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"Freie Handlungen dürfen weder unter Zwang noch unter vollständiger Determination vollzogen werden. Wir bezeichnen diese Forderung als Autonomieprinzip, aber Handlungen, die wir frei nennen, dürfen auch nicht zufällig sein."
"Freie Handlungen dürfen weder unter Zwang noch unter vollständiger Determination vollzogen werden. Wir bezeichnen diese Forderung als Autonomieprinzip, aber Handlungen, die wir frei nennen, dürfen auch nicht zufällig sein."
Gerhard Roth, geboren 1942, war promovierter Philosoph und promovierter Biologe. Seit 1976 war er Professor für Verhaltensphysiologie und Entwicklungsneurobiologie am Institut für Hirnforschung der Universität Bremen, seit 2016 leitete er zudem das Roth Institut in Bremen. Von 1997 bis 2008 war er Rektor des Hanse-Wissenschaftskollegs, von 2003 bis 2011 Präsident der Studienstiftung des Deutschen Volkes, außerdem war er Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Life Achievement Award. Er galt als einer der bedeutendsten Neurowissenschaftler im deutschsprachigen Raum, seine Bücher erreichten regelmäßig Bestsellerstatus. Gerhard Roth ist am 25. April 2023 verstorben.
Die Ausgangslage
Die philosophische Methode
Zwei Minimalbedingungen
Willensfreiheit als Selbstbestimmung
Handlung, Erklärung, Person
Freiheit, Determination und Bewußtsein
Freiheit und physische Realisierung
Freiheit und Bewußtsein
Eine Zwischenbilanz
Ein anspruchsvollerer Begriff von Freiheit?
Alternative Handlungsmöglichkeiten
Nichtdeterminierte Handlungsalternativen
Ultimative Urheberschaft
Aufhebung der Determination
Woher stammen unsere inkompatibilistischen Intuitionen?
Die Rolle von Naturgesetzen
Unvorhersehbarkeit
Eigene Erfahrung
Dualismus
Neurobiologische Grundlagen von Willenshandlungen
Das Libet-Experiment, seine Nachfolger und die gegenwärtige Deutung der experimentellen Befunde
Handlungsvorbereitung und -steuerung aus neurobiologischer Sicht
Die Funktion der Basalganglien
Emotion, Motivation und Handlung
Wie wirkt dieses Erfahrungsgedächtnis auf die Handlungsentscheidung ein?
Welchen Einfluß nehmen die Ebenen der Persönlichkeit auf die Steuerung von Willenshandlungen?
Determination und Zufall im Gehirn
Persönlichkeit und Willenshandlungen
Was sind Gründe?
Führt der Determinismus in einen Selbstwiderspruch?
Neuronale Realisierung von Überlegungen
Gründe und Ursachen
Das Erleben von Freiheit und die Selbstzuschreibung von Handlungen
Der Schuldbegriff des deutschen Strafrechts und die Schuldfähigkeit von Gewalttätern
Schuld und Strafe
Präventive und retributivistische Straftheorien
Ein anderes Modell
Die Delmenhorster Gewaltstudie
Konsequenzen für das Schuldprinzip
Resümee: Ein aufgeklärter Naturalismus und das Problem der Willensfreiheit
| Erscheinungsjahr: | 2010 |
|---|---|
| Genre: | Philosophie |
| Jahrhundert: | 20. & 21. Jahrhundert |
| Rubrik: | Geisteswissenschaften |
| Medium: | Taschenbuch |
| Inhalt: | 191 S. |
| ISBN-13: | 9783518260128 |
| ISBN-10: | 351826012X |
| Sprache: | Deutsch |
| Herstellernummer: | EU 12 |
| Einband: | Kartoniert / Broschiert |
| Autor: |
Pauen, Michael
Roth, Gerhard |
| Auflage: | 3. Aufl. |
| Hersteller: | Suhrkamp |
| Verantwortliche Person für die EU: | Suhrkamp Verlag GmbH, Torstr. 44, D-10119 Berlin, info@suhrkamp.de |
| Abbildungen: | Mit Abbildung |
| Maße: | 177 x 108 x 12 mm |
| Von/Mit: | Michael Pauen (u. a.) |
| Erscheinungsdatum: | 29.11.2010 |
| Gewicht: | 0,179 kg |