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Beschreibung
Mit Nana entfaltet Émile Zola ein Schlüsselwerk des naturalistischen Romans: Aus der Perspektive des Zweiten Kaiserreichs zeichnet er den Aufstieg einer Pariser Kurtisane zur gesellschaftlichen Machtfigur nach. Die Handlung verbindet Theatermilieu, Börsenspekulation und aristokratische Salons zu einem präzisen sozialen Experiment, in dem Begehren, Geld und Verfall einander bedingen. Zolas Stil ist sinnlich, dokumentarisch und unerbittlich analytisch; Nana erscheint zugleich als Individuum und als Symptom einer korrupten Epoche. Émile Zola, zentrale Gestalt des französischen Naturalismus, verstand Literatur als Untersuchung von Milieu, Vererbung und sozialen Kräften. Seine Rougon-Macquart Folge, zu der Nana gehört, sollte die moralische und biologische Geschichte einer Familie unter Napoleon III. erfassen. Zolas journalistische Genauigkeit, sein Interesse an moderner Urbanität und seine Kritik an bürgerlicher Heuchelei erklären die Schärfe, mit der er Prostitution und Macht miteinander verschränkt. Dieser Roman empfiehlt sich Lesern, die große Gesellschaftsanalyse mit dramatischer Figurenführung verbinden möchten. Nana ist weder bloße Skandalgeschichte noch moralische Predigt, sondern eine kunstvoll komponierte Diagnose politischer Dekadenz und ökonomischer Begierden. Wer Balzac, Flaubert oder die europäische Moderne verstehen will, findet hier ein ebenso packendes wie erkenntnisreiches Werk.
Mit Nana entfaltet Émile Zola ein Schlüsselwerk des naturalistischen Romans: Aus der Perspektive des Zweiten Kaiserreichs zeichnet er den Aufstieg einer Pariser Kurtisane zur gesellschaftlichen Machtfigur nach. Die Handlung verbindet Theatermilieu, Börsenspekulation und aristokratische Salons zu einem präzisen sozialen Experiment, in dem Begehren, Geld und Verfall einander bedingen. Zolas Stil ist sinnlich, dokumentarisch und unerbittlich analytisch; Nana erscheint zugleich als Individuum und als Symptom einer korrupten Epoche. Émile Zola, zentrale Gestalt des französischen Naturalismus, verstand Literatur als Untersuchung von Milieu, Vererbung und sozialen Kräften. Seine Rougon-Macquart Folge, zu der Nana gehört, sollte die moralische und biologische Geschichte einer Familie unter Napoleon III. erfassen. Zolas journalistische Genauigkeit, sein Interesse an moderner Urbanität und seine Kritik an bürgerlicher Heuchelei erklären die Schärfe, mit der er Prostitution und Macht miteinander verschränkt. Dieser Roman empfiehlt sich Lesern, die große Gesellschaftsanalyse mit dramatischer Figurenführung verbinden möchten. Nana ist weder bloße Skandalgeschichte noch moralische Predigt, sondern eine kunstvoll komponierte Diagnose politischer Dekadenz und ökonomischer Begierden. Wer Balzac, Flaubert oder die europäische Moderne verstehen will, findet hier ein ebenso packendes wie erkenntnisreiches Werk.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 196 S.
ISBN-13: 9788027362578
ISBN-10: 8027362571
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Zola, Emile
Übersetzung: Schwarz, Armin
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 10 mm
Von/Mit: Emile Zola
Erscheinungsdatum: 17.12.2022
Gewicht: 0,273 kg
Artikel-ID: 126416130