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Beschreibung
Grete Minde, 1880 erschienen, gestaltet den Tangermünder Stadtbrand von 1617 zu einem historischen Roman von ungewöhnlicher moralischer Schärfe. Fontane verbindet archivalisch beglaubigte Chronik mit psychologischer Verdichtung: Aus der überlieferten Brandstifterin wird eine entrechtete junge Frau, deren Weg von familiärer Kälte, konfessioneller Enge und juristischer Unbarmherzigkeit in die Katastrophe führt. Der ruhige, scheinbar objektive Erzählton, die präzisen Milieubilder und die dramatisch zugespitzte Schlussbewegung verorten das Werk zwischen poetischem Realismus und moderner Sozialanalyse. Theodor Fontane, 1819 in Neuruppin geboren, war Apotheker, Journalist, Kriegsberichterstatter, Theaterkritiker und der große Chronist preußischer Lebenswelten. Seine Wanderungen durch die Mark Brandenburg schärften seinen Blick für Landschaft, Geschichte und lokale Überlieferung; zugleich sensibilisierte ihn seine publizistische Erfahrung für Macht, Vorurteil und öffentliche Urteilsbildung. In Grete Minde verwandelt er regionale Geschichte in eine Studie über Ausgrenzung, weibliche Ohnmacht und die zerstörerische Autorität bürgerlicher Selbstgerechtigkeit. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die historische Prosa nicht als Kostümstück, sondern als Erkenntnisform schätzen. Grete Minde ist knapp, eindringlich und von bleibender Aktualität: ein Werk, das fragt, wie Gesellschaft Schuld erzeugt, bevor sie sie bestraft.
Grete Minde, 1880 erschienen, gestaltet den Tangermünder Stadtbrand von 1617 zu einem historischen Roman von ungewöhnlicher moralischer Schärfe. Fontane verbindet archivalisch beglaubigte Chronik mit psychologischer Verdichtung: Aus der überlieferten Brandstifterin wird eine entrechtete junge Frau, deren Weg von familiärer Kälte, konfessioneller Enge und juristischer Unbarmherzigkeit in die Katastrophe führt. Der ruhige, scheinbar objektive Erzählton, die präzisen Milieubilder und die dramatisch zugespitzte Schlussbewegung verorten das Werk zwischen poetischem Realismus und moderner Sozialanalyse. Theodor Fontane, 1819 in Neuruppin geboren, war Apotheker, Journalist, Kriegsberichterstatter, Theaterkritiker und der große Chronist preußischer Lebenswelten. Seine Wanderungen durch die Mark Brandenburg schärften seinen Blick für Landschaft, Geschichte und lokale Überlieferung; zugleich sensibilisierte ihn seine publizistische Erfahrung für Macht, Vorurteil und öffentliche Urteilsbildung. In Grete Minde verwandelt er regionale Geschichte in eine Studie über Ausgrenzung, weibliche Ohnmacht und die zerstörerische Autorität bürgerlicher Selbstgerechtigkeit. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die historische Prosa nicht als Kostümstück, sondern als Erkenntnisform schätzen. Grete Minde ist knapp, eindringlich und von bleibender Aktualität: ein Werk, das fragt, wie Gesellschaft Schuld erzeugt, bevor sie sie bestraft.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Importe, Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 72 S.
ISBN-13: 9788027359271
ISBN-10: 8027359279
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Fontane, Theodor
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 5 mm
Von/Mit: Theodor Fontane
Erscheinungsdatum: 17.12.2022
Gewicht: 0,12 kg
Artikel-ID: 126416450