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Beschreibung
Die Lebensfreude, 1884 als Teil von Émile Zolas Zyklus Die Rougon-Macquart erschienen, entfaltet an der normannischen Küste ein Kammerspiel des Naturalismus. Im Zentrum steht Pauline Quenu, deren Großmut und tätige Nächstenliebe auf die Selbstsucht, Krankheit und Verzweiflung der Familie Chanteau treffen. Zolas Stil verbindet klinische Beobachtung, symbolisch aufgeladene Landschaftsbilder und eine unerbittliche Analyse sozialer wie erblicher Determination; zugleich antwortet der Roman auf den zeitgenössischen Pessimismus, indem er Lebensbejahung nicht als Illusion, sondern als moralische Praxis prüft. Émile Zola, führender Theoretiker und Praktiker des französischen Naturalismus, verstand den Roman als experimentelle Untersuchung des Menschen unter den Bedingungen von Milieu, Körper und Geschichte. Seine Beschäftigung mit Medizin, Vererbung, bürgerlicher Moral und den Brüchen der modernen Gesellschaft prägt auch dieses Werk. Die Figur Pauline lässt erkennen, wie Zola persönliche Skepsis, philosophische Debatten seiner Zeit und sein soziales Beobachtungsinteresse in eine erzählerische Versuchsanordnung über Leiden und Mitgefühl überführt. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die psychologische Genauigkeit, gesellschaftliche Tiefenschärfe und literarische Strenge schätzen. Die Lebensfreude ist kein bloß tröstlicher Roman, sondern eine anspruchsvolle Studie darüber, wie Humanität in einer von Egoismus, Schmerz und Verfall bestimmten Welt bestehen kann.
Die Lebensfreude, 1884 als Teil von Émile Zolas Zyklus Die Rougon-Macquart erschienen, entfaltet an der normannischen Küste ein Kammerspiel des Naturalismus. Im Zentrum steht Pauline Quenu, deren Großmut und tätige Nächstenliebe auf die Selbstsucht, Krankheit und Verzweiflung der Familie Chanteau treffen. Zolas Stil verbindet klinische Beobachtung, symbolisch aufgeladene Landschaftsbilder und eine unerbittliche Analyse sozialer wie erblicher Determination; zugleich antwortet der Roman auf den zeitgenössischen Pessimismus, indem er Lebensbejahung nicht als Illusion, sondern als moralische Praxis prüft. Émile Zola, führender Theoretiker und Praktiker des französischen Naturalismus, verstand den Roman als experimentelle Untersuchung des Menschen unter den Bedingungen von Milieu, Körper und Geschichte. Seine Beschäftigung mit Medizin, Vererbung, bürgerlicher Moral und den Brüchen der modernen Gesellschaft prägt auch dieses Werk. Die Figur Pauline lässt erkennen, wie Zola persönliche Skepsis, philosophische Debatten seiner Zeit und sein soziales Beobachtungsinteresse in eine erzählerische Versuchsanordnung über Leiden und Mitgefühl überführt. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die psychologische Genauigkeit, gesellschaftliche Tiefenschärfe und literarische Strenge schätzen. Die Lebensfreude ist kein bloß tröstlicher Roman, sondern eine anspruchsvolle Studie darüber, wie Humanität in einer von Egoismus, Schmerz und Verfall bestimmten Welt bestehen kann.
Details
| Genre: | Romane & Erzählungen |
|---|---|
| Rubrik: | Belletristik |
| Medium: | Taschenbuch |
| ISBN-13: | 9788027256389 |
| ISBN-10: | 8027256380 |
| Sprache: | Deutsch |
| Autor: | Zola, Emile |
| Übersetzung: | Ruhemann, Alfred |
| Hersteller: | Musaicum Books |
| Verantwortliche Person für die EU: | OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com |
| Maße: | 10 x 152 x 229 mm |
| Von/Mit: | Emile Zola |
| Erscheinungsdatum: | 04.12.2022 |
| Gewicht: | 0,279 kg |