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Beschreibung
Hanns Heinz Ewers' "Edgar Allan Poe: Der Mann und das Werk" ist weniger eine nüchterne biographische Skizze als eine interpretierende Annäherung an einen Autor, dessen Dichtung aus Angst, analytischem Scharfsinn und metaphysischer Unruhe erwächst. Ewers betrachtet Poe im Zusammenhang der Schwarzen Romantik und der modernen Phantastik: als Erfinder zwingender Erzählformen, als Meister des Grotesken und als Dichter, der Schönheit, Verfall und Wahnsinn mit kalter Kompositionskunst verbindet. Ewers selbst war für ein solches Porträt in besonderer Weise prädestiniert. Als deutscher Erzähler des Unheimlichen, des Erotisch-Dämonischen und des Abseitigen erkannte er in Poe einen literarischen Ahnherrn. Seine eigene Beschäftigung mit Suggestion, Grenzerfahrung und psychischer Ausnahmeexistenz schärfte den Blick für Poes Kunstprinzipien, aber auch für die Legendenbildung um dessen Leben. So liest Ewers Poe nicht bloß historisch, sondern aus einer inneren Verwandtschaft heraus. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Poe nicht nur als Autor berühmter Schauergeschichten, sondern als Zentralgestalt der modernen Literatur verstehen möchten. Ewers bietet eine leidenschaftliche, kenntnisreiche und stilistisch markante Einführung, die biographische Deutung und ästhetische Würdigung verbindet.
Hanns Heinz Ewers' "Edgar Allan Poe: Der Mann und das Werk" ist weniger eine nüchterne biographische Skizze als eine interpretierende Annäherung an einen Autor, dessen Dichtung aus Angst, analytischem Scharfsinn und metaphysischer Unruhe erwächst. Ewers betrachtet Poe im Zusammenhang der Schwarzen Romantik und der modernen Phantastik: als Erfinder zwingender Erzählformen, als Meister des Grotesken und als Dichter, der Schönheit, Verfall und Wahnsinn mit kalter Kompositionskunst verbindet. Ewers selbst war für ein solches Porträt in besonderer Weise prädestiniert. Als deutscher Erzähler des Unheimlichen, des Erotisch-Dämonischen und des Abseitigen erkannte er in Poe einen literarischen Ahnherrn. Seine eigene Beschäftigung mit Suggestion, Grenzerfahrung und psychischer Ausnahmeexistenz schärfte den Blick für Poes Kunstprinzipien, aber auch für die Legendenbildung um dessen Leben. So liest Ewers Poe nicht bloß historisch, sondern aus einer inneren Verwandtschaft heraus. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Poe nicht nur als Autor berühmter Schauergeschichten, sondern als Zentralgestalt der modernen Literatur verstehen möchten. Ewers bietet eine leidenschaftliche, kenntnisreiche und stilistisch markante Einführung, die biographische Deutung und ästhetische Würdigung verbindet.