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Beschreibung
Theodor Hertzkas Freiland: Ein sociales Zukunftsbild verbindet utopischen Roman, ökonomisches Traktat und sozialwissenschaftliches Gedankenexperiment. In der Form eines Reise- und Gründungsberichts entwirft das Werk eine freie Siedlung in Ostafrika, deren Ordnung auf genossenschaftlicher Produktion, offenem Zugang zu Arbeit und Kapital sowie rationaler Statistik beruht. Der Stil ist didaktisch, argumentativ und von nüchterner Systematik geprägt; literarisch steht das Buch im Kontext der sozialutopischen Entwürfe des späten 19. Jahrhunderts, zwischen Liberalismus, Sozialreform und Kritik an industrieller Verelendung. Hertzka, 1845 in Pest geboren und später in Wien als Journalist und Nationalökonom tätig, kannte die sozialen Spannungen der Habsburgermonarchie ebenso wie die zeitgenössischen Debatten über Kapitalismus, Sozialismus und Kolonialräume. Seine publizistische Arbeit schärfte seinen Sinn für praktische Institutionen, wirtschaftliche Anreize und öffentliche Reformprogramme. Freiland erwuchs aus dem Versuch, soziale Gerechtigkeit nicht durch Zwang, sondern durch freie Assoziation, Transparenz und planvolle Organisation denkbar zu machen. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die die Ideengeschichte moderner Utopien, alternativer Ökonomien und sozialliberaler Reformmodelle verstehen möchten. Trotz seiner zeitgebundenen kolonialen Voraussetzungen bleibt Freiland ein aufschlussreiches Dokument politischer Imagination: Es zeigt, wie ernst das 19. Jahrhundert die Frage nahm, ob eine gerechtere Gesellschaft wissenschaftlich entworfen und praktisch gegründet werden könne.
Theodor Hertzkas Freiland: Ein sociales Zukunftsbild verbindet utopischen Roman, ökonomisches Traktat und sozialwissenschaftliches Gedankenexperiment. In der Form eines Reise- und Gründungsberichts entwirft das Werk eine freie Siedlung in Ostafrika, deren Ordnung auf genossenschaftlicher Produktion, offenem Zugang zu Arbeit und Kapital sowie rationaler Statistik beruht. Der Stil ist didaktisch, argumentativ und von nüchterner Systematik geprägt; literarisch steht das Buch im Kontext der sozialutopischen Entwürfe des späten 19. Jahrhunderts, zwischen Liberalismus, Sozialreform und Kritik an industrieller Verelendung. Hertzka, 1845 in Pest geboren und später in Wien als Journalist und Nationalökonom tätig, kannte die sozialen Spannungen der Habsburgermonarchie ebenso wie die zeitgenössischen Debatten über Kapitalismus, Sozialismus und Kolonialräume. Seine publizistische Arbeit schärfte seinen Sinn für praktische Institutionen, wirtschaftliche Anreize und öffentliche Reformprogramme. Freiland erwuchs aus dem Versuch, soziale Gerechtigkeit nicht durch Zwang, sondern durch freie Assoziation, Transparenz und planvolle Organisation denkbar zu machen. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die die Ideengeschichte moderner Utopien, alternativer Ökonomien und sozialliberaler Reformmodelle verstehen möchten. Trotz seiner zeitgebundenen kolonialen Voraussetzungen bleibt Freiland ein aufschlussreiches Dokument politischer Imagination: Es zeigt, wie ernst das 19. Jahrhundert die Frage nahm, ob eine gerechtere Gesellschaft wissenschaftlich entworfen und praktisch gegründet werden könne.
Details
Erscheinungsjahr: 2023
Genre: Importe, Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
ISBN-13: 9788028354206
ISBN-10: 8028354203
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Hertzka, Theodor
Hersteller: Sharp Ink
Verantwortliche Person für die EU: Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 13 mm
Von/Mit: Theodor Hertzka
Erscheinungsdatum: 05.12.2023
Gewicht: 0,326 kg
Artikel-ID: 128620372