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Beschreibung
Farbe im Film war nie bloß ein technisches Ergebnis, sondern stets auch ein kulturelles, wirtschaftliches und ideologisches Versprechen, das in (Ost-)Deutschland mit dem "Qualitätsfilm aus Wolfen" eingelöst werden sollte. Farbfilm aus Wolfen untersucht die Einführung und globale Vermarktung von Agfacolor und später Orwocolor als diskursiv aufgeladenes Produkt. Die Studie zeigt, wie Unternehmen, Politik und Publikum Farbe als Antwort auf Bedürfnisse nach Stabilität, Kompatibilität und Ästhetik inszenierten und sich damit in ein transnationales Netzwerk aus Akteur*innen und Artefakten einschrieben, dessen Spuren bis heute nachwirken. Ausgehend von der Filmfabrik Wolfen als zentralem Produktionsort verbindet das Buch Film-, Technik-, Sozial-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte. Es rekonstruiert, wie Farbfilm nicht nur produziert, sondern auch beworben, diskutiert und begehrt wurde. Im Fokus stehen die diskursiven Praktiken, die das Label "Qualitätsfilm" prägten - etwa in Werbekampagnen, Fachpublikationen und Laborberichten. Die Analyse reicht vom Nationalsozialismus über die DDR bis zur Bundesrepublik und eröffnet eine vergleichende Perspektive auf politische Systeme, mediale Infrastrukturen und kulturelle Präferenzen.
Farbe im Film war nie bloß ein technisches Ergebnis, sondern stets auch ein kulturelles, wirtschaftliches und ideologisches Versprechen, das in (Ost-)Deutschland mit dem "Qualitätsfilm aus Wolfen" eingelöst werden sollte. Farbfilm aus Wolfen untersucht die Einführung und globale Vermarktung von Agfacolor und später Orwocolor als diskursiv aufgeladenes Produkt. Die Studie zeigt, wie Unternehmen, Politik und Publikum Farbe als Antwort auf Bedürfnisse nach Stabilität, Kompatibilität und Ästhetik inszenierten und sich damit in ein transnationales Netzwerk aus Akteur*innen und Artefakten einschrieben, dessen Spuren bis heute nachwirken. Ausgehend von der Filmfabrik Wolfen als zentralem Produktionsort verbindet das Buch Film-, Technik-, Sozial-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte. Es rekonstruiert, wie Farbfilm nicht nur produziert, sondern auch beworben, diskutiert und begehrt wurde. Im Fokus stehen die diskursiven Praktiken, die das Label "Qualitätsfilm" prägten - etwa in Werbekampagnen, Fachpublikationen und Laborberichten. Die Analyse reicht vom Nationalsozialismus über die DDR bis zur Bundesrepublik und eröffnet eine vergleichende Perspektive auf politische Systeme, mediale Infrastrukturen und kulturelle Präferenzen.
Zusammenfassung
Josephine Diecke studierte Filmwissenschaft in Mainz und Frankfurt am Main mit Auslandsaufenthalten in Liège und Udine. Nach ihrer Promotion an der Universität Zürich war sie als Projektkoordinatorin an der Philipps-Universität Marburg tätig. Seit 2023 ist sie Assistenzprofessorin für Filmwissenschaft mit dem Schwerpunkt Methoden der Digital Humanities an der Universität Zürich und forscht unter anderem zur Geschichte der Filmfarbe, zur computergestützten Filmanalyse, zum audiovisuellen Erbe und zur Filmkultur der DDR. ORCID: [...]
Details
Genre: Politikwissenschaft & Soziologie
Rubrik: Wissenschaften
Medium: Taschenbuch
ISBN-13: 9783692190020
ISBN-10: 3692190026
Sprache: Deutsch
Autor: Diecke, Josephine
Hersteller: oa books
tredition
Verantwortliche Person für die EU: tredition GmbH, Heinz-Beusen-Stieg 5, D-22926 Ahrensburg, operations@tredition.com
Maße: 17 x 148 x 210 mm
Von/Mit: Josephine Diecke
Gewicht: 0,424 kg
Artikel-ID: 134485357

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