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Beschreibung
Erinnerungen einer Überflüssigen entfaltet die schonungslose Selbstvergegenwärtigung eines Kindes, das in Familie und Gesellschaft als Last erscheint. Der Text verbindet autobiographisches Zeugnis mit dem Formungswillen des Entwicklungs- und Bekenntnisromans: karg, präzise, bisweilen von bayerischer Sprachfärbung durchzogen, schildert er Demütigung, Arbeit, religiöse Erziehung und den Kampf um Selbstachtung. Im Kontext der frühen Moderne steht das Buch zwischen Naturalismus, sozialer Anklage und weiblicher Selbstschrift. Lena Christ, 1881 in Glonn geboren und 1920 in München gestorben, kannte die dargestellten Verhältnisse aus eigener Erfahrung. Als uneheliches Kind wuchs sie zunächst bei den Großeltern auf, wurde später von der Mutter hart behandelt und musste früh in Dienst- und Wirtsarbeit bestehen. Ihre literarische Stimme entstand aus biographischer Verletzung, genauer Beobachtungsgabe und dem Bedürfnis, den stummen Lebensläufen armer Frauen Ausdruck zu geben. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Literatur als Erkenntnisform sozialer Wirklichkeit ernst nehmen. Es ist kein sentimentales Erinnerungsstück, sondern ein sprachlich kontrolliertes Dokument existentieller Selbstbehauptung und ein Schlüsselwerk weiblicher Autobiographik in Bayern.
Erinnerungen einer Überflüssigen entfaltet die schonungslose Selbstvergegenwärtigung eines Kindes, das in Familie und Gesellschaft als Last erscheint. Der Text verbindet autobiographisches Zeugnis mit dem Formungswillen des Entwicklungs- und Bekenntnisromans: karg, präzise, bisweilen von bayerischer Sprachfärbung durchzogen, schildert er Demütigung, Arbeit, religiöse Erziehung und den Kampf um Selbstachtung. Im Kontext der frühen Moderne steht das Buch zwischen Naturalismus, sozialer Anklage und weiblicher Selbstschrift. Lena Christ, 1881 in Glonn geboren und 1920 in München gestorben, kannte die dargestellten Verhältnisse aus eigener Erfahrung. Als uneheliches Kind wuchs sie zunächst bei den Großeltern auf, wurde später von der Mutter hart behandelt und musste früh in Dienst- und Wirtsarbeit bestehen. Ihre literarische Stimme entstand aus biographischer Verletzung, genauer Beobachtungsgabe und dem Bedürfnis, den stummen Lebensläufen armer Frauen Ausdruck zu geben. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Literatur als Erkenntnisform sozialer Wirklichkeit ernst nehmen. Es ist kein sentimentales Erinnerungsstück, sondern ein sprachlich kontrolliertes Dokument existentieller Selbstbehauptung und ein Schlüsselwerk weiblicher Autobiographik in Bayern.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Biographien
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 128 S.
ISBN-13: 9788027355365
ISBN-10: 8027355362
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Christ, Lena
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 7 mm
Von/Mit: Lena Christ
Erscheinungsdatum: 16.12.2022
Gewicht: 0,198 kg
Artikel-ID: 127782272

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