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Beschreibung
Das »Verstehen« war im Gegensatz zu den verschiedenen Formen des naturwissenschaftlichen »Erklärens« für die analytische Philosophie lange Zeit kein Thema. Man wollte sich von dem unklaren Verstehensbegriff in eher hermeneutisch orientierten Kreisen abgrenzen. Folglich hatten die analytischen Stellungnahmen zum Verstehen auch nur destruktiven Charakter; sie machten allenfalls deutlich, was Verstehen nicht ist. Was unter dem Verstehen vernünftigerweise verstanden werden könnte oder sollte, diese Frage war lange ausgespart worden. Die Trendwende innerhalb der analytischen Sprachphilosophie hinsichtlich des »Verstehens von Handlungen« wurde im Wesentlichen von Wittgensteins Philosophischen Untersuchungen und von Wrights 1971 erschienenem Buch Explanation and Understanding herbeigeführt. Zwischen beiden Ansätzen gibt es tief greifende Unterschiede aber auch wichtige Gemeinsamkeiten. Wittgenstein wie auch von Wright versuchen beide durch die Hinzunahme der Kategorie des »Gebrauchs« das Verhältnis der Begriffe »Verstehen« und »Sinn«, die untrennbar miteinander verschmolzen sind, zu klären. Von Wright folgt der Wittgensteinschen Maxime »Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache« freilich in einem ganz und gar anderen Sinne. Wittgensteins »Gebrauch« ist der der Sprachspiele, d.h. ein stets schon regelgeleiteter Gebrauch. Von Wrights Ansatz dagegen ist zugeschnitten auf die sogenannten subjektiven Zwecke, die ein einzelnes Subjekt mit Hilfe des Gebrauchs gewisser Mittel zu erreichen beabsichtigt. Damit ist auch der Sinn bzw. die Bedeutung, um die es in beiden Ansätzen geht, jeweils eine andere. Während es bei Wittgenstein um intersubjektiveBedeutungen geht, geht es bei von Wright um das, was schon nach Max Weber treffend als subjektiver Sinn zu bezeichnen wäre
Das »Verstehen« war im Gegensatz zu den verschiedenen Formen des naturwissenschaftlichen »Erklärens« für die analytische Philosophie lange Zeit kein Thema. Man wollte sich von dem unklaren Verstehensbegriff in eher hermeneutisch orientierten Kreisen abgrenzen. Folglich hatten die analytischen Stellungnahmen zum Verstehen auch nur destruktiven Charakter; sie machten allenfalls deutlich, was Verstehen nicht ist. Was unter dem Verstehen vernünftigerweise verstanden werden könnte oder sollte, diese Frage war lange ausgespart worden. Die Trendwende innerhalb der analytischen Sprachphilosophie hinsichtlich des »Verstehens von Handlungen« wurde im Wesentlichen von Wittgensteins Philosophischen Untersuchungen und von Wrights 1971 erschienenem Buch Explanation and Understanding herbeigeführt. Zwischen beiden Ansätzen gibt es tief greifende Unterschiede aber auch wichtige Gemeinsamkeiten. Wittgenstein wie auch von Wright versuchen beide durch die Hinzunahme der Kategorie des »Gebrauchs« das Verhältnis der Begriffe »Verstehen« und »Sinn«, die untrennbar miteinander verschmolzen sind, zu klären. Von Wright folgt der Wittgensteinschen Maxime »Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache« freilich in einem ganz und gar anderen Sinne. Wittgensteins »Gebrauch« ist der der Sprachspiele, d.h. ein stets schon regelgeleiteter Gebrauch. Von Wrights Ansatz dagegen ist zugeschnitten auf die sogenannten subjektiven Zwecke, die ein einzelnes Subjekt mit Hilfe des Gebrauchs gewisser Mittel zu erreichen beabsichtigt. Damit ist auch der Sinn bzw. die Bedeutung, um die es in beiden Ansätzen geht, jeweils eine andere. Während es bei Wittgenstein um intersubjektiveBedeutungen geht, geht es bei von Wright um das, was schon nach Max Weber treffend als subjektiver Sinn zu bezeichnen wäre
Details
Erscheinungsjahr: 2008
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Medium: Taschenbuch
Originaltitel: Explanation and Understanding
Reihe: EVA Taschenbuch
EVA Taschenbücher
Inhalt: Kartoniert / Broschiert
ISBN-13: 9783434461685
ISBN-10: 343446168X
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Wright, Georg Henrik von
Übersetzung: Grewendorf, Günther
Meggle, Georg
Hersteller: Europäische Verlagsanstalt
Europäische VA , Hamburg
Verantwortliche Person für die EU: BEBUG Berliner Buchverlagsgesellschaft mbH, Axel-Springer-Str. 52, D-10969 Berlin, info@bebug-verlage.de
Maße: 194 x 127 x 18 mm
Von/Mit: Georg Henrik von Wright
Erscheinungsdatum: 27.02.2008
Gewicht: 0,238 kg
Artikel-ID: 102028503

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