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Beschreibung
Erinnerungen einer Überflüssigen entfaltet in autobiografisch grundierter Form die Geschichte eines Mädchens, das zwischen bäuerlicher Herkunft, städtischer Armut, familiärer Gewalt und sozialer Entbehrung früh lernt, sich als "überflüssig" zu begreifen. Lena Christ verbindet schonungslose Erinnerungsprosa mit erzählerischer Verdichtung: nüchtern, präzis und zugleich von innerer Erschütterung getragen. Im literarischen Kontext des frühen 20. Jahrhunderts steht das Werk quer zur verklärenden Heimatliteratur; es zeigt Bayern nicht als Idylle, sondern als Raum sozialer Härte, weiblicher Abhängigkeit und moralischer Doppeldeutigkeit. Lena Christ, 1881 in Glonn geboren und in schwierigen Familienverhältnissen aufgewachsen, kannte die geschilderten Milieus aus eigener Erfahrung. Uneheliche Herkunft, Dienstbotenleben, konfliktreiche Mutterschaft und ökonomische Unsicherheit prägten ihren Blick auf gesellschaftliche Ausschlüsse. Ihre literarische Stimme entstand aus dem Zwang zur Selbstbehauptung; Schreiben wurde für sie Zeugnis, Anklage und Versuch, einem beschädigten Leben Form zu geben. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die autobiografische Literatur nicht als bloße Lebensbeichte, sondern als historisches Erkenntnismittel verstehen. Es ist ein eindringliches Dokument weiblicher Selbstwahrnehmung, sozialer Kritik und sprachlicher Wahrhaftigkeit.
Erinnerungen einer Überflüssigen entfaltet in autobiografisch grundierter Form die Geschichte eines Mädchens, das zwischen bäuerlicher Herkunft, städtischer Armut, familiärer Gewalt und sozialer Entbehrung früh lernt, sich als "überflüssig" zu begreifen. Lena Christ verbindet schonungslose Erinnerungsprosa mit erzählerischer Verdichtung: nüchtern, präzis und zugleich von innerer Erschütterung getragen. Im literarischen Kontext des frühen 20. Jahrhunderts steht das Werk quer zur verklärenden Heimatliteratur; es zeigt Bayern nicht als Idylle, sondern als Raum sozialer Härte, weiblicher Abhängigkeit und moralischer Doppeldeutigkeit. Lena Christ, 1881 in Glonn geboren und in schwierigen Familienverhältnissen aufgewachsen, kannte die geschilderten Milieus aus eigener Erfahrung. Uneheliche Herkunft, Dienstbotenleben, konfliktreiche Mutterschaft und ökonomische Unsicherheit prägten ihren Blick auf gesellschaftliche Ausschlüsse. Ihre literarische Stimme entstand aus dem Zwang zur Selbstbehauptung; Schreiben wurde für sie Zeugnis, Anklage und Versuch, einem beschädigten Leben Form zu geben. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die autobiografische Literatur nicht als bloße Lebensbeichte, sondern als historisches Erkenntnismittel verstehen. Es ist ein eindringliches Dokument weiblicher Selbstwahrnehmung, sozialer Kritik und sprachlicher Wahrhaftigkeit.
Details
| Erscheinungsjahr: | 2019 |
|---|---|
| Genre: | Biographien |
| Rubrik: | Belletristik |
| Medium: | Taschenbuch |
| Inhalt: | 112 S. |
| ISBN-13: | 9788027262861 |
| ISBN-10: | 8027262860 |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Kartoniert / Broschiert |
| Autor: | Christ, Lena |
| Hersteller: | Musaicum Books |
| Verantwortliche Person für die EU: | OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com |
| Maße: | 220 x 160 x 6 mm |
| Von/Mit: | Lena Christ |
| Erscheinungsdatum: | 13.05.2019 |
| Gewicht: | 0,177 kg |