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Beschreibung
»Vater!« rief Gesine Larsen laut über den Hof. Sie bekam keine Antwort.
Einen Augenblick blieb sie noch in der Tür stehen, die vom Hause nach dem Hof führte, und sah sich nach allen Seiten um, da aber nirgends etwas zu hören oder zu sehen war, ging sie nach dem Kuhstall hinüber.
Es war Melkzeit. Line, das Jungmädchen, lachte natürlich gerade und versetzte der ¿Schwarzlotte¿ einen Schlag, weil sie nicht stillstehen wollte. Die beiden wurden immer nicht so recht miteinander fertig. Sie waren wohl beide noch nicht gesetzt und bedächtig genug.»Hest Vater nich' 'sehn?« rief Gesine ihr zu.»Nee!«
Sie ging nun weiter, den Mittelgang entlang bis zum Jungvieh, wo sie jemand herumhantieren hörte. Es war der Kuhknecht, der beim Füttern war. Nun wiederholte sie ihre Frage und bekam die gleiche Antwort. Jens Larsen war nicht da und war auch nicht dagewesen. Sie hatte es nicht sehr eilig und blieb noch bei den Kälbern stehen.
»De von de Bleß hett sick ober rutmakt,« meinte sie.
»Jawoll, dat's nu unser Best,« sagte der Knecht.
»Na, komm!« Sie wollte dem kleinen, rotbraunen Kalbe den Kopf krauen, aber es nahm die Liebkosung ungnädig auf, stemmte sich mit seinen steifen, dünnen, ungeschickten Beinen fest gegen den Boden und schob den ganzen Oberkörper so weit zurück, wie es ihm möglich war.
»Vater!« rief Gesine Larsen laut über den Hof. Sie bekam keine Antwort.
Einen Augenblick blieb sie noch in der Tür stehen, die vom Hause nach dem Hof führte, und sah sich nach allen Seiten um, da aber nirgends etwas zu hören oder zu sehen war, ging sie nach dem Kuhstall hinüber.
Es war Melkzeit. Line, das Jungmädchen, lachte natürlich gerade und versetzte der ¿Schwarzlotte¿ einen Schlag, weil sie nicht stillstehen wollte. Die beiden wurden immer nicht so recht miteinander fertig. Sie waren wohl beide noch nicht gesetzt und bedächtig genug.»Hest Vater nich' 'sehn?« rief Gesine ihr zu.»Nee!«
Sie ging nun weiter, den Mittelgang entlang bis zum Jungvieh, wo sie jemand herumhantieren hörte. Es war der Kuhknecht, der beim Füttern war. Nun wiederholte sie ihre Frage und bekam die gleiche Antwort. Jens Larsen war nicht da und war auch nicht dagewesen. Sie hatte es nicht sehr eilig und blieb noch bei den Kälbern stehen.
»De von de Bleß hett sick ober rutmakt,« meinte sie.
»Jawoll, dat's nu unser Best,« sagte der Knecht.
»Na, komm!« Sie wollte dem kleinen, rotbraunen Kalbe den Kopf krauen, aber es nahm die Liebkosung ungnädig auf, stemmte sich mit seinen steifen, dünnen, ungeschickten Beinen fest gegen den Boden und schob den ganzen Oberkörper so weit zurück, wie es ihm möglich war.
Über den Autor
Elisabeth Goedicke war die Tochter eines Militärarztes, der später zum Generalarzt aufstieg. Sie wuchs im holsteinischen Plön auf. Nachdem sie eine Ausbildung in Berlin und Magdeburg absolviert hatte, lebte sie mehrere Jahre in Tempelhof bei Berlin, wo ihre ersten literarischen Arbeiten entstanden. Danach wohnte sie in Darmstadt, Danzig und ab 1901 wieder in Berlin. Während des Zweiten Weltkriegs war sie in dem brandenburgischen Ort Ferch am Schwielowsee ansässig.

Elisabeth Goedicke war Verfasserin von Romanen und Erzählungen.
Details
Erscheinungsjahr: 2023
Genre: Importe, Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 104 S.
ISBN-13: 9791041906321
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Goedicke, Elisabeth
Hersteller: Culturea
Verantwortliche Person für die EU: BoD - Books on Demand, In de Tarpen 42, D-22848 Norderstedt, info@bod.de
Maße: 220 x 170 x 7 mm
Von/Mit: Elisabeth Goedicke
Erscheinungsdatum: 06.02.2023
Gewicht: 0,176 kg
Artikel-ID: 126574718

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