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Beschreibung
Joseph Roth: Gesammelte Reportagen versammelt jene journalistischen Miniaturen, Reisebilder und Stadtporträts, in denen Roth die Zwischenkriegszeit als Epoche der Übergänge sichtbar macht. Zwischen Bahnhofshallen, Hotels, Grenzposten und armen Vierteln beobachtet er Menschen, Institutionen und politische Stimmungen mit einer Prosa, die feuilletonistische Eleganz mit soziologischer Schärfe verbindet. Im Kontext der Weimarer Publizistik und der Neuen Sachlichkeit steht Roths Blick doch eigenständig: melancholisch, moralisch wach und skeptisch gegenüber jeder Ideologie. Joseph Roth, 1894 im galizischen Brody geboren und jüdisch-habsburgisch geprägt, war Soldat im Ersten Weltkrieg und einer der bedeutendsten deutschsprachigen Journalisten seiner Generation. Seine Arbeit für Wiener und Berliner Zeitungen sowie sein späteres Exil in Paris schärften sein Bewusstsein für Heimatverlust, soziale Verwerfungen und den Zerfall politischer Ordnungen. Diese Erfahrungen erklären die besondere Intensität, mit der er Randfiguren, Migranten und bedrohte Lebensformen beschreibt. Diese Sammlung empfiehlt sich Lesern, die Reportage nicht als bloßes Zeitdokument, sondern als literarische Erkenntnisform verstehen möchten. Roths Texte zeigen, wie präzise Beobachtung historische Diagnose werden kann. Wer die kulturelle Atmosphäre Europas zwischen den Kriegen, die Brüchigkeit moderner Gesellschaften und die Würde unscheinbarer Existenzen erfassen will, findet hier eine glänzend komponierte, intellektuell anregende und bis heute erstaunlich gegenwärtige Lektüre.
Joseph Roth: Gesammelte Reportagen versammelt jene journalistischen Miniaturen, Reisebilder und Stadtporträts, in denen Roth die Zwischenkriegszeit als Epoche der Übergänge sichtbar macht. Zwischen Bahnhofshallen, Hotels, Grenzposten und armen Vierteln beobachtet er Menschen, Institutionen und politische Stimmungen mit einer Prosa, die feuilletonistische Eleganz mit soziologischer Schärfe verbindet. Im Kontext der Weimarer Publizistik und der Neuen Sachlichkeit steht Roths Blick doch eigenständig: melancholisch, moralisch wach und skeptisch gegenüber jeder Ideologie. Joseph Roth, 1894 im galizischen Brody geboren und jüdisch-habsburgisch geprägt, war Soldat im Ersten Weltkrieg und einer der bedeutendsten deutschsprachigen Journalisten seiner Generation. Seine Arbeit für Wiener und Berliner Zeitungen sowie sein späteres Exil in Paris schärften sein Bewusstsein für Heimatverlust, soziale Verwerfungen und den Zerfall politischer Ordnungen. Diese Erfahrungen erklären die besondere Intensität, mit der er Randfiguren, Migranten und bedrohte Lebensformen beschreibt. Diese Sammlung empfiehlt sich Lesern, die Reportage nicht als bloßes Zeitdokument, sondern als literarische Erkenntnisform verstehen möchten. Roths Texte zeigen, wie präzise Beobachtung historische Diagnose werden kann. Wer die kulturelle Atmosphäre Europas zwischen den Kriegen, die Brüchigkeit moderner Gesellschaften und die Würde unscheinbarer Existenzen erfassen will, findet hier eine glänzend komponierte, intellektuell anregende und bis heute erstaunlich gegenwärtige Lektüre.
Details
Erscheinungsjahr: 2023
Fachbereich: Journalistik/Presse/Film/Funk/TV
Genre: Medienwissenschaften
Rubrik: Wissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 364 S.
ISBN-13: 9788028350314
ISBN-10: 8028350313
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Roth, Joseph
Hersteller: Sharp Ink
Verantwortliche Person für die EU: Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 19 mm
Von/Mit: Joseph Roth
Erscheinungsdatum: 03.12.2023
Gewicht: 0,507 kg
Artikel-ID: 128620711