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Beschreibung
Katja Kullmann knöpft sich die neoliberalen Lebenslügen vor, an die sie selbst und wir alle viel zu lange geglaubt haben. Verletzlich, intelligent, drastisch.

'Um sechs Uhr dreißig stand ich auf, duschte, putzte meine Zähne, zog irgendetwas an und verließ gegen sieben Uhr funfzehn das Haus. Es war so weit: Statt zur Bank fuhr ich zur Arge. ... Erst jetzt, pleite und verängstigt, begriff ich: Neoliberaler als ich konnte man sein Leben kaum fuhren - obgleich ich mit dem Neoliberalismus doch nie etwas zu tun haben wollte.'
Zehntausende einst hoffnungsvoll gestartete Freelancer sind uber die nuller Jahre zu traurigen Tagelohnern geworden. Manche haben die ersten Not-Runden beim Amt gedreht, als 'Aufstocker' oder Interims-Hartzer, mit Doktortitel, Fachabitur oder respektabler Ausbildung im Rucken. Von der Utopie einer pluralisierten, durchmischten, offenen Gesellschaft ist unterdessen nicht viel ubrig geblieben. Statusangst verdirbt die Laune, schurt das Misstrauen. In Echtleben beschreibt und analysiert Katja Kullmann schonungslos die eigene Lage und die ihrer Generation samt den neoliberalen Versprechungen, die immer noch untot umhergeistern. Am Ende scheint etwas anderes auf, etwas Besseres als das Rennen, Rackern, Rasen im Kapitalismus der permanenten Selbstverwirklichung: Echtleben.
Katja Kullmann knöpft sich die neoliberalen Lebenslügen vor, an die sie selbst und wir alle viel zu lange geglaubt haben. Verletzlich, intelligent, drastisch.

'Um sechs Uhr dreißig stand ich auf, duschte, putzte meine Zähne, zog irgendetwas an und verließ gegen sieben Uhr funfzehn das Haus. Es war so weit: Statt zur Bank fuhr ich zur Arge. ... Erst jetzt, pleite und verängstigt, begriff ich: Neoliberaler als ich konnte man sein Leben kaum fuhren - obgleich ich mit dem Neoliberalismus doch nie etwas zu tun haben wollte.'
Zehntausende einst hoffnungsvoll gestartete Freelancer sind uber die nuller Jahre zu traurigen Tagelohnern geworden. Manche haben die ersten Not-Runden beim Amt gedreht, als 'Aufstocker' oder Interims-Hartzer, mit Doktortitel, Fachabitur oder respektabler Ausbildung im Rucken. Von der Utopie einer pluralisierten, durchmischten, offenen Gesellschaft ist unterdessen nicht viel ubrig geblieben. Statusangst verdirbt die Laune, schurt das Misstrauen. In Echtleben beschreibt und analysiert Katja Kullmann schonungslos die eigene Lage und die ihrer Generation samt den neoliberalen Versprechungen, die immer noch untot umhergeistern. Am Ende scheint etwas anderes auf, etwas Besseres als das Rennen, Rackern, Rasen im Kapitalismus der permanenten Selbstverwirklichung: Echtleben.
Über den Autor
Katja Kullmann, geboren 1970, ist Essayistin und Sachbuchautorin. 2011 erschien ihr vieldiskutiertes Buch Echtleben. Warum es heute so kompliziert ist, eine Haltung zu haben.
Details
Erscheinungsjahr: 2018
Fachbereich: Populäre Darstellungen
Genre: Politikwissenschaft & Soziologie, Recht, Sozialwissenschaften, Wirtschaft
Rubrik: Wissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 256 S.
ISBN-13: 9783518469446
ISBN-10: 3518469444
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Kullmann, Katja
Auflage: 1. Auflage
Hersteller: Suhrkamp
Verantwortliche Person für die EU: Suhrkamp Verlag GmbH, Torstr. 44, D-10119 Berlin, info@suhrkamp.de
Maße: 215 x 135 x 18 mm
Von/Mit: Katja Kullmann
Erscheinungsdatum: 25.09.2018
Gewicht: 0,351 kg
Artikel-ID: 114565995