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Beschreibung
Émile Zolas "Die Eroberung von Plassans" entfaltet als vierter Roman des Rougon-Macquart-Zyklus ein präzises Panorama provinzieller Machtmechanismen im Zweiten Kaiserreich. Im Zentrum steht die stille Infiltration der Stadt Plassans durch den Abbé Faujas, dessen religiöse Autorität, politische Berechnung und psychologische Kälte ein bürgerliches Haus wie ein Gemeinwesen zersetzen. Zolas naturalistischer Stil verbindet minutiöse Milieubeobachtung mit dramatischer Zuspitzung; Frömmigkeit, Wahnsinn, Familie und Opportunismus erscheinen als Kräfte eines sozialen Experiments. Zola, 1840 in Paris geboren und in Aix-en-Provence aufgewachsen, kannte die Spannungen zwischen Provinz, Kirche, Bürgertum und imperialer Politik aus eigener Anschauung. Sein großangelegtes Projekt der Rougon-Macquart verstand er als "Natur- und Sozialgeschichte" einer Familie unter dem Zweiten Kaiserreich. "Die Eroberung von Plassans" spiegelt daher nicht bloß antiklerikale Polemik, sondern Zolas Interesse an Vererbung, Milieu und institutioneller Herrschaft, die Menschen formen und zerstören. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die den politischen Roman als psychologische Anatomie schätzen. Wer Zolas berühmtere Werke kennt, entdeckt hier eine konzentrierte, unheimlich kontrollierte Studie über Macht ohne offene Gewalt. Die Lektüre belohnt mit historischer Schärfe, erzählerischer Spannung und einem bis heute beunruhigenden Blick auf Manipulation im Gewand moralischer Ordnung.
Émile Zolas "Die Eroberung von Plassans" entfaltet als vierter Roman des Rougon-Macquart-Zyklus ein präzises Panorama provinzieller Machtmechanismen im Zweiten Kaiserreich. Im Zentrum steht die stille Infiltration der Stadt Plassans durch den Abbé Faujas, dessen religiöse Autorität, politische Berechnung und psychologische Kälte ein bürgerliches Haus wie ein Gemeinwesen zersetzen. Zolas naturalistischer Stil verbindet minutiöse Milieubeobachtung mit dramatischer Zuspitzung; Frömmigkeit, Wahnsinn, Familie und Opportunismus erscheinen als Kräfte eines sozialen Experiments. Zola, 1840 in Paris geboren und in Aix-en-Provence aufgewachsen, kannte die Spannungen zwischen Provinz, Kirche, Bürgertum und imperialer Politik aus eigener Anschauung. Sein großangelegtes Projekt der Rougon-Macquart verstand er als "Natur- und Sozialgeschichte" einer Familie unter dem Zweiten Kaiserreich. "Die Eroberung von Plassans" spiegelt daher nicht bloß antiklerikale Polemik, sondern Zolas Interesse an Vererbung, Milieu und institutioneller Herrschaft, die Menschen formen und zerstören. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die den politischen Roman als psychologische Anatomie schätzen. Wer Zolas berühmtere Werke kennt, entdeckt hier eine konzentrierte, unheimlich kontrollierte Studie über Macht ohne offene Gewalt. Die Lektüre belohnt mit historischer Schärfe, erzählerischer Spannung und einem bis heute beunruhigenden Blick auf Manipulation im Gewand moralischer Ordnung.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 184 S.
ISBN-13: 9788027255795
ISBN-10: 8027255791
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Zola, Emile
Übersetzung: Schwarz, Armin
Hersteller: Musaicum Books
Verantwortliche Person für die EU: OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 10 mm
Von/Mit: Emile Zola
Erscheinungsdatum: 04.12.2022
Gewicht: 0,256 kg
Artikel-ID: 126177715