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Beschreibung
Die Gedichte Osamah Aldharis, die hier in diesem Band in einer Auswahl präsentiert werden, sind von den ihn prägenden Erlebnissen bestimmt, vom Aufstand gegen das autoritäre Regime im Jemen, von der gewaltsamen Niederschlagung der Revolution, von Flucht und Exil.

Traurige Gedichte sind es, starke Gedichte sind es, in denen Aldhari die Geschehnisse ins Poetische überträgt. Obwohl die Hoffnung auf politische Veränderung in einer Katastrophe endete, blitzen in ihnen Ironie auf, ein schöner Sarkasmus und bei allem Ernst auch Humor. Mit neugierigem und fragendem Blick sinnt der Dichter seinem Leben im Exil nach und verliert dabei nicht die Bodenhaftung, verliert sich nicht in Rhetorik, sondern spricht uns Leserinnen und Leser direkt an.

Erschöpfung

Ich bin nicht so stark,
um mit jemandem zu kämpfen.
Einem Passanten kann ich kaum winken,
kann kaum den Abstand richten zwischen Krieg und Exil.
Ich bin nicht neutral.
Schlage Beleidigungen und Schmerzen in den Wind,
spüre die Blutfäden und stecke sie in die Tasche
und sage mit leiser Stimme: Ich werde daraus eine Sonne weben.
Die Nacht lacht.
Die Gedichte Osamah Aldharis, die hier in diesem Band in einer Auswahl präsentiert werden, sind von den ihn prägenden Erlebnissen bestimmt, vom Aufstand gegen das autoritäre Regime im Jemen, von der gewaltsamen Niederschlagung der Revolution, von Flucht und Exil.

Traurige Gedichte sind es, starke Gedichte sind es, in denen Aldhari die Geschehnisse ins Poetische überträgt. Obwohl die Hoffnung auf politische Veränderung in einer Katastrophe endete, blitzen in ihnen Ironie auf, ein schöner Sarkasmus und bei allem Ernst auch Humor. Mit neugierigem und fragendem Blick sinnt der Dichter seinem Leben im Exil nach und verliert dabei nicht die Bodenhaftung, verliert sich nicht in Rhetorik, sondern spricht uns Leserinnen und Leser direkt an.

Erschöpfung

Ich bin nicht so stark,
um mit jemandem zu kämpfen.
Einem Passanten kann ich kaum winken,
kann kaum den Abstand richten zwischen Krieg und Exil.
Ich bin nicht neutral.
Schlage Beleidigungen und Schmerzen in den Wind,
spüre die Blutfäden und stecke sie in die Tasche
und sage mit leiser Stimme: Ich werde daraus eine Sonne weben.
Die Nacht lacht.
Über den Autor
Osamah Aldhari, 1983 in Jemen geboren, engagierte sich schon früh im jemenitischen Schriftstellerverband und war Gründungsmitglied des 'Bayt ash-Shi'r al-Yamani' (Haus der jemenitischen Dichtung). 2007 erschien eine Sammlung seiner Gedichte unter dem Titel 'Masafat Mutaqati'a' (Sich kreuzende Entfernungen) in Sanaa. Er wurde Chefredakteur der Zeitung 'al-Dimuqrati' (Der Demokrat). Als die noch junge Revolution unterdrückt wurde und die kriegerischen Auseinandersetzungen zunahmen, musste er mit seiner Familie über Saudi-Arabien nach Europa fliehen. Mit einem Stipendium für verfolgte Autoren des Heinrich-Böll-Hauses kam er 2017 nach Langenbroich. Seither lebt er in Düren.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Genre: Belletristik, Lyrik & Dramatik
Rubrik: Belletristik
Medium: Buch
Inhalt: 80 S.
ISBN-13: 9783835361461
ISBN-10: 3835361465
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Arabisch
Einband: Gebunden
Autor: Aldhari, Osamah
Sartorius, Joachim
Redaktion: Sartorius, Joachim
Herausgeber: Joachim Sartorius
Übersetzung: Al-Slaiman, Mustafa
Orth, Günther
Siepelmeyer, Jessica
Taufiq, Suleman
Wilsch, Kerstin
Hersteller: Wallstein Verlag GmbH
Verantwortliche Person für die EU: Wallstein Verlag GmbH, Geiststr. 11, D-37073 Göttingen, info@wallstein-verlag.de
Maße: 225 x 144 x 12 mm
Von/Mit: Osamah Aldhari (u. a.)
Erscheinungsdatum: 02.09.2026
Gewicht: 0,224 kg
Artikel-ID: 136079627

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