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Beschreibung
Die Schule der Empfindsamkeit, Flauberts großer Roman der desillusionierten Moderne, verfolgt Frédéric Moreau zwischen Provinz, Paris, Liebesphantasien und politischer Erschütterung um 1848. In nüchterner, präzise komponierter Prosa ersetzt Flaubert romantische Entwicklung durch Stillstand, Zufall und Selbsttäuschung. Das Werk steht im Kontext des französischen Realismus, überschreitet ihn jedoch durch seine ironische Distanz, seine montageartige Gesellschaftsschau und seine radikale Analyse bürgerlicher Empfindungen. Gustave Flaubert, 1821 in Rouen geboren, kannte die Spannungen zwischen provinzieller Herkunft, ästhetischem Absolutheitsanspruch und Pariser Gesellschaft aus eigener Erfahrung. Seine Jugendliebe zu Élisa Schlésinger, seine Skepsis gegenüber der Revolution von 1848 und seine Abneigung gegen bürgerliche Phrasen prägen den Roman deutlich. Wie in Madame Bovary untersucht Flaubert die zerstörerische Macht erlernter Gefühle, doch hier erweitert er sie zur Diagnose einer ganzen Generation. Zu empfehlen ist dieses Buch Lesern, die keinen konventionellen Bildungsroman erwarten, sondern eine kunstvoll genaue Anatomie von Begehren, politischer Ohnmacht und gesellschaftlicher Maskerade. Seine scheinbare Kühle eröffnet eine tiefe, bis heute gültige Einsicht in die Mechanismen enttäuschter Lebensentwürfe.
Die Schule der Empfindsamkeit, Flauberts großer Roman der desillusionierten Moderne, verfolgt Frédéric Moreau zwischen Provinz, Paris, Liebesphantasien und politischer Erschütterung um 1848. In nüchterner, präzise komponierter Prosa ersetzt Flaubert romantische Entwicklung durch Stillstand, Zufall und Selbsttäuschung. Das Werk steht im Kontext des französischen Realismus, überschreitet ihn jedoch durch seine ironische Distanz, seine montageartige Gesellschaftsschau und seine radikale Analyse bürgerlicher Empfindungen. Gustave Flaubert, 1821 in Rouen geboren, kannte die Spannungen zwischen provinzieller Herkunft, ästhetischem Absolutheitsanspruch und Pariser Gesellschaft aus eigener Erfahrung. Seine Jugendliebe zu Élisa Schlésinger, seine Skepsis gegenüber der Revolution von 1848 und seine Abneigung gegen bürgerliche Phrasen prägen den Roman deutlich. Wie in Madame Bovary untersucht Flaubert die zerstörerische Macht erlernter Gefühle, doch hier erweitert er sie zur Diagnose einer ganzen Generation. Zu empfehlen ist dieses Buch Lesern, die keinen konventionellen Bildungsroman erwarten, sondern eine kunstvoll genaue Anatomie von Begehren, politischer Ohnmacht und gesellschaftlicher Maskerade. Seine scheinbare Kühle eröffnet eine tiefe, bis heute gültige Einsicht in die Mechanismen enttäuschter Lebensentwürfe.
Details
Genre: Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
ISBN-13: 9788027254828
ISBN-10: 8027254825
Sprache: Deutsch
Autor: Flaubert, Gustave
Hersteller: Musaicum Books
Verantwortliche Person für die EU: OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 14 mm
Von/Mit: Gustave Flaubert
Gewicht: 0,362 kg
Artikel-ID: 126177751