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Beschreibung
Die Gegenwartsphilosophie war lange von einem schroffen Gegensatz zwischen analytischer Philosophie angelsächsischen Ursprungs und kontinentalen Strömungen wie Hermeneutik und Phänomenologie gekennzeichnet. In der letzten Zeit haben sich nicht zuletzt Karl-Otto Apel und Jürgen Habermas darum bemüht, die Einseitigkeit der herkömmlichen Position durch eine neue Synthese zu überwinden, die eine pragmatische Wende darstellt. Hier - wie auch in Norwegen - unternimmt man den Versuch, die philosophischen Einzelgebiete auf einer pragmatischen, kommunikations- und handlungsreflexiven Grundlage systematisch aufzubauen, u. a. in Anknüpfung an Ludwig Wittgensteins Spätphilosophie einerseits, an Transzendentalphilosophie und Kritische Theorie andererseits.

Einsetzend mit einer Kritik des modernen Objektivismus, den die Carnap-Morris-Semiotik und die behavioristische Wissenschaftstheorie von Arne Næss sakrosankt zu machen schienen, hat sich in Norwegen eine fruchtbare Pragmatikdebatte entwickelt. Sie läßt die positivistische Verabsolutisierung der hypothetisch-deduktiven Methode (DN-Schema) ebenso hinter sich wie die spieltheoretische Verabsolutierung des instrumentell-strategischen Handlungstyps. Die Debatte spitzt sich in der Alternative zu: Wittgenstein-Pragmatik oder 'Frankfurter Pragmatik'.

Dieser Band, der dem deutschen Publikum erstmals eine Auswahl moderner norwegischer Philosophie präsentiert, ist jener Debatte gewidmet. Er enthält Beiträge norwegischer Autoren und des deutschen Mitherausgebers zur philosophischen Auseinandersetzung zwischen einer kontext- und beispielorientierten Praxeologie und den universalistischen Ansprüchen der Transzendentalpragmatik.
Die Gegenwartsphilosophie war lange von einem schroffen Gegensatz zwischen analytischer Philosophie angelsächsischen Ursprungs und kontinentalen Strömungen wie Hermeneutik und Phänomenologie gekennzeichnet. In der letzten Zeit haben sich nicht zuletzt Karl-Otto Apel und Jürgen Habermas darum bemüht, die Einseitigkeit der herkömmlichen Position durch eine neue Synthese zu überwinden, die eine pragmatische Wende darstellt. Hier - wie auch in Norwegen - unternimmt man den Versuch, die philosophischen Einzelgebiete auf einer pragmatischen, kommunikations- und handlungsreflexiven Grundlage systematisch aufzubauen, u. a. in Anknüpfung an Ludwig Wittgensteins Spätphilosophie einerseits, an Transzendentalphilosophie und Kritische Theorie andererseits.

Einsetzend mit einer Kritik des modernen Objektivismus, den die Carnap-Morris-Semiotik und die behavioristische Wissenschaftstheorie von Arne Næss sakrosankt zu machen schienen, hat sich in Norwegen eine fruchtbare Pragmatikdebatte entwickelt. Sie läßt die positivistische Verabsolutisierung der hypothetisch-deduktiven Methode (DN-Schema) ebenso hinter sich wie die spieltheoretische Verabsolutierung des instrumentell-strategischen Handlungstyps. Die Debatte spitzt sich in der Alternative zu: Wittgenstein-Pragmatik oder 'Frankfurter Pragmatik'.

Dieser Band, der dem deutschen Publikum erstmals eine Auswahl moderner norwegischer Philosophie präsentiert, ist jener Debatte gewidmet. Er enthält Beiträge norwegischer Autoren und des deutschen Mitherausgebers zur philosophischen Auseinandersetzung zwischen einer kontext- und beispielorientierten Praxeologie und den universalistischen Ansprüchen der Transzendentalpragmatik.
Inhaltsverzeichnis
Skjervheim, Hans: Der moderne Objektivismus und die Wissenschaf vom Menschen. TranÝy, Knut Erik: Pragmatik der Forschung. Methodologien als normative Systeme. Johannessen, Kjell S.: Sinnkonstitution und Wissenschaftsgeschichte . Zur Formulierung der Grundzüge einer Historiographie der Wissenschaften. O/fsti, Audun: Rationale Argumentation, Erklären und Verstehen. Zum Universalitätsanspruch der hypothetisch-deduktiven Methode. Haga, Ånund: Interaktion und Intentionalität. Bemerkungen zum Versuch, die Sozialwissenschaften spiel- und entscheidungstheoretisch zu rekonstruieren. MelÝe, Jakob: Über Sprachspiele und Übersetzungen. Gullvåg, Ingemund: Bedingungen der Rationalität und Objektivität. Måseide, Atle: How To Do Things Without Words. Notizen zum Verhältnis zwischen Pragmatik und Phänomenologie. Hellesnes, Jon: Ethischer Konkretismus und Kommunikationsethik. Versuch einer Vermittlung. Rossvær, Viggo: Transzendentalpragmatik, transzendentale Hermeneutik und die Möglichkeit, Auschwitz zu verstehen. Nordenstam, Tore: Ethische Kompetenz in pragmatischer Sicht. Skirbekk, Gunnar: Pragmatischer Naturbegriff?. Anmerkungen zu Habermas. Fjelland, Ragnar: Natur und instrumentelle Vernunft. Bemerkungen zu Marcuse, Habermas und Apel. Böhler, Dietrich: Wohin führt die pragmatische Wende?. Norwegische Diskussionsbeiträge in transzendentalpragmatischer Sicht. Johannessen, Kjell S.: Wittgenstein-Pragmatik gegen Frankfurter Pragmatik. Rossvær, Viggo: Ein Kommentar zu Dietrich Böhler. Nordenstam, Tore: Wohlvertrautheit - Gewißheit - Kritische Reflexion. Bemerkungen zur Pragmatik-Diskussion.
Details
Erscheinungsjahr: 1987
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik, Philosophie
Jahrhundert: 20. & 21. Jahrhundert
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Titelzusatz: Sprachspiegelpragmatik oder Transzendentalpragmatik? Herausgegeben von Dietrich Böhler, Tore Nordenstam und Gunnar Skirbekk. Übersetzung Matthias Kaiser
Reihe: suhrkamp taschenbuch wissenschaft
Inhalt: 359 S.
ISBN-13: 9783518282311
ISBN-10: 351828231X
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Redaktion: Skirbekk, Gunnar
Böhler, Dietrich
Nordenstam, Tore
Herausgeber: Gunnar Skirbekk/Dietrich Böhler/Tore Nordenstam
Übersetzung: Kaiser, Mathias
Auflage: 2. Auflage
Hersteller: Suhrkamp
suhrkamp taschenbuch wissenschaft
Verantwortliche Person für die EU: Suhrkamp Verlag GmbH, Torstr. 44, D-10119 Berlin, info@suhrkamp.de
Maße: 177 x 108 x 20 mm
Von/Mit: Gunnar Skirbekk (u. a.)
Erscheinungsdatum: 26.05.1987
Gewicht: 0,288 kg
Artikel-ID: 105988587