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Beschreibung
Im Deutschland der 2020er geht es gefühlsbetont zu. Achtsamkeit, Echtheit, Spontaneität, Verletzbarkeit, Zugewandtheit sind moralische Hochwertwörter geworden. Dies gilt für politisch-mediale Selbstdarstellungen wie für den alltäglichen Sprachverkehr. Zugleich verstehen sich die gefühlsbewußten Milieus als bürgerlich, als gutbürgerlich, als gute Gesellschaft, ja als Bürgergesellschaft. Die Bedeutung von Bürgerlichkeit hat sich dabei stark verändert. Nicht mehr Besitz oder Bildung, sondern ein ethisch vertretbares Empfinden und ein damit verbundener Gerechtigkeitssinn verheißen gesellschaftliche Reputation. Eine neue Elite ist entstanden, die traditionell bürgerliche "Mitte"-Positionen besetzt und zugleich kulturerneuernd wirken will. In Gefühlte Bürgerlichkeit beleuchtet Jürgen Große dieses Phänomen historisch und kritisch. Die geschichtlichen Linien werden von der bürgerlichen Empfindsamkeit im Aufklärungszeitalter bis zu aktuellen Kampfbegriffen wie 'Schneeflocken', 'Wutbürger' und 'Empörungskultur' gezogen.
Im Deutschland der 2020er geht es gefühlsbetont zu. Achtsamkeit, Echtheit, Spontaneität, Verletzbarkeit, Zugewandtheit sind moralische Hochwertwörter geworden. Dies gilt für politisch-mediale Selbstdarstellungen wie für den alltäglichen Sprachverkehr. Zugleich verstehen sich die gefühlsbewußten Milieus als bürgerlich, als gutbürgerlich, als gute Gesellschaft, ja als Bürgergesellschaft. Die Bedeutung von Bürgerlichkeit hat sich dabei stark verändert. Nicht mehr Besitz oder Bildung, sondern ein ethisch vertretbares Empfinden und ein damit verbundener Gerechtigkeitssinn verheißen gesellschaftliche Reputation. Eine neue Elite ist entstanden, die traditionell bürgerliche "Mitte"-Positionen besetzt und zugleich kulturerneuernd wirken will. In Gefühlte Bürgerlichkeit beleuchtet Jürgen Große dieses Phänomen historisch und kritisch. Die geschichtlichen Linien werden von der bürgerlichen Empfindsamkeit im Aufklärungszeitalter bis zu aktuellen Kampfbegriffen wie 'Schneeflocken', 'Wutbürger' und 'Empörungskultur' gezogen.
Über den Autor
Jürgen Große (geb. 1963) ist promovierter Historiker und habilitierter Philosoph; er lebt als freier Publizist in Berlin. Sein Interesse gilt den dunklen Seiten der europäischen Geistesgeschichte, vor allem den Sonderwegen der Deutschen, so in Der Tod im Leben. Philosophische Deutungen von der Romantik bis zu den life sciences (2008, 2017), Philosophie der Langeweile (2008), Ernstfall Nietzsche. Debatten vor und nach 1989 (2010), Fünf Zeitbilder. Geschichtsphilosophische Glossen (2010), Der beglückte Mann. Posterotische Meditationen (2015, 2022), Die Sprache der Einheit. Ein Fremdwörterbuch (2019), Der sterbende Gott. Agnostische Anmerkungen (2020), Der Glaube der anderen. Ein Weltbilderbuch (2021), Die kreative Klasse. Nachrichten aus Winkel, Szene und Betrieb (2022).
Details
Erscheinungsjahr: 2025
Fachbereich: Populäre Darstellungen
Genre: Politikwissenschaft & Soziologie, Recht, Sozialwissenschaften, Wirtschaft
Rubrik: Wissenschaften
Medium: Buch
Inhalt: 264 S.
ISBN-13: 9783963174209
ISBN-10: 396317420X
Sprache: Deutsch
Einband: Gebunden
Autor: Große, Jürgen
Hersteller: Büchner-Verlag
Büchner-Verlag eG
Verantwortliche Person für die EU: Büchner-Verlag eG, Bahnhofstr. 5, D-35037 Marburg, info@buechner-verlag.de
Maße: 223 x 155 x 25 mm
Von/Mit: Jürgen Große
Erscheinungsdatum: 15.10.2025
Gewicht: 0,538 kg
Artikel-ID: 134054594