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Beschreibung
Die fünfhundert Millionen der Begum entfaltet aus einer Erbschaftsintrige einen prägnanten Zukunftsroman: Dr. Sarrasin gründet mit seinem Anteil die hygienisch-rationale Musterstadt France-Ville, während der deutsche Chemiker Schultze in Stahlstadt eine technokratische Waffenmetropole errichtet. Vernes nüchterne, dokumentarisch geschulte Prosa verbindet Abenteuerhandlung, naturwissenschaftliche Spekulation und politische Allegorie. Im Kontext der Voyages extraordinaires erscheint der Roman als kritische Reflexion über Urbanismus, Nationalismus und die moralische Ambivalenz industriellen Fortschritts. Jules Verne, 1828 in Nantes geboren, verband juristische Ausbildung, geographische Neugier und enzyklopädisches Interesse an Technik zu einer neuartigen Form populärwissenschaftlicher Literatur. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg und unter dem Eindruck rapide wachsender Industrienationen konnte ihn besonders die Frage beschäftigen, ob Wissenschaft dem Gemeinwohl dient oder in militärische Gewalt umschlägt. Die Mitarbeit an einem Stoff von Paschal Grousset verstärkte zudem die politische Schärfe dieses Werkes. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die Verne nicht nur als Erfinder exotischer Reisen, sondern als hellsichtigen Diagnostiker der Moderne entdecken möchten. Seine Gegenüberstellung zweier Städte bleibt erstaunlich aktuell: Sie fragt nach Verantwortung, öffentlicher Gesundheit, technischer Macht und den ethischen Grundlagen jeder Zivilisation.
Die fünfhundert Millionen der Begum entfaltet aus einer Erbschaftsintrige einen prägnanten Zukunftsroman: Dr. Sarrasin gründet mit seinem Anteil die hygienisch-rationale Musterstadt France-Ville, während der deutsche Chemiker Schultze in Stahlstadt eine technokratische Waffenmetropole errichtet. Vernes nüchterne, dokumentarisch geschulte Prosa verbindet Abenteuerhandlung, naturwissenschaftliche Spekulation und politische Allegorie. Im Kontext der Voyages extraordinaires erscheint der Roman als kritische Reflexion über Urbanismus, Nationalismus und die moralische Ambivalenz industriellen Fortschritts. Jules Verne, 1828 in Nantes geboren, verband juristische Ausbildung, geographische Neugier und enzyklopädisches Interesse an Technik zu einer neuartigen Form populärwissenschaftlicher Literatur. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg und unter dem Eindruck rapide wachsender Industrienationen konnte ihn besonders die Frage beschäftigen, ob Wissenschaft dem Gemeinwohl dient oder in militärische Gewalt umschlägt. Die Mitarbeit an einem Stoff von Paschal Grousset verstärkte zudem die politische Schärfe dieses Werkes. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die Verne nicht nur als Erfinder exotischer Reisen, sondern als hellsichtigen Diagnostiker der Moderne entdecken möchten. Seine Gegenüberstellung zweier Städte bleibt erstaunlich aktuell: Sie fragt nach Verantwortung, öffentlicher Gesundheit, technischer Macht und den ethischen Grundlagen jeder Zivilisation.
Details
Erscheinungsjahr: 2023
Genre: Science Fiction & Fantasy
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 128 S.
ISBN-13: 9788027387366
ISBN-10: 8027387361
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Verne, Jules
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 7 mm
Von/Mit: Jules Verne
Erscheinungsdatum: 23.05.2023
Gewicht: 0,198 kg
Artikel-ID: 126984518

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