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Beschreibung
Karl Philipp Moritz' Fragmente aus dem Tagebuche eines Geistersehers entfalten in der Form fingierter Aufzeichnungen eine präzise Studie über Wahrnehmung, Einbildungskraft und die gefährliche Verlockung des Übersinnlichen. Der Text steht an der Schwelle zwischen Spätaufklärung und Frühromantik: Er nutzt das Motiv des Geistersehers nicht bloß zur Schauerwirkung, sondern als Versuchsanordnung, in der psychische Disposition, religiöse Erwartung und gesellschaftliche Suggestion sichtbar werden. Sein Stil ist knapp, reflektiert und analytisch, zugleich von jener inneren Spannung getragen, die Moritz' psychologische Prosa auszeichnet. Moritz, 1756 geboren und durch den autobiographischen Roman Anton Reiser berühmt geworden, war einer der scharfsinnigsten Beobachter seelischer Prozesse im 18. Jahrhundert. Als Herausgeber des Magazins zur Erfahrungsseelenkunde sammelte er Fallgeschichten, Träume, Ängste und abweichende Bewusstseinszustände. Diese Nähe zur empirischen Psychologie erklärt das Interesse an einem Geisterseher: Nicht das Wunder selbst, sondern dessen Entstehung im Menschen rückt ins Zentrum. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Aufklärungsliteratur jenseits bloßer Vernunftprogrammatik entdecken möchten. Es zeigt, wie modern Moritz über Selbsttäuschung, Imagination und psychische Wirklichkeit nachdachte, und macht die dunklen Ränder der Vernunft auf faszinierende Weise lesbar.
Karl Philipp Moritz' Fragmente aus dem Tagebuche eines Geistersehers entfalten in der Form fingierter Aufzeichnungen eine präzise Studie über Wahrnehmung, Einbildungskraft und die gefährliche Verlockung des Übersinnlichen. Der Text steht an der Schwelle zwischen Spätaufklärung und Frühromantik: Er nutzt das Motiv des Geistersehers nicht bloß zur Schauerwirkung, sondern als Versuchsanordnung, in der psychische Disposition, religiöse Erwartung und gesellschaftliche Suggestion sichtbar werden. Sein Stil ist knapp, reflektiert und analytisch, zugleich von jener inneren Spannung getragen, die Moritz' psychologische Prosa auszeichnet. Moritz, 1756 geboren und durch den autobiographischen Roman Anton Reiser berühmt geworden, war einer der scharfsinnigsten Beobachter seelischer Prozesse im 18. Jahrhundert. Als Herausgeber des Magazins zur Erfahrungsseelenkunde sammelte er Fallgeschichten, Träume, Ängste und abweichende Bewusstseinszustände. Diese Nähe zur empirischen Psychologie erklärt das Interesse an einem Geisterseher: Nicht das Wunder selbst, sondern dessen Entstehung im Menschen rückt ins Zentrum. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Aufklärungsliteratur jenseits bloßer Vernunftprogrammatik entdecken möchten. Es zeigt, wie modern Moritz über Selbsttäuschung, Imagination und psychische Wirklichkeit nachdachte, und macht die dunklen Ränder der Vernunft auf faszinierende Weise lesbar.
Details
Genre: Biographien
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
ISBN-13: 9788027251353
ISBN-10: 8027251354
Sprache: Deutsch
Autor: Moritz, Karl Philipp
Hersteller: Musaicum Books
Verantwortliche Person für die EU: OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com
Maße: 220 x 160 x 2 mm
Von/Mit: Karl Philipp Moritz
Erscheinungsdatum: 07.05.2019
Gewicht: 0,076 kg
Artikel-ID: 121348587