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Beschreibung
Im Januar 1959 entfachte der Triumph der Kubanischen Revolution weltweit Begeisterung. Drei Jahre später sandte Ernesto "Che" Guevara eine Gruppe junger Männer von Havanna nach Südamerika, um die Revolution auf den Subkontinent zu übertragen. Im Norden Argentiniens sollten sie den Ejército Guerrillero del Pueblo, die Guerillaarmee des Volkes, aufbauen und einen bewaffneten Aufstand anführen. Doch die Operation scheiterte, die Mehrzahl der Mitglieder wurde verhaftet. Im Nachhinein wurde bekannt, dass die selbsterklärten Revolutionäre im Dschungel zwei ihrer Genossen zum Tode verurteilt und hingerichtet hatten. Beide Opfer waren jüdischer Herkunft. Ausgehend von diesen Ereignissen untersucht Lukas Böckmann Ikonografie, politische Semantik und liturgische Symbolik der Kubanischen Revolution und der argentinischen Guerilla, um der heilsgeschichtlichen Aufladung revolutionärer Bewegungen nachzuspüren. Er zeigt, wie sich die politisch-militärisch begründeten Handlungen als Ausdruck religiöser, insbesondere romanisch-katholischer Prägungen entschlüsseln lassen. Auf diese Weise werden die oftmals im Theoretischen verharrenden Debatten um Säkularisierung ins Empirische überführt. Es eröffnet sich ein über den behandelten Einzelfall weit hinausweisender Blick auf die Verflechtung von revolutionärem Denken und eschatologischen Erlösungshoffnungen. / Dissertationsschrift
Im Januar 1959 entfachte der Triumph der Kubanischen Revolution weltweit Begeisterung. Drei Jahre später sandte Ernesto "Che" Guevara eine Gruppe junger Männer von Havanna nach Südamerika, um die Revolution auf den Subkontinent zu übertragen. Im Norden Argentiniens sollten sie den Ejército Guerrillero del Pueblo, die Guerillaarmee des Volkes, aufbauen und einen bewaffneten Aufstand anführen. Doch die Operation scheiterte, die Mehrzahl der Mitglieder wurde verhaftet. Im Nachhinein wurde bekannt, dass die selbsterklärten Revolutionäre im Dschungel zwei ihrer Genossen zum Tode verurteilt und hingerichtet hatten. Beide Opfer waren jüdischer Herkunft. Ausgehend von diesen Ereignissen untersucht Lukas Böckmann Ikonografie, politische Semantik und liturgische Symbolik der Kubanischen Revolution und der argentinischen Guerilla, um der heilsgeschichtlichen Aufladung revolutionärer Bewegungen nachzuspüren. Er zeigt, wie sich die politisch-militärisch begründeten Handlungen als Ausdruck religiöser, insbesondere romanisch-katholischer Prägungen entschlüsseln lassen. Auf diese Weise werden die oftmals im Theoretischen verharrenden Debatten um Säkularisierung ins Empirische überführt. Es eröffnet sich ein über den behandelten Einzelfall weit hinausweisender Blick auf die Verflechtung von revolutionärem Denken und eschatologischen Erlösungshoffnungen. / Dissertationsschrift
Zusammenfassung
Lukas Böckmann ist Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Yfaat Weiss ist Professorin für Jüdische Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem, steht dem Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur - Simon Dubnow vor und ist Professorin für Neuere, insbesondere jüdische Geschichte, an der Universität Leipzig.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Fachbereich: Zeitgeschichte & Politik
Genre: Geisteswissenschaften, Geschichte, Kunst, Musik
Jahrhundert: ab 1949
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Buch
Reihe: Schriften des Simon-Dubnow-Instituts
Inhalt: 401 S.
ISBN-13: 9783525303702
ISBN-10: 352530370X
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: VUR0013666
Einband: Gebunden
Autor: Böckmann, Lukas
Redaktion: Weiss, Yfaat
Herausgeber: Yfaat Weiss (Prof. Dr.)
Hersteller: Vandenhoeck + Ruprecht
Verantwortliche Person für die EU: Brill Deutschland GmbH, Robert-Bosch-Breite 10, D-37079 Göttingen, productsafety@degruyterbrill.com
Abbildungen: mit 19 s/w-Abb.
Maße: 241 x 169 x 35 mm
Von/Mit: Lukas Böckmann
Erscheinungsdatum: 19.09.2026
Gewicht: 0,831 kg
Artikel-ID: 136184490