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Beschreibung
Auf den ersten Blick scheint die Medizinsoziologie, seit 40 Jahren vornehmlich in Ländern der westlichen Welt eingeführt, einer Begründung nicht mehr zu bedürfen. Sie hat eine umfangreiche Forschungsliteratur hervorgebracht und wird durch Sektionen in nationalen und internationalen Gesellschaften für Soziologie vertreten. Sie hat einen Kanon der Begründungen ihrer - meist distanzierten - Haltung zur Medizin entwickelt und sich dabei mit neueren Strömungen der Public-Health-Bewegung identifiziert. Sie prägt zunehmend Ansätze der Gesundheitspolitik und versteht sich als Sachwalter des Individuums im Zusammenhang der Krankenversorgung.

Auf den zweiten Blick wird sichtbar, daß dabei das Soziologische eine untergeordnete Rolle spielt: im Konflikt zwischen Sozialwissenschaft und Sozialpolitik als Zielorientierungen des Wissenschaftsverständnisses scheint die Medizinsoziologie sich der zweiten dieser Alternativen zuzuneigen.

In den in diesem Band zum Teil erstmals veröffentlichten Studien geht es um die Begründung der Medizinsoziologie aus den Traditionen des soziologischen Denkens. Indem sie Untersuchungen zu Empirie, Theorie und Geschichte miteinander verbinden, kommen sie ein gutes Stück auf dem Wege zu einer soziologisch entwickelten Mediensoziologie voran.
Auf den ersten Blick scheint die Medizinsoziologie, seit 40 Jahren vornehmlich in Ländern der westlichen Welt eingeführt, einer Begründung nicht mehr zu bedürfen. Sie hat eine umfangreiche Forschungsliteratur hervorgebracht und wird durch Sektionen in nationalen und internationalen Gesellschaften für Soziologie vertreten. Sie hat einen Kanon der Begründungen ihrer - meist distanzierten - Haltung zur Medizin entwickelt und sich dabei mit neueren Strömungen der Public-Health-Bewegung identifiziert. Sie prägt zunehmend Ansätze der Gesundheitspolitik und versteht sich als Sachwalter des Individuums im Zusammenhang der Krankenversorgung.

Auf den zweiten Blick wird sichtbar, daß dabei das Soziologische eine untergeordnete Rolle spielt: im Konflikt zwischen Sozialwissenschaft und Sozialpolitik als Zielorientierungen des Wissenschaftsverständnisses scheint die Medizinsoziologie sich der zweiten dieser Alternativen zuzuneigen.

In den in diesem Band zum Teil erstmals veröffentlichten Studien geht es um die Begründung der Medizinsoziologie aus den Traditionen des soziologischen Denkens. Indem sie Untersuchungen zu Empirie, Theorie und Geschichte miteinander verbinden, kommen sie ein gutes Stück auf dem Wege zu einer soziologisch entwickelten Mediensoziologie voran.
Inhaltsverzeichnis
"Idealtypische Analyse von Statusbiographien bei chronisch Kranken
Chronische ""Erkrankung"": Handlungsrationalität und das Problem der sozialen Pathologie
Krankheitsdeutung und Rückkehr zur Arbeit. Zum Problem sozialen Handelns im Arzt-Patient Verhältnis
Überlegungen zur Effektivität der konkurrierenden Programme der AIDS-Kontrolle
Rollentheorie und gesundheitsbezogene Interaktion in der Medizinsoziologie Talcott Parsons'
Soziologische Erklärung gesundheitlicher Ungleichheit. Probleme der theoretischen Rekonstruktion empirischer Befunde
Kulturpessimismus in der soziologischen Medizinkritik
Medizin, Soziologie und Re-Education"
Details
Erscheinungsjahr: 1991
Fachbereich: Allgemeines
Genre: Biologie, Mathematik, Medizin, Naturwissenschaften, Technik
Rubrik: Naturwissenschaften & Technik
Thema: Lexika
Medium: Taschenbuch
Reihe: suhrkamp taschenbuch wissenschaft
Inhalt: 333 S.
ISBN-13: 9783518285701
ISBN-10: 351828570X
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Gerhardt, Uta
Auflage: Erstausgabe
Hersteller: Suhrkamp
suhrkamp taschenbuch wissenschaft
Verantwortliche Person für die EU: Suhrkamp Verlag GmbH, Torstr. 44, D-10119 Berlin, info@suhrkamp.de
Maße: 177 x 108 x 19 mm
Von/Mit: Uta Gerhardt
Erscheinungsdatum: 28.11.1991
Gewicht: 0,267 kg
Artikel-ID: 102444140