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Beschreibung
In "Die Rechtlosen" beschreibt Walter Hasenclever seine mehrwöchige Gefangenschaft im Fort-Carré in Antibes, Frankreich, wohin er vor den Nazis geflüchtet war. Nach der Kriegserklärung sperrte die französische Republik alle männlichen deutsch-jüdischen Flüchtlinge als "feindliche Ausländer" ein, ein heute vergessenes Kapitel der Flüchtlingsgeschichte des letzten Jahrhunderts. In dem Roman schildert Hasenclever diese Tage voller Angst und Ungewissheit, aber stets mit leidem Humor; seine Eindrücke, das Aufbegehren, die Verzweiflung, den Streit der Gefangenen und die Stimmung in Frankreich kurz vor dem Einmarsch, den niemand [...] sperrte mich zehn Tage in ein mittelalterliches Kastell ein, wie einen Schwerverbrecher. Nachts wurden in meiner Zelle die Wände abgeklopft. Wird es wieder so sein?Nein, sagte die Frau neben mir. Wir sind schließlich in [...] mussten drei vollbesetzte Autobusse abwarten. In den vierten quetschte ich mich hinein. Nur nicht die Nerven verlieren. Jetzt verlassen so viele Menschen ihre Familie. Die Ungewissheit nimmt uns alle auf. Das ist es nicht. Es ist etwas Anderes. Die Rechtlosigkeit. Das Gehetztsein. Der Fluch der Entwurzelung. Das Nicht-mehr-auf-den-Füßen-stehen. Wie die Katze in Los [...] sehe einen schwarzen Fleck auf dem Trottoir. Der Hund hat sich von der Leine gerissen. Er läuft mir nach auf seinen kurzen Beinen. Im Zickzack, die Schnauze zur Erde gesenkt. Wenn er nur nicht überfahren wird!Ich kann nichts mehr tun. Ich kann keinem mehr helfen. Bleibt am Leben, meine Kinder.
In "Die Rechtlosen" beschreibt Walter Hasenclever seine mehrwöchige Gefangenschaft im Fort-Carré in Antibes, Frankreich, wohin er vor den Nazis geflüchtet war. Nach der Kriegserklärung sperrte die französische Republik alle männlichen deutsch-jüdischen Flüchtlinge als "feindliche Ausländer" ein, ein heute vergessenes Kapitel der Flüchtlingsgeschichte des letzten Jahrhunderts. In dem Roman schildert Hasenclever diese Tage voller Angst und Ungewissheit, aber stets mit leidem Humor; seine Eindrücke, das Aufbegehren, die Verzweiflung, den Streit der Gefangenen und die Stimmung in Frankreich kurz vor dem Einmarsch, den niemand [...] sperrte mich zehn Tage in ein mittelalterliches Kastell ein, wie einen Schwerverbrecher. Nachts wurden in meiner Zelle die Wände abgeklopft. Wird es wieder so sein?Nein, sagte die Frau neben mir. Wir sind schließlich in [...] mussten drei vollbesetzte Autobusse abwarten. In den vierten quetschte ich mich hinein. Nur nicht die Nerven verlieren. Jetzt verlassen so viele Menschen ihre Familie. Die Ungewissheit nimmt uns alle auf. Das ist es nicht. Es ist etwas Anderes. Die Rechtlosigkeit. Das Gehetztsein. Der Fluch der Entwurzelung. Das Nicht-mehr-auf-den-Füßen-stehen. Wie die Katze in Los [...] sehe einen schwarzen Fleck auf dem Trottoir. Der Hund hat sich von der Leine gerissen. Er läuft mir nach auf seinen kurzen Beinen. Im Zickzack, die Schnauze zur Erde gesenkt. Wenn er nur nicht überfahren wird!Ich kann nichts mehr tun. Ich kann keinem mehr helfen. Bleibt am Leben, meine Kinder.
Über den Autor
Walter Hasenclever war ein Dramatiker und Dichter deutsch-jüdischer Herkunft. Er wurde 1890 in Aachen geboren und studierte in Oxford, Lausanne und Leipzig. 1910 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband "Städte, Nächte und Menschen". 1914 gelang ihm mit "Der Sohn" sein erstes erfolgreiches Theaterstück. Im Ersten Weltkrieg meldete er sich zunächst freiwillig zum Dienst, lehnte den Krieg jedoch bald ab und wurde 1917 aus dem Dienst entlassen.1924 lernte Hasenclever Kurt Tucholsky kennen. Beide arbeiteten als Korrespondenten in Paris. Er schrieb weiterhin erfolgreiche Komödien und auch Drehbücher für Metro-Goldwyn-Mayer für Greta Garbo. Danach lebte er in Berlin in einer Künstlerkolonie. 1932 schrieben Hasenclever und Tucholsky gemeinsam "Christopher Columbus and the Discovery of America". Als die Nazis an die Macht kamen, wurden seine Bücher verboten und verbrannt.Hasenclever ging ins Exil nach Nizza, wo er 1934 Edith Schläfer heiratete. Er reiste während seines Exils mehrmals nach London, um Stücke zu inszenieren und wurde zwischenzeitlich in Italien interniert. Nach der französischen Kriegserklärung wurde er in Frankreich als "feindlicher Ausländer" mehrfach inhaftiert, zuletzt im Lager Camp des Milles. Am 22. Juni 1940 nahm er sich das Leben, um nicht in die Hände der Nazis zu fallen.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Genre: Belletristik, Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 162 S.
ISBN-13: 9783960260974
ISBN-10: 3960260970
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Hasenclever, Walter
Hersteller: Berlinica Publishing UG
Verantwortliche Person für die EU: Berlinica Publishing UG, Eva Schweitzer, Gaudystr. 7, D-10437 Berlin, eva@berlinica.com
Maße: 210 x 141 x 15 mm
Von/Mit: Walter Hasenclever
Erscheinungsdatum: 08.08.2026
Gewicht: 0,204 kg
Artikel-ID: 136079568