: Springer Verlag GmbH, Tiergartenstr. 17, D-69121 Heidelberg, juergen.hartmann@springer.com
Maße: 235 x 155 x 16 mm
Von/Mit: Michael Gamper (u. a.)
Erscheinungsdatum: 13.03.2024
Gewicht: 0,423 kg
Artikel-ID: 126986413

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