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Beschreibung
Das kulturelle Leben um 1900 ist geprägt von einer Medienrevolution:
Kino, Fernsprecher, Phonographen und Röntgenbilder verändern die
alltägliche Wahrnehmung. Zugleich kehren in Kunst und Literatur
die Gespenster zurück: Während Körper erstmals medizinisch durchleuchtet
und dem Auge Unsichtbares photographisch reproduzierbar
wird, experimentieren literarische Texte mit einer »Romantik der Nerven
« (H. Bahr) und erkunden grelle Effekte und subjektive Wahrnehmungsmuster
auf ästhetische Weise. Eine gesteigerte Mobilität (u.a.
durch das Automobil) verlagert Sehnsuchtsorte in ferne und schwerer
zu erreichende Sphären (Orient, Afrika, Weltall), was auch Kunst und
Literatur um 1900 zunehmend mit Exotismen anreichert. Darüber
hinaus provozieren neue Erkenntnisse zur Physiologie vielfältige Medienkrisen
(Subjekt-Krise, Sprach-Krise), die jeweils infrage stellen,
was hinter den neuartigen Möglichkeiten der Wahrnehmung noch
schlummern könnte. Phantastik und Mediengeschichte finden sich in
diesem Zeitraum paradigmatisch miteinander verschränkt, sodass die
zeitgenössisch viel diskutierte >Neuromantik< zum literarhistorischen
Ort wird, um über Möglichkeiten und Hoffnungen technologischen
Fortschritts zu reflektieren. Der Band kartographiert, wie vielfältig
gerade eine Neoromantik um 1900 die Wechselwirkung zwischen
Technologie und Tradition verhandelt.
Das kulturelle Leben um 1900 ist geprägt von einer Medienrevolution:
Kino, Fernsprecher, Phonographen und Röntgenbilder verändern die
alltägliche Wahrnehmung. Zugleich kehren in Kunst und Literatur
die Gespenster zurück: Während Körper erstmals medizinisch durchleuchtet
und dem Auge Unsichtbares photographisch reproduzierbar
wird, experimentieren literarische Texte mit einer »Romantik der Nerven
« (H. Bahr) und erkunden grelle Effekte und subjektive Wahrnehmungsmuster
auf ästhetische Weise. Eine gesteigerte Mobilität (u.a.
durch das Automobil) verlagert Sehnsuchtsorte in ferne und schwerer
zu erreichende Sphären (Orient, Afrika, Weltall), was auch Kunst und
Literatur um 1900 zunehmend mit Exotismen anreichert. Darüber
hinaus provozieren neue Erkenntnisse zur Physiologie vielfältige Medienkrisen
(Subjekt-Krise, Sprach-Krise), die jeweils infrage stellen,
was hinter den neuartigen Möglichkeiten der Wahrnehmung noch
schlummern könnte. Phantastik und Mediengeschichte finden sich in
diesem Zeitraum paradigmatisch miteinander verschränkt, sodass die
zeitgenössisch viel diskutierte >Neuromantik< zum literarhistorischen
Ort wird, um über Möglichkeiten und Hoffnungen technologischen
Fortschritts zu reflektieren. Der Band kartographiert, wie vielfältig
gerade eine Neoromantik um 1900 die Wechselwirkung zwischen
Technologie und Tradition verhandelt.
Über den Autor
Stefan Tetzlaff ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der
Georg-August-Universität Göttingen.
Raphael Stübe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter (Post-Doc) an der
Goethe-Universität Frankfurt am Main mit Anbindung an das Freie
Deutsche Hochstift / Deutsches Romantik Museum.
Details
Erscheinungsjahr: 2025
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Rubrik: Sprachwissenschaft
Medium: Taschenbuch
Reihe: Film - Medium - Diskurs
Inhalt: 458 S.
ISBN-13: 9783826085864
ISBN-10: 3826085868
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Tetzlaff, Stefan
Redaktion: Stübe, Raphael
Herausgeber: Raphael Stübe
Hersteller: Königshausen & Neumann
Königshausen & Neumann, Verlag, GmbH
Verantwortliche Person für die EU: Verlag Königshausen & Neumann GmbH, Leistenstr. 7, D-97082 Würzburg, info@koenigshausen-neumann.de
Maße: 233 x 154 x 33 mm
Von/Mit: Stefan Tetzlaff
Erscheinungsdatum: 01.11.2025
Gewicht: 0,68 kg
Artikel-ID: 128666036