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Beschreibung
Etzel Andergast führt Wassermanns Andergast-Zyklus nach Der Fall Maurizius fort und verlegt den Konflikt um Schuld, Recht und Wahrheit in das Innere einer heranwachsenden Generation. Etzel, Sohn des Staatsanwalts Wolf Andergast, sucht nach einer moralischen Ordnung jenseits väterlicher Autorität und institutioneller Selbstgewissheit. Der Roman verbindet Bildungsroman, psychologischen Realismus und gesellschaftsdiagnostische Prosa; in langen Gesprächen, analytischer Figurenführung und pathetisch zugespitzten Szenen entwirft er ein Panorama der geistigen Krisen der späten Weimarer Zeit. Jakob Wassermann, 1873 in Fürth geboren und als deutsch-jüdischer Schriftsteller früh mit Ausgrenzung, sozialem Aufstieg und kultureller Entwurzelung konfrontiert, machte die Frage nach Gerechtigkeit zu einem Zentrum seines Werks. Seine Erfahrungen mit bürgerlichen Institutionen, Antisemitismus und den moralischen Erschütterungen nach dem Ersten Weltkrieg schärften seinen Blick für Menschen, die an Gesetzen, Familienbindungen und innerer Schuld zerbrechen. Etzels Suche trägt daher unverkennbar Wassermanns eigenes Misstrauen gegenüber bloßer Legalität. Empfohlen sei dieser Roman Leserinnen und Lesern, die historische Tiefenschärfe mit seelischer Analyse verbinden möchten. Etzel Andergast verlangt Aufmerksamkeit, belohnt sie aber mit einer eindringlichen Studie über Gewissen, Verantwortung und die schwierige Geburt eines selbständigen moralischen Urteils.
Etzel Andergast führt Wassermanns Andergast-Zyklus nach Der Fall Maurizius fort und verlegt den Konflikt um Schuld, Recht und Wahrheit in das Innere einer heranwachsenden Generation. Etzel, Sohn des Staatsanwalts Wolf Andergast, sucht nach einer moralischen Ordnung jenseits väterlicher Autorität und institutioneller Selbstgewissheit. Der Roman verbindet Bildungsroman, psychologischen Realismus und gesellschaftsdiagnostische Prosa; in langen Gesprächen, analytischer Figurenführung und pathetisch zugespitzten Szenen entwirft er ein Panorama der geistigen Krisen der späten Weimarer Zeit. Jakob Wassermann, 1873 in Fürth geboren und als deutsch-jüdischer Schriftsteller früh mit Ausgrenzung, sozialem Aufstieg und kultureller Entwurzelung konfrontiert, machte die Frage nach Gerechtigkeit zu einem Zentrum seines Werks. Seine Erfahrungen mit bürgerlichen Institutionen, Antisemitismus und den moralischen Erschütterungen nach dem Ersten Weltkrieg schärften seinen Blick für Menschen, die an Gesetzen, Familienbindungen und innerer Schuld zerbrechen. Etzels Suche trägt daher unverkennbar Wassermanns eigenes Misstrauen gegenüber bloßer Legalität. Empfohlen sei dieser Roman Leserinnen und Lesern, die historische Tiefenschärfe mit seelischer Analyse verbinden möchten. Etzel Andergast verlangt Aufmerksamkeit, belohnt sie aber mit einer eindringlichen Studie über Gewissen, Verantwortung und die schwierige Geburt eines selbständigen moralischen Urteils.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 284 S.
ISBN-13: 9788027261635
ISBN-10: 8027261635
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Wassermann, Jakob
Hersteller: Musaicum Books
Verantwortliche Person für die EU: OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com
Maße: 6 x 68 x 90 mm
Von/Mit: Jakob Wassermann
Erscheinungsdatum: 04.12.2022
Gewicht: 0,395 kg
Artikel-ID: 126177478

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