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Beschreibung
Jahre der Entscheidung, 1933 erschienen, ist kein systematisches Geschichtswerk, sondern ein zugespitzter politischer Essay aus der Krisenatmosphäre der Zwischenkriegszeit. Spengler deutet Gegenwart als Endphase der abendländischen Zivilisation: Liberalismus, Parlamentarismus, Klassenkampf und technische Massengesellschaft erscheinen ihm als Symptome eines umfassenden Machtkampfs. Sein Stil verbindet aphoristische Schärfe, kulturmorphologische Großperspektive und polemische Verdichtung; im Kontext der konservativen Revolution steht das Buch zwischen Geschichtsphilosophie, Zeitdiagnose und politischer Warnschrift. Oswald Spengler (1880-1936), durch Der Untergang des Abendlandes berühmt geworden, war geprägt von klassischer Bildung, mathematisch-naturwissenschaftlicher Schulung und der Erfahrung von Krieg, Revolution und Weimarer Instabilität. Seine Skepsis gegenüber Fortschrittsglauben und demokratischer Öffentlichkeit sowie seine Faszination für Staat, Disziplin und geschichtliche Form erklären den Ton des Buches; zugleich markiert es seine distanzierte, teils kritische Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus, dessen Vereinfachungen er nicht teilte. Empfehlenswert ist dieses Werk für Leserinnen und Leser, die die geistigen Konflikte Europas um 1930, die Sprache autoritärer Krisendiagnosen und die Ambivalenz politischer Kulturkritik verstehen wollen. Man sollte es nicht als Handlungsanweisung, sondern als historisches Dokument von beträchtlicher intellektueller Wucht lesen: provozierend, problematisch, oft hellsichtig in der Beschreibung von Angst und Macht, und gerade deshalb ein wichtiger Text zur Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts.
Jahre der Entscheidung, 1933 erschienen, ist kein systematisches Geschichtswerk, sondern ein zugespitzter politischer Essay aus der Krisenatmosphäre der Zwischenkriegszeit. Spengler deutet Gegenwart als Endphase der abendländischen Zivilisation: Liberalismus, Parlamentarismus, Klassenkampf und technische Massengesellschaft erscheinen ihm als Symptome eines umfassenden Machtkampfs. Sein Stil verbindet aphoristische Schärfe, kulturmorphologische Großperspektive und polemische Verdichtung; im Kontext der konservativen Revolution steht das Buch zwischen Geschichtsphilosophie, Zeitdiagnose und politischer Warnschrift. Oswald Spengler (1880-1936), durch Der Untergang des Abendlandes berühmt geworden, war geprägt von klassischer Bildung, mathematisch-naturwissenschaftlicher Schulung und der Erfahrung von Krieg, Revolution und Weimarer Instabilität. Seine Skepsis gegenüber Fortschrittsglauben und demokratischer Öffentlichkeit sowie seine Faszination für Staat, Disziplin und geschichtliche Form erklären den Ton des Buches; zugleich markiert es seine distanzierte, teils kritische Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus, dessen Vereinfachungen er nicht teilte. Empfehlenswert ist dieses Werk für Leserinnen und Leser, die die geistigen Konflikte Europas um 1930, die Sprache autoritärer Krisendiagnosen und die Ambivalenz politischer Kulturkritik verstehen wollen. Man sollte es nicht als Handlungsanweisung, sondern als historisches Dokument von beträchtlicher intellektueller Wucht lesen: provozierend, problematisch, oft hellsichtig in der Beschreibung von Angst und Macht, und gerade deshalb ein wichtiger Text zur Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts.
Details
Erscheinungsjahr: 2019
Fachbereich: Populäre Darstellungen
Genre: Philosophie
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 96 S.
ISBN-13: 9788027261925
ISBN-10: 8027261929
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Spengler, Oswald
Hersteller: Musaicum Books
Verantwortliche Person für die EU: OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com
Maße: 220 x 160 x 5 mm
Von/Mit: Oswald Spengler
Erscheinungsdatum: 13.05.2019
Gewicht: 0,155 kg
Artikel-ID: 121349123

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