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Beschreibung
Die vierzig Tage des Musa Dagh gestaltet den Widerstand armenischer Dorfgemeinden gegen die Vernichtungspolitik des Osmanischen Reiches im Jahr 1915 zu einem monumentalen historischen Roman. Im Zentrum steht Gabriel Bagradian, ein zwischen europäischer Bildung und armenischer Herkunft gespaltener Heimkehrer, der auf dem Musa Dagh Organisation, Hoffnung und Verzweiflung bündelt. Werfels Stil verbindet dokumentarische Genauigkeit, psychologische Charakterführung und biblisch-epische Erhebung; im literarischen Kontext der Zwischenkriegszeit erscheint das Werk als frühe große Erzählung über Genozid, Zeugenschaft und moralische Verantwortung. Franz Werfel, 1890 in Prag geboren, gehörte zur deutschsprachig-jüdischen Moderne und bewegte sich zwischen Expressionismus, religiösem Humanismus und historischer Erzählkunst. Eine Reise in den Nahen Osten und die Begegnung mit verarmten armenischen Überlebenden in Syrien gaben ihm den entscheidenden Anstoß. Seine eigene Sensibilität für Verfolgung, Minderheitenexistenz und geistige Heimatlosigkeit schärfte den Blick für ein historisches Verbrechen, das er literarisch gegen das Vergessen verteidigte. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die historische Literatur nicht als bloße Rekonstruktion, sondern als ethische Erkenntnisform verstehen. Werfel bietet Spannung, Gelehrsamkeit und Tragik, ohne das Leiden zu ästhetisieren. Der Roman bleibt ein eindringliches Werk über Widerstand, Würde und die Pflicht des Erinnerns.
Die vierzig Tage des Musa Dagh gestaltet den Widerstand armenischer Dorfgemeinden gegen die Vernichtungspolitik des Osmanischen Reiches im Jahr 1915 zu einem monumentalen historischen Roman. Im Zentrum steht Gabriel Bagradian, ein zwischen europäischer Bildung und armenischer Herkunft gespaltener Heimkehrer, der auf dem Musa Dagh Organisation, Hoffnung und Verzweiflung bündelt. Werfels Stil verbindet dokumentarische Genauigkeit, psychologische Charakterführung und biblisch-epische Erhebung; im literarischen Kontext der Zwischenkriegszeit erscheint das Werk als frühe große Erzählung über Genozid, Zeugenschaft und moralische Verantwortung. Franz Werfel, 1890 in Prag geboren, gehörte zur deutschsprachig-jüdischen Moderne und bewegte sich zwischen Expressionismus, religiösem Humanismus und historischer Erzählkunst. Eine Reise in den Nahen Osten und die Begegnung mit verarmten armenischen Überlebenden in Syrien gaben ihm den entscheidenden Anstoß. Seine eigene Sensibilität für Verfolgung, Minderheitenexistenz und geistige Heimatlosigkeit schärfte den Blick für ein historisches Verbrechen, das er literarisch gegen das Vergessen verteidigte. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die historische Literatur nicht als bloße Rekonstruktion, sondern als ethische Erkenntnisform verstehen. Werfel bietet Spannung, Gelehrsamkeit und Tragik, ohne das Leiden zu ästhetisieren. Der Roman bleibt ein eindringliches Werk über Widerstand, Würde und die Pflicht des Erinnerns.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 464 S.
ISBN-13: 9788027262359
ISBN-10: 8027262356
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Werfel, Franz
Hersteller: Musaicum Books
Verantwortliche Person für die EU: OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 24 mm
Von/Mit: Franz Werfel
Erscheinungsdatum: 04.12.2022
Gewicht: 0,646 kg
Artikel-ID: 129676893