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Beschreibung
"Himmelsgedanken" versammelt Karl Mays religiös-philosophische Lyrik und öffnet einen stilleren Raum seines Werks: Gebet, Gewissensprüfung, Hoffnung auf Erlösung und die Sehnsucht nach sittlicher Läuterung bilden den thematischen Kern. Der Ton ist hymnisch, bisweilen didaktisch, geprägt von biblischer Bildlichkeit, romantischer Innerlichkeit und jener moralischen Teleologie, die auch Mays Reiseerzählungen durchzieht. Im literarischen Kontext der Jahrhundertwende erscheint der Band als Übergang von populärer Abenteuerprosa zu symbolischer Selbstdeutung. May, der durch Winnetou und Kara Ben Nemsi berühmt wurde, schrieb diese Gedichte vor dem Hintergrund einer biographisch belasteten Existenz: frühe Armut, Haft, gesellschaftliche Stigmatisierung, später Ruhm und heftige öffentliche Angriffe. Gerade seine späten Jahre waren von dem Versuch bestimmt, das eigene Leben geistig zu ordnen und literarisch zu rechtfertigen. "Himmelsgedanken" lässt sich daher als poetisches Bekenntnis lesen, in dem persönliche Schuld, christlicher Universalismus und das Ideal des edlen Menschen zusammenfinden. Empfohlen sei das Buch nicht nur May-Lesern, die hinter den Abenteuermasken den Suchenden erkennen möchten, sondern auch allen, die religiöse Gebrauchsdichtung und populäre Spiritualität um 1900 erforschen. Seine Verse gewinnen weniger durch formale Kühnheit als durch dokumentarische und seelische Intensität: Sie zeigen einen Autor, der Literatur als moralische Heimkehr versteht.
"Himmelsgedanken" versammelt Karl Mays religiös-philosophische Lyrik und öffnet einen stilleren Raum seines Werks: Gebet, Gewissensprüfung, Hoffnung auf Erlösung und die Sehnsucht nach sittlicher Läuterung bilden den thematischen Kern. Der Ton ist hymnisch, bisweilen didaktisch, geprägt von biblischer Bildlichkeit, romantischer Innerlichkeit und jener moralischen Teleologie, die auch Mays Reiseerzählungen durchzieht. Im literarischen Kontext der Jahrhundertwende erscheint der Band als Übergang von populärer Abenteuerprosa zu symbolischer Selbstdeutung. May, der durch Winnetou und Kara Ben Nemsi berühmt wurde, schrieb diese Gedichte vor dem Hintergrund einer biographisch belasteten Existenz: frühe Armut, Haft, gesellschaftliche Stigmatisierung, später Ruhm und heftige öffentliche Angriffe. Gerade seine späten Jahre waren von dem Versuch bestimmt, das eigene Leben geistig zu ordnen und literarisch zu rechtfertigen. "Himmelsgedanken" lässt sich daher als poetisches Bekenntnis lesen, in dem persönliche Schuld, christlicher Universalismus und das Ideal des edlen Menschen zusammenfinden. Empfohlen sei das Buch nicht nur May-Lesern, die hinter den Abenteuermasken den Suchenden erkennen möchten, sondern auch allen, die religiöse Gebrauchsdichtung und populäre Spiritualität um 1900 erforschen. Seine Verse gewinnen weniger durch formale Kühnheit als durch dokumentarische und seelische Intensität: Sie zeigen einen Autor, der Literatur als moralische Heimkehr versteht.
Details
Erscheinungsjahr: 2019
Genre: Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 104 S.
ISBN-13: 9788027260362
ISBN-10: 8027260361
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: May, Karl
Hersteller: Musaicum Books
Verantwortliche Person für die EU: OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com
Maße: 220 x 160 x 6 mm
Von/Mit: Karl May
Erscheinungsdatum: 10.05.2019
Gewicht: 0,166 kg
Artikel-ID: 121349033