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Beschreibung

Die alliierte Besatzung Berlins nach dem Zweiten Weltkrieg war anders als für das restliche Deutschland - und sie hatte ihre eigene Besatzungsverwaltung: die Kommandantur. Hier kontrollierten die vier Hauptsiegermächte gemeinsam den politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Neuanfang der Stadt. Amerikaner, Briten, Franzosen und Sowjets arbeiteten in praktischen Fragen erst kooperativ zusammen; unter dem Eindruck des Ost-West-Konflikts entwickelten sich zunehmend politische Spannungen, die die Aushandlung von notwendigen Richtungsentscheidungen lähmten und im Juni 1948 schließlich die Viermächteverwaltung auseinandersprengten. Nach Wiederaufnahme der Kommandantur-Arbeit für den Westteil der Stadt verstand sich die Dreimächteverwaltung als Partnerin und Schutzinstanz für das junge demokratische Projekt. Dieser Bewusstseinswandel wurde in Form von 'Entwicklungshilfe' für die westlich orientierte Stadtregierung, die sie tragenden Parteien, Gewerkschaften und die Presse sichtbar. Das Buch stellt die Geschichte der Alliierten Kommandantur Berlin als Sonderfall und Testfall des Multilateralismus im Geflecht der internationalen Nachkriegsbeziehungen, nationaler Interessenlagen und der Berliner Spezifika heraus.

Die alliierte Besatzung Berlins nach dem Zweiten Weltkrieg war anders als für das restliche Deutschland - und sie hatte ihre eigene Besatzungsverwaltung: die Kommandantur. Hier kontrollierten die vier Hauptsiegermächte gemeinsam den politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Neuanfang der Stadt. Amerikaner, Briten, Franzosen und Sowjets arbeiteten in praktischen Fragen erst kooperativ zusammen; unter dem Eindruck des Ost-West-Konflikts entwickelten sich zunehmend politische Spannungen, die die Aushandlung von notwendigen Richtungsentscheidungen lähmten und im Juni 1948 schließlich die Viermächteverwaltung auseinandersprengten. Nach Wiederaufnahme der Kommandantur-Arbeit für den Westteil der Stadt verstand sich die Dreimächteverwaltung als Partnerin und Schutzinstanz für das junge demokratische Projekt. Dieser Bewusstseinswandel wurde in Form von 'Entwicklungshilfe' für die westlich orientierte Stadtregierung, die sie tragenden Parteien, Gewerkschaften und die Presse sichtbar. Das Buch stellt die Geschichte der Alliierten Kommandantur Berlin als Sonderfall und Testfall des Multilateralismus im Geflecht der internationalen Nachkriegsbeziehungen, nationaler Interessenlagen und der Berliner Spezifika heraus.

Über den Autor

Alexander Olenik
, LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte, Bonn.

Details
Erscheinungsjahr: 2026
Fachbereich: Zeitgeschichte & Politik
Genre: Geisteswissenschaften, Geschichte, Kunst, Musik
Jahrhundert: ab 1949
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Buch
Reihe: Veröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin
Inhalt: VIII
458 S.
15 s/w Illustr.
5 farbige Illustr.
15 b/w and 5 col. ill.
ISBN-13: 9783111630502
ISBN-10: 3111630501
Sprache: Deutsch
Einband: Gebunden
Autor: Olenik, Alexander
Redaktion: Historische Kommission, Historische Kommission
Herausgeber: Historische Kommission
Hersteller: De Gruyter Oldenbourg
Verantwortliche Person für die EU: Walter de Gruyter GmbH, De Gruyter GmbH, Genthiner Str. 13, D-10785 Berlin, productsafety@degruyterbrill.com
Abbildungen: 15 b/w and 5 col. illustrations
Maße: 242 x 179 x 30 mm
Von/Mit: Alexander Olenik
Erscheinungsdatum: 02.02.2026
Gewicht: 0,886 kg
Artikel-ID: 134516291

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