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Beschreibung
Ernst Wicherts Der Wilddieb verbindet die Spannung einer Verfolgungsgeschichte mit der sozialen Genauigkeit des poetischen Realismus. Im Mittelpunkt steht der verbotene Griff nach dem Wild, der nicht bloß als Gesetzesbruch, sondern als Symptom ländlicher Not, gekränkter Ehre und verhärteter Besitzverhältnisse erscheint. Wichert erzählt nüchtern, anschaulich und psychologisch kontrolliert; Landschaft, Dorfgerücht und obrigkeitliche Ordnung bilden ein enges Netz, in dem Schuld und Gerechtigkeit weniger eindeutig sind, als der Titel vermuten lässt. Der 1831 in Insterburg geborene Ernst Wichert war Jurist, Richter in Königsberg und später Kammergerichtsrat in Berlin. Seine amtliche Erfahrung mit Rechtsprechung, sozialen Konflikten und ostpreußischen Lebenswelten prägte sein Erzählen nachhaltig. Als Autor der Litauischen Geschichten und zahlreicher Romane interessierte ihn besonders die Frage, wie staatliche Normen auf lokale Sitten, Armut und menschliche Leidenschaft treffen. Der Wilddieb darf daher als literarische Ausgestaltung eines Problems gelesen werden, das Wichert beruflich wie künstlerisch kannte. Empfohlen sei diese Erzählung Lesern, die Kriminalliteratur nicht nur als Rätsel, sondern als moralische Untersuchung schätzen. Sie bietet Spannung ohne Effekthascherei, historische Atmosphäre ohne Folklore und eine klare, eindringliche Prosa, die den Konflikt zwischen Gesetz, Gewissen und Überleben bis zuletzt wirksam hält.
Ernst Wicherts Der Wilddieb verbindet die Spannung einer Verfolgungsgeschichte mit der sozialen Genauigkeit des poetischen Realismus. Im Mittelpunkt steht der verbotene Griff nach dem Wild, der nicht bloß als Gesetzesbruch, sondern als Symptom ländlicher Not, gekränkter Ehre und verhärteter Besitzverhältnisse erscheint. Wichert erzählt nüchtern, anschaulich und psychologisch kontrolliert; Landschaft, Dorfgerücht und obrigkeitliche Ordnung bilden ein enges Netz, in dem Schuld und Gerechtigkeit weniger eindeutig sind, als der Titel vermuten lässt. Der 1831 in Insterburg geborene Ernst Wichert war Jurist, Richter in Königsberg und später Kammergerichtsrat in Berlin. Seine amtliche Erfahrung mit Rechtsprechung, sozialen Konflikten und ostpreußischen Lebenswelten prägte sein Erzählen nachhaltig. Als Autor der Litauischen Geschichten und zahlreicher Romane interessierte ihn besonders die Frage, wie staatliche Normen auf lokale Sitten, Armut und menschliche Leidenschaft treffen. Der Wilddieb darf daher als literarische Ausgestaltung eines Problems gelesen werden, das Wichert beruflich wie künstlerisch kannte. Empfohlen sei diese Erzählung Lesern, die Kriminalliteratur nicht nur als Rätsel, sondern als moralische Untersuchung schätzen. Sie bietet Spannung ohne Effekthascherei, historische Atmosphäre ohne Folklore und eine klare, eindringliche Prosa, die den Konflikt zwischen Gesetz, Gewissen und Überleben bis zuletzt wirksam hält.
Details
| Erscheinungsjahr: | 2022 |
|---|---|
| Genre: | Importe, Krimis & Thriller |
| Rubrik: | Belletristik |
| Medium: | Taschenbuch |
| Inhalt: | 52 S. |
| ISBN-13: | 9788027353491 |
| ISBN-10: | 8027353491 |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Kartoniert / Broschiert |
| Autor: | Wichert, Ernst |
| Hersteller: | e-artnow |
| Verantwortliche Person für die EU: | e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com |
| Maße: | 229 x 152 x 4 mm |
| Von/Mit: | Ernst Wichert |
| Erscheinungsdatum: | 16.12.2022 |
| Gewicht: | 0,092 kg |